Premiere am 28. Februar 2026, 20 Uhr, Salon3
Ich, Akira 
Monologstück für einen Hund mit einer Frage
von Noëlle Haeseling und Leo Meier

Regie: Alina Sophie Schäfer
Ausstattung: Carla Friedrich
Licht: Kevin Mast
Dramaturgie: Sophie Püschel

Mit: Richard Feist

Wie konnte es soweit kommen? Diese Frage stellt sich häufig, wenn man beobachtet, wie Menschen in Verschwörungstheorien oder politischen Radikalismus abdriften. Was kann man aber tun, wenn es sich dabei um Verwandte oder Freunde handelt und der Riss mitten durch Familien oder langjährige enge Beziehungen geht? Dem jungen Autorenteam Noëlle Haeseling und Leo Meier brannte diese Frage auf den Nägeln. Die beiden fanden einen ebenso klugen wie humorvollen Kunstgriff, um sich diesem Thema zu nähern. Sie stellen einen Hund ins Zentrum des Stückes, der die Radikalisierung seines geliebten Herrchens mit ansehen muss. Und zwar nicht irgendeinen Hund. In »Ich, Aikra« geht es um den Hund von Attila Hildmann, der zunächst als veganer Koch berühmt wurde und sich im Zuge der Corona-Pandemie immer weiter radikalisierte und sich 2021 als ultrarechter Extremist seiner Verhaftung in Deutschland durch Flucht in die Türkei entzogen hat.

Das Monologstück »Ich, Akira« hat am 28. Februar 2026 um 20 Uhr im Salon 3 Premiere. Es ist die zweite Regiearbeit von Alina Sophie Schäfer, die als Regieassistentin am Theater Heilbronn beschäftigt ist. Als Akira ist Richard Feist zu erleben. Für die Ausstattung ist Carla Friedrich verantwortlich.

Zum Inhalt

Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Das sagt man so. Und Akira, ein sibirischer Husky, ist seinem Herrchen »Papa Attila« eng verbunden. Attila hat ihn als Welpen aus dem Tierheim geholt und ihn getröstet, da er genau weiß, wie es sich anfühlt, endlich aus einem Heim »befreit« zu werden. Auch er wurde vor 41 Jahren adoptiert und erhielt den Namen Attila Klaus Peter Hildmann.

Von nun an kann sie nichts mehr trennen. Akira hat von Papa Attila ein Zuhause bekommen, dreimal am Tag Futter, sie machen lange Spaziergänge zusammen und kuscheln zum Einschlafen. Akira war dabei als sein Papa mit veganen Kochbüchern berühmt wurde, Millionen damit verdiente und seine veganen Snackbars eröffnete. Auch Akira ist vegan, obwohl er nachts von blutigen Steaks träumt.

Als er eines Tages miterlebt, wie Attila die Reichskriegsflagge auf seinem Porsche befestigt, vor das Alte Museum fährt und vor einer Menschenmenge beginnt, Hitler zu verherrlichen, ist er erschrocken und alles andere als stolz auf sein Herrchen.

Akira ist ein sehr gebildeter Hund, er kennt sich aus mit Geschichte. Und er versteht nicht, wie jemand, der so liebevoll zu ihm ist, so einen Schwachsinn rufen kann. Akira befindet sich in einem Dilemma: Wie weit darf die Treue eines Hundes gehen? Gern würde Akira mit seinem Herrchen diskutieren, ihm erklären, dass er auf dem Holzweg ist. Aber außer einem »Wuff, Wuff« würde nichts aus seiner Schnauze herauskommen.

Deshalb wendet er sich mit seiner Frage an das Publikum, mit dem er wie durch ein Wunder sprechen kann. Und diese Frage hat es in sich. Denn Akira will diese Entwicklung trotz der ihm innewohnenden hündischen Ergebenheit nicht akzeptieren.

Alina Sophie Schäfer (Regie) studierte Kultur- und Literaturwissenschaften an der Universität Siegen sowie Lettres Modernes an der Université Sorbonne Nouvelle 3 in Paris. Bereits während des Studiums sammelte sie erste Theatererfahrungen in freien Gruppen wie den »Desperate Thespians« und dem »tollMut Theater«. Aus dieser Arbeit heraus entstand 2019 die Studiobühne Bruchwerk Theater in Siegen, an der sie als Regieassistenz, Ausstattung und Produktionsleitung tätig war. Zudem war sie als Redakteurin und Kolumnistin für das Campusmagazin Mediazine aktiv.

Seit ihrem Masterabschluss 2023 ist sie am Theater Heilbronn als Regieassistenz angestellt. Hier arbeitete sie u.a. mit Nurkan Erpulat (»Istanbul«), Susanne Lietzow (»Der eingebildete Kranke«) und Elias Perrig (»Prima Facie«, »Endstation Sehnsucht«) zusammen.

Nach der Weihnachtsmatinee 2024 »Das schönste Geschenk«, folgt mit »Ich, Akira« ihre zweite Regiearbeit am Theater Heilbronn.

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