40 Prozent Umsatzsteigerung und 20 Prozent mehr Mitarbeiter – das ist die positive Bilanz von Allard-Europe im Februar 2017, ein Jahr nach der Übernahme durch die DIHAG Holding und Royal IHC. Die belgische Stahlgießerei ist unter anderem spezialisiert auf die Herstellung verschleißfester Werkstoffe für die Offshore-, Meerestiefbau- sowie Schiffbauindustrie und Komponenten für die Energieumwandlung. Um ihre Marktführerschaft speziell im Meerestiefbau in Westeuropa weiter auszubauen, investiert die DIHAG 2017 rund 1,5 Millionen Euro in die Produktionstechnologien bei Allard-Europe.

„Die Nachfrage nach Spezialapplikationen für den Meerestiefbau steigt nach einer Phase der Beruhigung wieder stark an“, sagt Stefan Mettler, COO bei der DIHAG Holding. „Diese positive Entwicklung macht sich in den Auftragsbüchern von Allard-Europe zusätzlich bemerkbar.“ Allard-Europe ist seit Februar 2016 ein Joint Venture der DIHAG (60 Prozent der Anteile) und des niederländischen Herstellers von Schiffen und Schiffszubehör für den Meerestiefbau Royal IHC (40 Prozent der Anteile). Für 2017 werden weitere 20 Prozent Umsatzsteigerung erwartet. Um die Nachfrage optimal zu erfüllen, setzt die DIHAG auf Maßnahmen zur Erhöhung der Produktivität. Hierbei ist Prozessexzellenz ein Schlüssel, um die Wertschöpfung in der Fertigung optimal auszunutzen. Dazu gehört die Investition von rund 1,5 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung bestehender Anlagentechnologien. So erhält Allard-Europe eine weitere Einrichtung zur thermischen Behandlung von Gussteilen, um die Kapazität in der Vergütung von hochverschleißfesten Laufrädern für Hochleistungspumpen zu verdoppeln. Außerdem erfolgt ein Retrofit der Sandregenerierung. Der für die Gussherstellung eingesetzte Formsand kann dann zu 95 Prozent regeneriert werden.

Zur Optimierung bestehender Prozesse setzt Allard-Europe Qualitätssicherungsmethoden wie die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) ein und schließt so Fehlerquellen bereits vor dem Produktionsstart aus. Dadurch sinken die Anzahl von Abweichungen und der Nacharbeitsbedarf. Im Ergebnis steigt die Produktivität. „Unsere Investitionen und Verbesserungsmaßnahmen zahlen auf unser Vorhaben ein, die Marktführerschaft von Allard-Europe im Bereich Meerestiefbau in Westeuropa weiter auszubauen“, betont Stefan Mettler. Zur erfolgreichen Markterschließung tragen zudem die Synergieeffekte mit den Gießereien der DIHAG bei. Gemeinsam mit dem Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf (SHB) arbeitet Allard-Europe beispielsweise an einer Werkstoffentwicklung für Anwendungen unter extrem abrasiven Bedingungen. Kunden von Allard-Europe profitieren von dem gebündelten Know-how und einem breiten Spektrum an Produktionsmöglichkeiten der DIHAG Gruppe auch im Bereich verschleißfester Werkstoffe.

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