Wenn Sie auch als Aktivrentner zu den Gutverdienern gehören, sind Sie ja vielfach gar nicht auf die Rente angewiesen. Bei der Personengruppe, auf die die Aktivrente abzielt (insbesondere auf qualifizierte Fachkräfte), reden wir ja über ein Lohnniveau von weit über 4.000 Euro brutto monatlich. Es besteht also keine Notwendigkeit, diese zu beantragen. Hier ist zu betonen: Die Rente gibt es in Deutschland niemals automatisch ab einem bestimmten Alter, sondern nur auf Antrag. Wer mit 70 erst Rente beantragt, bekommt eben erst mit 70 Rente – dann aber deutlich mehr. Wie dabei gerechnet wird, zeigen wir Ihnen unten. Nur: Kann sich das überhaupt lohnen?

Zunächst zur Orientierung zwei Werte: Männer im Alter von 67 Jahren können in Deutschland im Schnitt noch mit 16 weiteren Lebensjahren rechnen, bei Frauen sind es 18 Jahre. Wie gesagt: Im Schnitt. Besserverdiener und gut Qualifizierte haben ohnehin gemeinhin gute Chancen, den Durchschnitt zu toppen. Soviel vorweg.

Und so sieht die Rechnung aus: Zum einen müssen Sie wie geschildert bei einem recht hohen Arbeitseinkommen mit einer erheblichen steuerlichen Belastung Ihrer Rente rechnen. Das spricht gegen den sofortigen Rentenbezug.

Dagegen spricht weiterhin: Bei einem temporären Rentenaufschub steigt Ihre spätere Rente pro Monat des Verzichts um 0,5 Prozent an. Der spätere Renteneintritt wird damit von der Rentenversicherung „belohnt“.

Zurück zum Beispiel Elvin S.: Er hat ein Bruttoentgelt von 4.000 Euro und könnte ab Januar 2026 eine reguläre Altersrente in Höhe von 2.000 Euro brutto erhalten. Nehmen wir an, er nimmt die Rente erst im Juli 2027 in Anspruch. Bis dahin gilt er im Job auch grundsätzlich als rentenversicherungspflichtig, da er sich zunächst gegen den Rentenantrag entschieden hat.

Bis 2027 kann er allein durch den Aufschub des Antrags auf seine bis Ende 2025 erworbenen Ansprüche ein Rentenplus von neun Prozent hinzurechnen. Aus brutto 2.000 Euro Monatsrente (Stand heute) würden dann 2.180 Euro (Stand Juli 2027). Da er zudem in seinem Beschäftigungsverhältnis rentenversicherungspflichtig ist, erwirbt er durch die weitere Beitragszahlung im Jahr 2026 neue Rentenansprüche von rund 38 Euro monatlich. Diese werden ihm bei einem Renteneintritt im Juli 2027 wiederum mit einem Plus von neun Prozent gutgeschrieben. Er kommt damit auf zusätzliche 42 Euro, insgesamt also auf eine Bruttorente von 2.222 Euro. Und das ohne Berücksichtigung der beiden Rentenerhöhungen (Juli 2026 und 27), mit denen bis dahin zu rechnen ist. Die Beiträge von Januar bis Juni 2027 werden ihm übrigens im Juli 2028 bei der jährlichen Rentenanpassung gutgeschrieben – in diesem Fall mit einem Zuschlag von 15 Prozent, da dieser neue Teil der Rente ja um 30 Monate verspätet bezogen wird.

Fazit: Der Rentenaufschub ist für Aktivrentner finanziell gesehen eine sehr interessante Option.

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