Wie kann die digitale Transformation zu einer echten Chance für den Mittelstand werden? Diese Frage beantworteten Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG, und Prof. Dr. Thomas Hess vom Institut für Digitales Management und Neue Medien an der LMU München bei den 15. Denkanstößen der IHK Heilbronn-Franken.

Für Dr. Thomas Olemotz ist Künstliche Intelligenz (KI) eine unternehmerische Notwendigkeit zur Zukunftssicherung von Unternehmen. Der Vorstandsvorsitzende der Bechtle AG weiß, wovon er spricht, vertritt er doch einen der führenden europäischen IT-Dienstleister aus Neckarsulm und etwa 70.000 Kunden, die zu einem Großteil aus dem Mittelstand kommen.

Bei den 15. Denkanstößen der IHK Heilbronn-Franken im Haus der Wirtschaft am Donnerstagabend erläuterten Dr. Thomas Olemotz und Prof. Dr. Thomas Hess von der LMU München, der auch Mitglied im Aufsichtsrat der Bechtle AG ist, in Impulsen und im Gespräch mit IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring, wie die digitale Transformation zu einer echten Chance für den Mittelstand werden kann. „Die technischen Möglichkeiten stehen bereit“, ist sich   Olemotz sicher: „Wir müssen die PS nur auf die Straße bringen.“

Die Erkenntnis ist zumindest grundsätzlich bei den Unternehmen angekommen.  Olemotz verwies auf eine bitkom-Erhebung, nach der 90 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen KI als äußerst wichtig für die künftige Wettbewerbsfähigkeit erachten, aber nur 17 Prozent KI-Lösungen tatsächlich im eigenen Betrieb einsetzen.

Was also hält die Unternehmen zurück? Die richtige Strategie, ein klares Zielbild, eine Führungskraft, die das Thema vorantreibt, Mut und Schnelligkeit. Da sind sich Olemotz und Hess einig. „Für einen Erfolg sind große Schritte notwendig“, sagte Hess. „Wenn die Richtung fehlt, fehlt auch die Durchschlagkraft.“ Ein Verschieben des Themas in die IT-Abteilung ist für ihn wenig erfolgversprechend. „Pseudolösungen funktionieren nicht. Es braucht eine Führungskraft, die das Thema vorantreibt, die Durchsetzungskraft und die nötigen finanziellen Mittel einbringt. Und der es gelingt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit auf den Weg zu nehmen.“

KI ist Chefsache und keine Herausforderung, die ein mittelständisches Unternehmen allein angehen sollte. Olemotz und Hess plädierten für die Anbindung an überregionale KI-Ökosysteme. „Ein Ökosystem wie das IPAI in Heilbronn zum Beispiel, das mittelständischen Unternehmen geradezu traumhafte Voraussetzungen bietet“, wie Elke Döring hervorhob.

In der anschließenden Diskussionsrunde sprach Elke Döring ein weiteres brennendes Thema der Unternehmen an: die Cybersicherheit. Auch die ist bei Bechtle direkt am Vorstandsvorsitzenden angesiedelt, was die herausragende Bedeutung der digitalen Sicherheit aufzeigt. Wo fängt Datensicherheit an? Beim Backup, wie Olemotz betonte: „Die Backup-Qualität ist in vielen Unternehmen nicht dort, wo sie sein sollte. Bei einem Cyberangriff bedeutet das: Es wird teuer und dauert.“

Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Transformation stehen auch im Fokus der IHK Heilbronn-Franken und sind ein Schwerpunkt der IHK-Strategie 2030+. Darauf wies IHK-Präsidentin Kirsten Hirschmann in ihrer Begrüßung hin. „Dabei geht es um digitale Prozesse innerhalb der IHK und deren Dienstleistungen für die Mitgliedsunternehmen. Wir verstehen uns aber auch als zentraler Treiber und Netzwerker der Entwicklung und Implementierung von KI-Anwendungen für den Mittelstand in der Region“, so die IHK-Präsidentin

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