Im Winter steigt das Schlafbedürfnis, da der Mangel an Tageslicht die innere Uhr verstellt. Wer im Winter vielleicht eine halbe oder eine Stunde länger schläft und trotzdem müde ist, sollte über einen Matratzenwechsel nachdenken. Aus hygienischen Gründen ist ein Neukauf alle acht Jahre ratsam. Schließlich verbringt der Mensch rund ein Drittel seiner Lebenszeit schlafend, und in dieser Zeit verliert er Schweiß, der in das Gewebe der Matratze eindringt. Beim Kauf einer Matratze ist neben dem Liegekomfort einiges zu beachten. Schadstoffe können Allergien auslösen, leichte Entflammbarkeit ist ein Sicherheitsrisiko und eine schnell durchgelegene Matratze kann Rücken- und Haltungsschäden verursachen. Spätestens wenn sich Kuhlen bilden, ist es Zeit für eine Neuanschaffung. Was für den Verbraucher bei der Wahl der neuen Matratze wichtig ist, weiß TÜV SÜD-Experte Moritz Becker.

Die Auswahl an Matratzen ist enorm. In der Regel steht diese Anschaffung nur alle paar Jahre an und jeder möchte die bestmögliche Entscheidung für sich treffen. Im Handel sind unterschiedlichste Matratzentypen erhältlich. Wie erkennen Verbraucher, welche Matratze die Richtige ist? Neben der persönlichen Vorliebe, ob es eine Federkern-, Latex-, Kalt- oder Polyesterschaum-, Luftkern-, Viskoelastische- oder Naturmatratze sein soll, ist es unerlässlich, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren. Diese genannten Matratzenarten werden von TÜV SÜD geprüft. "Wer sich für eine Matratze mit Prüfsiegel entscheidet, erwirbt ein Produkt, das auf Schadstoffe, die mechanische Belastbarkeit und Entflammbarkeit getestet ist. Dies sind nur drei von rund sechs Kriterien, die von unseren Experten in speziellen Labors geprüft werden", so Moritz Becker.

Prüfung der mechanischen Belastbarkeit

Wer sich etwas Neues kauft, möchte auch möglichst lange etwas davon haben. Die Lebensdauer und Haltbarkeit ist für viele Verbraucher ein wichtiges Kaufkriterium. So wird im Labor die Belastbarkeit auf Grundlage der DIN EN 1957 geprüft. Diese schreibt 30.000 mechanische Prüfzyklen vor, um die mechanische Haltbarkeit zu testen. "Wir testen darüber hinaus die zu erwartende Nutzung für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren oder 120.000 Walkzyklen. Mit einer Walze werden die Wälzbewegungen eines Menschen simuliert. Daraufhin verändern sich die Matratzen natürlich unterschiedlich stark", so Moritz Becker. Es werden die Noten 1 bis 5 vergeben, abhängig davon, wie sich die Matratze nach dieser Belastungsprobe in Höhe und Härte verändert hat.

Beurteilung der Liegeeigenschaften

Ein Produkt kann noch so gute Onlinebewertungen haben, aber es geht nichts über einen Praxistest. Die Experten raten zu einer fachkundigen Beratung im Handel und zum Probeliegen auf verschiedenen Matratzen, denn schließlich verbringt der Mensch in den nächsten Jahren viel Zeit schlafenderweise auf seiner neuen Matratze. So sollten unterschiedlich große und schwere Paare zwei Matratzen für ihre individuellen Bedürfnisse wählen. Das persönliche Empfinden ist wichtig, aber ein Faktencheck ist hilfreich. Viele Hersteller werben beispielsweise mit unterschiedlicher Zoneneinteilung. Hier kommt es auf die passende Körpergröße an. Ein guter Fachverkäufer berät entsprechend und berücksichtigt die unterschiedliche Gewichtsverteilung. Mit der Auslobung "Zoneneinteilung geprüft" im Prüfzeichen ist sichergestellt, dass diese auch ausgeprägt wahrnehmbar ist.

Was wird wie getestet?

Um die Stabilisierung zu prüfen, wird im Labor ein 17,5 kg Gewicht aus 30 cm Höhe auf die Matratze fallen gelassen. Anhand des Nachschwingverhaltens wird bewertet, ob sie zu hart oder zu weich ist. Es werden nicht nur maschinelle Tests mit Walze und Gewichten durchgeführt. Probanden testen mit. Da der Mensch nicht mit seiner gesamten Fläche aufliegt, werden die Kontaktpunkte zwischen Körper und Unterlage ermittelt. Anschließend wird die Druckverteilung auf einer Messplatte ermittelt. Auch diese Werte geben Auskunft über die Reaktion des Materials auf das Gewicht. Bei diesen Tests werden sogar unterschiedliche Körperformen wie zum Beispiel eine A- oder H-Form berücksichtigt. Ein wichtiger Punkt für den Liegekomfort ist auch die stabilisierende Eigenschaft. Wie stark schwingt die Matratze nach, wenn sich der Benutzer hinlegt oder dreht.

Produktion der Matratze

Für eine Zertifizierung ist eine regelmäßige Überprüfung des Produktionsstandortes unabdingbar. "Geprüft wird bei diesen Besuchen, ob der Hersteller in der Lage ist, das Produkt in gleichbleibender Qualität in Serie zu produzieren. So erlischt zum Beispiel ein Zertifikat, wenn unerlaubte Veränderungen am Produkt vorgenommen wurden", so Moritz Becker. Geprüft werden die Schichtung der einzelnen Lagen und die verwendeten Materialien.

Haltbarkeit und Pflege

Zur Langlebigkeit kann der Verbraucher mit guter Pflege beitragen. Bei jedem Bettbezugwechsel sollte idealerweise die Matratze gedreht und gewendet werden, spätestens allerdings alle drei Monate. Das sorgt für eine gute Belüftung und beugt Kuhlenbildung vor. Betten ohne Bettkästen sorgen für eine gute Belüftung von unten und dämmen die Vermehrung der Hausstaubmilben ein. Der Matratzenbezug sollte gut waschbar sein und alle drei Monate in die Waschmaschine.

Tipps im Überblick:

  • Auf das TÜV SÜD-Prüfsiegel achten
  • Beratung einholen
  • Probe liegen
  • Belastbarkeit und Liegeeigenschaften prüfen
  • Material auf Schadstoffe geprüft
  • Sicherheitsaspekt Entflammbarkeit
  • Matratze pflegen (wenden, belüften, Bezug waschen)
  • Nutzungsdauer von höchstens acht Jahren nicht überschreiten

Wer ein sicheres Produkt kaufen möchte, orientiert sich am besten an dem TÜV SÜD-Siegel "Qualität geprüft". Die Bewertungsmaßstäbe zu den einzelnen Prüfpunkten werden laufend angepasst und orientieren sich an den Prüfungen der Stiftung Warentest. Die Tests werden ausschließlich in akkreditierten Laboren durchgeführt. Dort finden chemische Prüfungen und mechanische Tests mit Probanden statt. Der Hersteller ist verpflichtet, die festgelegten Standards einzuhalten.

Weitere Informationen: https://www.tuev-sued.de/… matratzen

Über die TÜV SÜD AG

Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Mehr als 24.000 Mitarbeiter sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. www.tuev-sued.de

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

TÜV SÜD AG
Westendstraße 199
80686 München
Telefon: +49 (89) 5791-0
Telefax: +49 (89) 5791-1551
http://www.tuvsud.com/de

Ansprechpartner:
Dirk Moser-Delarami
Unternehmenskommunikation / Corporate Communications
Telefon: +49 (89) 5791-1592
Fax: +49 (89) 5791-2269
E-Mail: Dirk.Moser-Delarami@tuev-sued.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel