„Die Digitalisierung ist nicht nur ein Thema der IT – vorab sollten die Prozesse richtig fließen.“
Noch immer wird Digitalisierung häufig mit der Einführung neuer Systeme, Tools oder Software gleichgesetzt. Doch Technologie allein löst nicht alle Probleme. Wenn Prozesse unklar, widersprüchlich oder ineffizient sind, digitalisieren wir vor allem eines: bestehende Schwächen.
Genau hier setzt professionelles Workflow-Management an. Es beantwortet die entscheidende Frage vor jeder IT-Entscheidung: Wie muss Arbeit organisiert sein, damit sie effizient, sicher und sinnvoll ablaufen kann? Erst wenn diese Grundlage geschaffen ist, kann Digitalisierung ihren Nutzen entfalten.
Wirksames Workflow-Management erfordert mehr als punktuelle Optimierungen. Es braucht eine klare organisatorische Verankerung, einen professionellen und effizienten Managementprozess sowie die konsequente Einbindung aller relevanten Berufsgruppen. Nur wenn diejenigen beteiligt sind, die täglich in den Prozessen arbeiten, lassen sich reale Verbesserungspotenziale identifizieren und umsetzen.
Entscheidend ist dabei der Gedanke der Kontinuität. Die Ausschöpfung von Verbesserungspotenzialen darf keine einmalige Aktion bleiben. Nachhaltige Wirkung entsteht nur durch einen geschlossenen Kreislauf aus Dokumentation, Analyse, Umsetzung und Überprüfung. Dieser kontinuierliche Verbesserungsprozess sorgt dafür, dass Organisationen langfristig lernfähig bleiben – und sich dauerhaft Wettbewerbsvorteile sichern.
Ein weiterer zentraler Vorteil liegt in der Transparenz der Vorgehensweise. Klar dokumentierte und gelebte Workflows reduzieren Einarbeitungszeiten, erhöhen die Planungssicherheit und schaffen Orientierung für Mitarbeitende. Gleichzeitig lassen sich Projekterfahrungen systematisch wieder- und weiterverwenden. Das senkt Projektrisiken, beschleunigt die Umsetzung und reduziert Kosten.
Aus wirtschaftlicher Sicht ist Workflow-Management damit kein langfristiges Experiment, sondern ein hochwirksames Investitionsinstrument. Durch die strukturierte Vorgehensweise stellt sich der Return on Investment in der Regel kurzfristig ein – nicht zuletzt, weil ineffiziente Abläufe, Doppelarbeiten und Fehlerquellen frühzeitig identifiziert und beseitigt werden.
Ein phasenbasiertes Vorgehensmodell hat sich dabei besonders bewährt. Es ermöglicht einen ganzheitlichen Blick auf Prozesse – von der strukturierten Dokumentation über die Analyse bis hin zur kontinuierlichen Verbesserung. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sie macht den Weg frei für bessere Abläufe.
Fazit: Wer Digitalisierung erfolgreich gestalten will, muss bei den Prozessen beginnen. Erst wenn Arbeit sinnvoll organisiert ist, kann Technologie echten Mehrwert schaffen. Workflow-Management ist damit keine Ergänzung zur Digitalisierung – es ist Voraussetzung.
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"Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden."
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