Die Apotheken in Nordrhein rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die bundesweite Online-Petition „Apothekensterben stoppen – Koalitionsvertrag jetzt umsetzen!“ zu unterstützen. Ziel der Initiative ist es, die flächendeckende und wohnortnahe Arzneimittelversorgung dauerhaft zu sichern und den anhaltenden Schließungen von Vor-Ort-Apotheken wirksam entgegenzuwirken.

Die Petition wurde von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) initiiert. Sie fordert die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag angekündigte wirtschaftliche Stärkung der Apotheken unverzüglich umzusetzen und eine tragfähige, verlässliche Finanzierungsgrundlage zu schaffen.

Apotheken sind wichtige Säule der Gesundheitsversorgung

Die Apotheken in Nordrhein gewährleisten täglich eine sichere und qualitätsgesicherte Arzneimittelversorgung. Sie prüfen Rezepte auf Wechselwirkungen, beraten individuell zu Wirkstoffen und Dosierungen, begleiten chronisch erkrankte Menschen langfristig und stehen bei akuten gesundheitlichen Fragen unmittelbar zur Verfügung.

„Durch Nacht- und Notdienste sichern wir die Versorgung rund um die Uhr: an Wochenenden, Feiertagen und außerhalb regulärer Öffnungszeiten. Gerade für ältere Menschen, Familien mit Kindern, mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger sowie Patientinnen und Patienten mit akuten Beschwerden ist eine schnell erreichbare Apotheke vor Ort unverzichtbar. Persönliche pharmazeutische Beratung schafft zusätzliche Therapiesicherheit und entlastet zugleich Arztpraxen und Kliniken“, erklärt Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V.

Wirtschaftliche Grundlage seit Jahren nicht angepasst

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Apotheken sind strukturell aus dem Gleichgewicht geraten. Das gesetzlich festgelegte Honorar für die Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel, die rund 85 Prozent des Umsatzes von Apotheken ausmachen, wurde zuletzt im Jahr 2013 angepasst. Seitdem sind die Betriebskosten, insbesondere für Personal, Energie, Miete, Digitalisierung und regulatorische Vorgaben, um rund 65 Prozent gestiegen.

Damit stehen stagnierenden Honoraren kontinuierlich wachsende Ausgaben gegenüber. Diese Entwicklung führt zu einer realen Erlösminderung und setzt viele Betriebe unter erheblichen wirtschaftlichen Druck. Bundesweit haben seit 2013 nahezu 20 Prozent der Apotheken geschlossen: ein deutlicher Einschnitt in die Versorgungsstruktur. Die Folgen sind inzwischen nicht nur im ländlichen Raum, sondern zunehmend auch in urbanen Regionen spürbar.

„Die wirtschaftliche Basis vieler Apotheken ist dauerhaft nicht mehr auskömmlich“, erklärt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein. „Wenn die Vergütung über mehr als ein Jahrzehnt unverändert bleibt, während die Kosten erheblich steigen, entsteht eine immer größer werdende Finanzierungslücke, die Apotheken wirtschaftlich nicht mehr verkraften können. Das gefährdet die wohnortnahe, schnelle und sichere Versorgung unserer Patienten.“

Nach Einschätzung der Apothekerschaft reicht die derzeitige Reform nicht aus, um diese Schieflage nachhaltig zu korrigieren. Die Petition fordert daher eine zeitnahe Anpassung des Apothekenhonorars sowie einen verbindlichen Mechanismus zur regelmäßigen, kostenorientierten Fortschreibung.

Online-Petition unterstützen

„Es geht nicht um Einzelbetriebe, sondern um die Sicherung einer leistungsfähigen Gesundheitsversorgung für unsere gesamte Region“, betonen Preis und Hoffmann. „Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf: Unterstützen Sie die Online-Petition und setzen Sie ein klares Zeichen für den Erhalt Ihrer Apotheken vor Ort.“

Die Teilnahme ist einfach und dauert nur wenige Minuten: www.openpetition.de/!fgpmn

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Apothekerkammer Nordrhein
Poststr. 4
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 8388-119
http://www.aknr.de

Ansprechpartner:
Daniel Böhne
Pressereferent
Telefon: 0211 8388-113
E-Mail: d.boehne@aknr.de
Jens Krömer
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (211) 8388119
E-Mail: j.kroemer@aknr.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel