Mit „Horst Antes. Eine Sammlung“ widmet das Sprengel Museum Hannover einem der bedeu-tendsten Vertreter der neuen Figuration in Deutschland eine umfassende Schau. Horst Antes, ge-boren 1936 in Heppenheim, zählt seit den 1960er-Jahren zu den prägenden Künstlerpersönlichkei-ten der deutschen Nachkriegskunst. Seine ikonischen „Kopffüßler“ und späteren Haus-Archetypen machten ihn international bekannt.

DAS OEUVRE IM ÜBERBLICK
Rund 80 Gemälde von den frühen 1960er-Jahren bis in die Gegenwart geben einen konzentrierten Einblick in das vielschichtige OEuvre von Antes. Die Präsentation hat Kurator Reinhard Spieler in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entwickelt und als Gesamtinszenierung angelegt. Sie greift die An-mutung eines Ateliers auf und eröffnet neue Perspektiven auf die formale Strenge und die kon-zentrierte Bildwirkung seiner reduzierten, oft frontal gesetzten Figuren, deren Bildsprache in radikal reduzierter Form Fragen nach Identität, Körper und Raum verhandelt.

UNKONVENTIONELLE PRÄSENTATION UND HÄNGUNG
Die Schau bietet einen unkonventionellen Zugang zu Horst Antes’ Werk. Die Hängung orientiert sich an einer Werkstattinstallation: Einige Gemälde sind hoch an einer oberen Linie der Ausstellungshalle ausgerichtet, andere hängen ungewöhnlich tief, dazwischen finden sich Arbeiten auf Augenhöhe. Die gesamte Anordnung erinnert an Antes’ Atelier, in dem Werke sowohl an der Wand hängen als auch auf dem Boden stehen. Durch die ungewöhnliche Präsentation werden die Betrachtenden aufgefor-dert, sich anders als üblich im Raum zu bewegen, um die Arbeiten vollständig zu erfassen.

Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museum Hannover und Kurator der Ausstellung:

„Antes’ Werk ist eigenwillig und zugleich zugänglich – geprägt von formaler Konsequenz, ge-danklicher Tiefe und einem feinen Gespür für Irritation und Humor, der sich auch in der Prä-sentation spiegelt. Die Hängung fordert die Betrachtenden heraus, sich durch den Raum zu bewegen und die Werke aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben, was die Begegnung mit Antes’ Kunst intensiv und unmittelbar macht.“

Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung ist das monumentale, siebenteilige Skulpturenensemble „Garten der Lüste“ (1967), das ursprünglich für die Bundesgartenschau in Karlsruhe entstand und heute im Ludwig Forum in Aachen beheimatet ist. In Kombination mit der Gemäldesammlung ent-steht ein spannungsreiches Zusammenspiel von Raum, Figur und Installation.

DIE SAMMLUNG WOLF UND URSULA HERMANN
Die Ausstellung zeigt die bedeutende Sammlung von Wolf und Ursula Hermann. Das Sammlerpaar vermachte sie dem Museum 1987; seitdem wurde sie bis ins Jahr 2023 kontinuierlich durch einen Nachlassverwalter erweitert. Heute gilt sie als die umfangreichste öffentliche Sammlung von Werken des Künstlers. Hervorgegangen aus einer konsequent auf ein künstlerisches OEuvre ausgerichteten Sammeltätigkeit, dokumentiert sie die Entwicklung von Antes’ Bildfindungen in außergewöhnlicher Dichte und Breite. Ihren Ausgang nahm die Sammlung in einer Begegnung der Hermanns mit Horst Antes im Jahr 1969, die zu einer konsequenten Fokussierung ihrer Sammeltätigkeit führte. Statt ein-zelner Werke stand fortan ein gesamter künstlerischer Kosmos im Mittelpunkt – ein vielschichtiges Gefüge aus Malerei, Skulptur, Zeichnung und Druckgrafik. Heute umfasst die Sammlung Arbeiten aus mehr als sechs Jahrzehnten.

BEGLEITENDER KATALOG
Anlässlich der Ausstellung „Horst Antes. Eine Sammlung“ erscheint im Hatje Cantz Verlag voraussicht-lich Mitte Mai 2026 ein begleitender Katalog mit Beiträgen von Hans-Joachim Müller, Annett Reckert und Reinhard Spieler.

ERÖFFNUNG
FR 10.4.26, 19.00 Uhr

Reinhard Spieler
Direktor Sprengel Museum Hannover und Kura-tor der Ausstellung

im Gespräch mit
Kaloki Nyamai
Künstler der Installation im Calder-Saal

LAUFZEIT
11.4. BIS 5.7.26

FÖRDERUNG UND KOOPERATION
HORST ANTES. EINE SAMMLUNG

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