Geboren in Mühlhausen, blickt Tekknotron heute offen auf seine Herkunft zurück. Die Stadt hat ihn geprägt, doch aus persönlichen Gründen musste er sie verlassen. Rückblickend sagt er: „Wäre ich dort geblieben, wäre ich heute tot.“Dieser Bruch markierte den Wendepunkt seines Lebens und ist die Grundlage für den unerschütterlichen Willen, seinen eigenen Weg zu gehen.
Ein großer Teil des Albums widmet sich dem Thema Familie. Tekknotron hatte in seinem Leben bereits zwei Stiefväter: Der eine stellte stets seinen eigenen Vorteil in den Vordergrund, beim anderen erkannte er erst Jahre später den wahren Wert der Lektionen, die er ihm mitgab. Zu seinem leiblichen Vater hat er keinen Kontakt und lehnt diesen bewusst ab – für ihn bedeutet „Vater“ mehr als nur die Zeugung eines Kindes.
Heute begleitet seine Mutter ein neuer Partner, der für Tekknotron zu einer Schlüsselfigur wurde. Dieser Mann lebt mit der unheilbaren Krankheit ALS, derselben Erkrankung, die auch Stephen Hawking hatte. Trotz der enormen Einschränkungen – fehlende Bewegungsfähigkeit, Ernährung über eine Kanüle – war er für Tekknotron jeden Tag präsent. Von ihm lernte er, worauf es im Leben wirklich ankommt: Gesundheit, Durchhaltevermögen und die Kraft, an seinen Träumen festzuhalten. Sein Satz „Nix kommt von allein“ wurde für Tekknotron zum Leitspruch und zur Motivation, für Musik und Leben gleichermaßen zu kämpfen.
Auch Freundschaften spielen in „Ich“ eine zentrale Rolle. Wahre Freunde, die Halt gaben, stehen im Kontrast zu falschen Wegbegleitern, die ihn bremsten oder ihm Steine in den Weg legten. Diese Ambivalenz zeigt das Album in all seinen Schattierungen – nicht als Schwarz-Weiß-Malerei, sondern als ehrliches Bild des Lebens.
Seine heutige Heimat Leipzig ist mehr als nur Kulisse. Die Stadt wurde zu seinem Nährboden, voller Energie, Härte und Chancen. Zwischen Straßen, Plattenbauten und Clubnächten hat er gelernt, wer er ist – und dass Fallen nur ein Anlauf ist, um wieder aufzustehen.
Musikalisch bleibt Tekknotron seiner Linie treu: Hardtekk mit Seele. Doch diesmal sind es nicht nur kompromisslose Drops und wuchtige Basslines. Zwischen den Soundgewittern verbergen sich Geschichten, Narben und Erkenntnisse, die das Album einzigartig machen. „Ich“ ist kein reines Clubalbum, sondern auch ein Werk für stille Momente – ehrlich, verletzlich und direkt.
Mit „Ich“ setzt Tekknotron ein klares Statement: hinter dem Künstler steht ein Mensch, der gekämpft, gelitten, gelernt und sich neu aufgebaut hat. Ein Mensch, der seine Vergangenheit nicht verdrängt, sondern in Musik verwandelt – roh, authentisch und voller Kraft.
Release: Anfang September 2025
Tekknotron
Rabet 19
04315 Leipzig
Telefon: +49 (155) 63769633
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