Biallo-Tipp: Eine Gehaltserhöhung bringt natürlich die Verlockung mit, sich einen höheren Lebensstandard zu leisten. Warum auch nicht? Allerdings sollten Sie mit jeder Gehaltserhöhung auch Ihre Sparrate erhöhen – denn auch Ihre Notfallreserve muss mitwachsen – zum Beispiel auf dem Tagesgeldkonto. Bedenken Sie auch, dass Anschaffungen, wie ein neues, teures Auto auch oft mehr Folgekosten mit sich bringen und Ihre Ausgabenseite vergrößern. Ein Porsche etwa verursacht höhere Werkstattkosten und Versicherungsbeiträge als ein bescheidenerer Dacia.
Sparen fürs Alter: Der richtige Zeitpunkt
„Es gibt keinen fixen Zeitpunkt, wann man fürs Alter sparen sollte. Das kommt ganz auf den individuellen Fall an“, sagt Finanzexperte Larisch. Wer schon als Berufseinsteiger viel verdient, kann von Anfang an etwas zurücklegen. Wer wenig hat, braucht länger, um erst mal seine Rücklage aufzubauen. Grundsätzlich gilt: „Wer von 3.000 Euro netto im Monat lebt, muss ungleich mehr fürs Alter zurücklegen, als jemand, der deutlich mehr verdient. Denn der Geringverdienende wird eine geringe Rente erhalten“, so Larisch. Der Zeitpunkt hängt auch davon ab, womit Sie im Alter – oder auf dem Weg dahin – einmal finanziell rechnen können: Beamte können anders denken als Angestellte oder Selbstständige, die gar keine Rente erhalten. Vielleicht gehört Ihnen ja auch schon ein Vermögen oder Sie werden etwas erben. Oder Sie erhalten ein vorweggenommenes Erbe Ihrer Eltern, um eine Immobilie zu finanzieren. Dies alles wirkt sich auf den Zeitpunkt aus, zudem Sie mit dem Altersvorsorgesparen beginnen.
Biallo-Tipp: Auch wenn Sie nur den Mindestlohn verdienen oder als Teilzeitkraft oder Minijobber arbeiten, sollten Sie versuchen, finanziell fürs Alter vorzusorgen. Tipps, wie Sie auch mit wenig Geld fürs Alter vorsorgen können, gibt Ihnen ein weiterer Ratgeber von biallo.de.
Das hat es mit der Sparrate und Rentenlücke auf sich
Sparrate: Als sehr grobe Faustregel gilt: Etwa 15 Prozent vom Bruttogehalt sollten Sie fürs Alter zur Seite legen. Das kann im Einzelfall zu viel oder zu wenig sein. Aber es ist zumindest ein Anhaltspunkt, in welche Richtung die Reise gehen sollte.
Rentenlücke: Daneben steht Ihr Sparziel, nämlich Ihre individuelle Rentenlücke zu schließen. Schon als Berufsanfänger darüber nachzudenken, welchen finanziellen Bedarf Sie später mal im Alter haben, ist kaum möglich. Etwas später im Leben, wenn Sie im Job etabliert sind, bereits regelmäßig sparen, vielleicht eine Familie gründen, ist das der typische Zeitpunkt, mal seine Rentenlücke zu berechnen. Als sehr grobe Faustregel gilt: Um den Lebensstandard zu halten, benötigen Sie etwa 80 Prozent des Nettogehalts im Alter – mögliche Erbschaften oder vorhandenes Vermögen sind hier natürlich nicht berücksichtigt. Von der Renteninformation ist Jahr für Jahr abzulesen, wie viel Rente Sie erwartungsgemäß einmal erhalten werden. Die Differenz zwischen einerseits der Rente und andererseits dem Ausgabenbedarf inklusive Einkommensteuer, Sozialversicherungsbeiträgen und Inflationsanpassung ist die Rentenlücke, die Sie privat ansparen müssen. Lesen Sie auf biallo.de mehr dazu im Ratgeber „Finanzielle Sicherheit im Ruhestand: So schließen Sie Ihre Vorsorgelücke“.
Je früher Sie fürs Alter anfangen zu sparen, desto mehr profitieren Sie vom langen Sparzeitraum. Ihre Sparrate und Ihre Rentenlücke sollten im besten Fall zueinander finden.
Verwendete Quellen:
- Experteninterview: Merten Larisch, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Bayern e.V.
- Vergleichsrechner und Ratgeber auf biallo.de
- ExtraETF: https://extraetf.com/…
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