Der Nachfrageboom, den das Bausparen nach der Zinswende in den Jahren 2022 und 2023 erfahren hat, ist vorbei: Das Neugeschäft der Bausparkassen hat sich inzwischen wieder auf einem normalen Niveau stabilisiert. Bezogen auf die Anzahl der Verträge schrumpfte der Gesamtmarkt in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 um etwa 15 Prozent.

Gleichzeitig kletterte aber der Bestand an Bauspardarlehen nach oben – zum Teil sogar deutlich. Bei den Landesbausparkassen betrug der Zuwachs bezogen auf die Summe aller Bauspardarlehen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 gut 40 Prozent. Die Debeka verzeichnete im gleichen Zeitraum ein Bestandswachstum an Krediten von 20 Prozent und auch beim Marktführer Schwäbisch Hall werden wieder vermehrt Darlehen in Anspruch genommen. Der Grund ist offensichtlich: Im Vergleich zu den zuletzt teurer gewordenen Hypothekendarlehen bieten Bauspardarlehen oft deutlich günstigere Zinsen. Aktuell bewegen sich die Sollzinsen der Bauspardarlehen je nach Tarif und Anbieter etwa zwischen 0,45 und 4,65 Prozent, häufig liegen die Zinsen im Bereich von rund 1,4 bis 2 Prozent effektiv.

Wer also vor Jahren in der Niedrigzinsphase entgegen dem damaligen Trend einen Bausparvertrag abgeschlossen hat, profitiert heute: Der oder die Sparende hat ein Anrecht auf eine besonders zinsgünstige Immobilienfinanzierung. Einsetzen lässt sich der Bausparvertrag auch für eine Anschlussfinanzierung oder für größere Sanierungen an Altbauten. Gerade Letzteres ist aufgrund des allgemein wachsenden Drucks, die eigene Immobilie energetisch fit zu machen, ein immer häufigeres Motiv für den Abschluss eines neuen Bausparvertrags.

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