Was in der Planung übersehen wird, fällt in der Umsetzung auf der Baustelle doppelt ins Gewicht. Ohne durchgängige Begleitung gehen Wissen und Struktur verloren – mit spürbaren Folgen für Termine, Kosten und Qualität.

Die Intralogistik steht unter Druck: steigende Automatisierungsgrade, komplexere Bauvorhaben und immer engere Zeitfenster. Während in der Planung oft strukturiert und interdisziplinär gearbeitet wird, bricht diese Durchgängigkeit in der Realisierung vielfach weg. Der Übergang von Planung zu Umsetzung ist jedoch der Moment, in dem sich entscheidende Fehler offenbaren. Wenn der ursprünglich verantwortliche Planer das Projekt nach der Ausschreibungsphase verlässt, gehen jedes Mal etliche konkrete Erfahrungen und Learnings verloren. Dies schadet dem aktuellen, wie auch den nächsten Projekten. Die Logistikexpert:innen der T&O Group, insbesondere das Schweizer Planungsteam von agiplan.ch, beobachten diesen Wissensverlust regelmäßig in Projekten mit hohem Automatisierungsgrad.

Warum die Realisierung der kritischste Projektabschnitt ist

In der Projektpraxis zeigt sich, dass die meisten Herausforderungen nicht am Schreibtisch entstehen, sondern auf der Baustelle. Während die Planung Modelle, Lastenhefte und Funktionsbeschreibungen liefert, werden in der Realisierung Systeme, Gewerke und Schnittstellen in die Praxis überführt. Hier treffen Bau, Logistik und IT physisch zusammen, dies häufig unter hohem Termin- und Kostendruck.

Erst jetzt zeigt sich, ob definierte Schnittstellen funktionieren, ob Anforderungen richtig verstanden wurden und ob die beteiligten Gewerke dieselbe Sprache sprechen. Kleine Unschärfen aus der Planungsphase entwickeln sich in der Umsetzung schnell zu Konflikten oder Nachträgen. Das macht die Realisierung zum risikoreichsten und zugleich lernintensivsten Projektteil.

Wenn der Planer nicht vor Ort ist, um die Herausforderungen in der Realisierung beobachten, zu analysieren und zu dokumentieren, bleibt dieses Wissen beim Lieferanten oder verschwindet ganz. Ohne einen systematischen Rückfluss dieser Erkenntnisse in die Planungsabteilung oder zu den beratenden Ingenieuren entsteht ein "Groundhog Day"-Effekt: Im nächsten Projekt werden wieder dieselben unklaren Schnittstellenlisten verwendet, wieder werden die Anforderungen an Leistungstests zu vage formuliert, und wieder wird man von denselben baulichen Problemen überrascht. Kontinuität in der Begleitung bedeutet, dass der Planer die Narben der Realisierung in das nächste Design einfliessen lässt.

Die Kosten des Verzugs

Bei Intralogistikprojekten ist Zeit bares Geld. Wenn ein automatisiertes Lager drei Monate später in Betrieb geht, bedeutet das für den Bauherrn oft die Weiterführung teurer Aussenlager, Überstunden im manuellen Betrieb oder gar Lieferunfähigkeit gegenüber Schlüsselkunden. Die Kosten für die Planungsbegleitung sind im Vergleich zu den Kosten eines verzögerten Go-Live vernachlässigbar. Zudem wirken sich Quick-Fixes in der Realisierung über Jahre hinweg negativ auf den OPEX aus.

Allein die Präsenz eines fachkundigen Vertreters des Bauherrn (des Planers) verändert das Verhalten der Lieferanten. Wo ein Laie leicht mit technischem Jargon "überfahren" werden kann, sorgt der Experte für eine Kommunikation auf Augenhöhe. Dies reduziert die Neigung zu qualitativ fragwürdigen Abkürzungen während der heissen Phase der Inbetriebnahme.

Die Rendite der Durchgängigkeit

In einem Marktumfeld, das von Fachkräftemangel, steigenden Energiekosten und extremem Zeitdruck geprägt ist, kann es sich kein Unternehmen leisten, Intralogistikprojekte als "Black Box" zu betrachten. Die Vorstellung, dass mit der Unterschrift unter den Lieferantenvertrag die Verantwortung des Planers endet, ist oft eine sehr teure Fehlannahme. Die durchgängige Planungsbegleitung bis zum Abschluss der Realisierung ist keine Zusatzoption, sondern ein wichtiges Werkzeug für die Erreichung der Projektziele. Diese Erfahrung teilt auch agiplan.ch, die auf durchgängige Begleitung von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme spezialisiert ist – ein Ansatz, der sich in zahlreichen Projekten der T&O Group bewährt hat. Eine durchgängige Begleitung ist zwar keine Garantie auf Erfolg, senkt jedoch das Risiko von Verzögerungen, teuren Anpassungen und Missverständnissen erheblich. Vor allem stellt sie sicher, dass wertvolles Erfahrungswissen aus der Umsetzung erhalten bleibt und direkt in künftige Projekte einfließt.

In einem privaten Bauprojekt bleibt der Architekt in der Regel auch während der Umsetzung involviert – aus gutem Grund. Bei komplexen Intralogistikprojekten gilt das Gleiche: Kontinuität über alle Phasen hinweg ist ein entscheidender Faktor für ein planbares Ergebnis.

Über T&O Group

Die Marke agiplan.ch repräsentiert das Leistungsfeld Logistics Excellence innerhalb der T&O Group. Sie bietet neben Logistikberatung auch die Planung individueller Logistiklösungen und -prozesse, inklusive Umsetzungsmanagement. agiplan.ch steht für Planung und die Realisierung effizienter und zukunftsweisender Logistiksysteme.

Die agiplan ag ist ein Tochterunternehmen der T&O Group, der Unternehmensberatungs-gruppe für Strategieentwicklung, Planung und operative Umsetzung mit Fokus auf die Bereiche Industrie, Fabrik- und Logistikplanung, Mobility Maintenance und Prozessmanagement. Wir begleiten Unternehmen seit 1989 bei der erfolgreichen Transformation hin zu effizienten und resilienten Organisationen. Unsere TOP-Methode verbindet Technik, Organisation und Prozesse zu nachhaltigen Lösungen und sichert damit die Wettbewerbsfähigkeit. Unser internationales Team besteht aus über 85 Mitarbeitenden an fünf Standorten in Europa und den USA und agiert international.

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