Ob Sofa, Matratze, Autositz oder Teppich: Polstermöbel und textile Oberflächen nehmen im Alltag Staub, Hautschuppen und Flüssigkeiten auf. Waschsauger versprechen eine gründliche Tiefenreinigung und werden zunehmend für den Einsatz in Haushalt genutzt. Doch Leistungsfähigkeit, Handhabung und Sicherheit unterscheiden sich je nach Modell deutlich. TÜV SÜD-Produktexperte Florian Jahn erklärt, worauf Verbraucher beim Kauf und bei der Anwendung achten sollten.

Waschsauger arbeiten nach dem sogenannten „Sprühextraktionsprinzip“: Wasser oder eine Reinigungslösung wird in die Textilien eingesprüht und anschließend zusammen mit dem gelösten Schmutz wieder abgesaugt. Im Vergleich zum herkömmlichen Staubsauger lassen sich so auch tiefer sitzende Verschmutzungen entfernen. Die Geräte eignen sich insbesondere für Haushalte mit Kindern, Haustieren oder Allergikern. Wichtig ist jedoch, dass die zu reinigenden Materialien und Oberflächen für die Nassreinigung geeignet sind.

Was zeichnet einen guten Polstersauger aus?

  • Ausreichende Reinigungsleistung: Eine starke Saugleistung ist entscheidend, damit Feuchtigkeit und Schmutz möglichst vollständig wieder aufgenommen werden. Eine gute Rücksaugung verkürzt die Trocknungszeit und reduziert das Risiko von Geruchsbildung oder Schimmel. „Eine hohe Motorleistung ist ein guter Indikator dafür, garantiert aber noch kein gutes Reinigungsergebnis. Wichtig ist das Zusammenspiel aus Wasserauftrag, Bürstenwirkung und effektiver Absaugung“, erklärt der Produktexperte.
  • Getrennte Frisch- und Schmutzwassertanks: Zwei klar getrennte, leicht entnehmbare Behälter erleichtern die hygienische Handhabung. Transparente Tanks ermöglichen eine einfache Füllstandskontrolle.
  • Geeignete Düsen und Aufsätze: Spezielle Polster-, Fugen- oder Handdüsen verbessern die Reinigungswirkung auf kleinen oder schwer zugänglichen Flächen, zum Beispiel auf Autositzen oder in Sofaritzen.
  • Sichere Konstruktion und Verarbeitung: Dicht schließende Tanks, robuste Schläuche und stabile Verbindungen verhindern das Austreten von Wasser. Ein kippsicheres Gehäuse und rutschfeste Rollen erhöhen die Betriebssicherheit.
  • Handhabung und Gewicht: Kompakte, leichte Geräte mit ergonomischen Griffen sind besonders für Treppen, Möbel oder den mobilen Einsatz geeignet.
  • Lautstärke im Betrieb: Gerade in Wohnungen oder Mehrfamilienhäusern kann ein hoher Geräuschpegel störend sein. Herstellerangaben zur Schallleistung bieten hier Orientierung.
  • Reichweite und Flexibilität: Ausreichend lange Kabel und Schläuche erleichtern die Reinigung größerer Flächen und reduzieren das häufige Umstecken oder Umsetzen des Geräts.

Materialverträglichkeit vorab prüfen

Nicht jedes Polster oder jeder Teppich ist für eine Nassreinigung geeignet. Empfindliche Stoffe wie Seide, Viskose oder bestimmte Naturfasern können durch Feuchtigkeit oder Reinigungsmittel beschädigt werden. Vor der Anwendung sollte daher stets ein unauffälliger Bereich getestet und die Pflegekennzeichnung des Herstellers beachtet werden. Zu viel Wasser kann zudem zu einer Durchfeuchtung der Polsterfüllung führen. Auch bei Reinigungsmitteln ist Zurückhaltung geboten: Nicht alle Textilien vertragen chemische Zusätze. Für Allergiker und Haushalte mit Kindern sind milde oder speziell gekennzeichnete Reinigungsmittel empfehlenswert.

Sicherer Einsatz im Haushalt

Da Polstersauger mit Wasser und Strom arbeiten, ist die elektrische Sicherheit entscheidend. Die Geräte sollten über ein intaktes, ausreichend langes Kabel, eine sichere Zugentlastung sowie spritzwassergeschützte Bedienelemente verfügen. Akku-betriebene Geräte sind eine flexible Alternative, können jedoch in der Regel nicht die gleiche Reinigungsleistung wie kabelgebundene Modelle erzielen. Für größere Flächen oder stark verschmutzte Polster sind daher überwiegend Geräte mit Netzbetrieb empfehlenswert.

Modelle mit zusätzlichen Filtersystemen können zudem verhindern, dass Feinstaub oder Allergene wieder an die Raumluft abgegeben werden. Während der Nutzung empfiehlt sich ein systematisches Vorgehen in kleinen Abschnitten. Mehrmaliges Absaugen ohne erneutes Einsprühen hilft, die Restfeuchtigkeit zu reduzieren. Die gereinigten Flächen sollten anschließend gut belüftet trocknen. Erst nach vollständiger Trocknung sollten Möbel wieder genutzt oder abgedeckt werden.

Pflege und Wartung nicht vergessen

Um lange Freude an dem Gerät zu haben, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher nach jedem Einsatz die Tanks, Düsen und Schläuche gründlich entleeren und reinigen. Rückstände von Schmutzwasser können Gerüche verursachen und die Keimbildung begünstigen. Verschleißteile wie Filter und Dichtungen sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf ersetzt werden. Es ist zudem hilfreich, wenn Ersatzteile und Zubehör auch nach mehreren Jahren noch verfügbar sind. „Eine sorgfältige Reinigung des Geräts trägt wesentlich zur Hygiene und Lebensdauer bei“, betont Florian Jahn.

Auf geprüfte Qualität achten

Prüfzeichen wie das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit oder das TÜV SÜD-Oktagon bieten Orientierung. Sie bestätigen unter anderem die elektrische Sicherheit, mechanische Stabilität und sichere Verarbeitung. Hochwertige Geräte sind zudem langlebiger und arbeiten effizienter. Auch Angaben zu Energie- und Wasserverbrauch können Hinweise auf die Effizienz eines Geräts geben – insbesondere bei häufiger Nutzung.

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