Impulse aus Forschung, Wissenschaft und Praxis – Innovationen im klinischen Workflow-Management

In vielen Organisationen wird Workflow-Management noch immer als technisches Hilfsmittel (IT-Unterstützung) oder reines Effizienzprojekt (z. B. Prozessdokumentation) verstanden. Doch dieser Blick greift zu kurz. In einer Arbeitswelt, die von Zeitdruck, Fachkräftemangel und steigender Komplexität geprägt ist, entscheidet nicht mehr eine einzelne Maßnahme, sondern die Qualität der Arbeitsabläufe über Leistungsfähigkeit und Zukunftssicherheit.

Workflow-Management setzt genau dort an, wo im Alltag die meiste Zeit verloren geht. Zeitfresser wie unnötig suchen, laufen, telefonieren, nachfragen, warten, etwas holen, doppelt machen oder korrigieren sind keine Ausnahme, sondern vielerorts ein häufig beobachtetes Phänomen. Durch klar definierte Arbeitsschritte und abgestimmte Prozesse lassen sich diese Reibungsverluste systematisch vermeiden. Effizienz entsteht dabei nicht durch Mehrarbeit, sondern durch optimierte Arbeitsabläufe.

Ein zentraler Nutzen liegt in der Verbesserung von Kommunikation, Koordination und Informationsfluss. Moderne Workflows stellen sicher, dass Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sind. Mitarbeitende werden rechtzeitig und zuverlässig über neue Aufgaben, Freigaben oder Änderungen informiert. Der Aufwand für Informationsbeschaffung sinkt deutlich – ebenso wie der Bedarf an Rückfragen, Telefonaten oder E-Mails. Das Ergebnis ist eine spürbare Entlastung und mehr Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten.

Gleichzeitig stärkt Workflow-Management die Zusammenarbeit. Kaum ein Arbeitsschritt steht für sich allein. Prozesse bauen aufeinander auf und erfordern die Vorarbeit anderer. Transparente Workflows schaffen ein gemeinsames Verständnis für Teamarbeit, Verantwortlichkeiten und Übergaben. Zusammenarbeit wird dadurch verbindlicher, planbarer und effizienter – ein wesentlicher Faktor für Qualität und Motivation.

Nicht zuletzt liefert Workflow-Management eine Grundlage für fundierte Entscheidungen. Durch kontinuierliches Monitoring stehen aktuelle Status- und Leistungsinformationen zur Verfügung. Engpässe, Abweichungen oder Optimierungspotenziale werden frühzeitig sichtbar. Entscheidungen basieren nicht länger auf Einzelwahrnehmungen oder Bauchgefühl, sondern auf verlässlichen Daten aus dem laufenden Betrieb.

Damit wird deutlich: Workflow-Management ist kein isoliertes Instrument, sondern ein ganzheitlicher Ansatz. Er verbindet Effizienz, Transparenz, Kommunikation und Teamarbeit zu einem stabilen Fundament für nachhaltigen Erfolg. Organisationen, die ihre Workflows konsequent gestalten, schaffen die Voraussetzung für höhere Qualität, motivierte Mitarbeitende und nachhaltigen Erfolg.

Oder anders gesagt: Gute Workflows sind kein „Nice-to-have“, sondern eine zentrale Voraussetzung für gute Ergebnisse, Entlastung und Zukunftsfähigkeit.

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Über den Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V.

"Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden."

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