Alle fünf Minuten erhält irgendwo auf der Welt jemand die Diagnose Multiple Sklerose (MS)¹. In Deutschland teilen jeden Tag 41 Menschen diese Erfahrung. “Diagnose MS. Jetzt erst recht!”: Unter diesem Motto laden ab sofort die Aktionen zum Welt-MS-Tag 2026 am 30. Mai zum Austausch ein, wecken Aufmerksamkeit, mobilisieren Ressourcen und verleihen den Anliegen von MS-Erkrankten und ihren Angehörigen Gehör. Die Kampagne soll mit Erfahrungsberichten und fundierten Informationen ermutigen und Kraft schenken, den eigenen Weg im Leben mit MS zu finden. Zahlreiche Veranstaltungen von DMSG-Bundesverband und den 16 Landesverbänden verbinden MS-Experten und MS-Betroffene und eröffnen Perspektiven für mehr Lebensqualität mit MS.

Ziele verfolgen, Träume verwirklichen: Ist das auch mit einer MS-Erkrankung möglich? 

„Ja“ sagen Mareike und Janis (Bild auf dem Motiv zum Welt-MS-Tag), die mit „MS: Jetzt erst recht!“ das Motto für den Welt-MS-Tag am 30. Mai 2026 erdacht haben. Das Paar lässt sich von Janis‘ zuletzt schneller fortschreitender Krankheit nicht unterkriegen und schafft es, sich immer wieder Träume wie gemeinsame Reisen zu erfüllen. Das Motto soll Betroffene ermutigen, sich über die Umsetzung von Zielen im Leben mit MS auszutauschen und Herausforderungen zu meistern. Janis sah sich vor mehr als 30 Jahren völlig unerwartet mit der Diagnose MS konfrontiert: “Ich stand mitten im Leben, war 19 Jahre alt und Medizinstudent”, berichtet er heute als Vater in einer Patchworkfamilie mit drei Kindern. “Die Diagnose und die Erkrankung als Normalität anzunehmen, finden wir sehr wichtig. Bei Einschränkungen durch die MS wollen wir Wünsche dieser Normalität anpassen und sie uns dennoch erfüllen. Es ist jetzt erst recht wichtig, Augenblicke zu genießen. Diese besonderen Zeiten sind für uns mit sehr viel Aufwand verbunden. Bis wir es nach Griechenland schaffen und am Strand stehen, ist es ein enormer Kraftakt. Doch wenn wir die Füße im Sand spüren und die Kinder unbeschwert lachen, ist das einfach alles. Für solche Augenblicke lohnt es sich mit MS, jetzt erst recht, weiterzumachen.”

Im Vorfeld des Welt-MS-Tags ruft die DMSG alle Menschen mit MS und ihre Angehörigen dazu auf, über ihre Erfahrungen zu berichten, was ihr Leben mit MS erleichtert und bereichert.

Diagnose MS: Jetzt erst recht! Unter diesem Motto lädt der DMSG-Bundesverband ab sofort zur Teilnahme am Wettbewerb ein:

  • Was geht bei Ihnen „jetzt erst recht!“? 
  • Was hilft nach der Diagnose, was ermutigt Sie im Alltag mit MS? 
  • Woraus schöpfen Sie Kraft? 
  • Welche Träume wollen Sie verwirklichen? 
  • Was war Ihr „Jetzt erst recht! – Moment“ im Leben mit MS? 

Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Wünsche in Gestalt von Videos, Berichten, Bildern, Songs oder Aktionen im Wettbewerb zur Umsetzung des Mottos zum Welt-MS-Tag.

Beiträge und Ideen bitte per Mail bis zum 15. Juni an: weltmstag@dmsg.de 
oder per Post an: Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V., Krausenstr. 50, 30171 Hannover.
Eine prominent besetzte Jury, zu der auch DMSG-Schirmherr Christian Wulff, Bundespräsident a.D. gehört, wird aus den Einsendungen die stimmigste Idee auswählen.

Mehr berichtet DMSG-Reporterin Annika, die ebenfalls mit MS lebt, im Video

Wer mich sieht, denkt: Ich bin gesund! Was man nicht sieht, ist…

… die ständige Müdigkeit

Mit diesen Worten begleiten MS-Erkrankte in einem Radio-Spot auf zahlreichen Sendern die diesjährige Kampagne zum Welt-MS-Tag und lenken das Interesse auf die Missverständnisse und Herausforderungen im Alltag mit der noch unheilbaren Erkrankung, mit der in Deutschland mehr als 290.000 Menschen leben. Weltweit sind es 2,9 Millionen. 

Neben den manchmal unsichtbaren Symptomen sind es auch die Unplanbarkeit des Verlaufs der Erkrankung und die unsicheren Zukunftsaussichten, die nach der Diagnose belasten. Hier gilt es Wege aufzuzeigen, auch mit MS sein Leben positiv zu gestalten

MS gehört zu den schwerwiegende Erkrankungen, die für Außenstehende nicht immer ohne weiteres zu erkennen sind. So ist vielen Menschen mit Multipler Sklerose auf den ersten Blick nichts anzusehen. Ein unsicherer Gang wird nicht selten als Folge von übermäßigem Alkoholkonsum missgedeutet. Die Fatigue (extreme Erschöpfung) als Faulheit fehlinterpretiert.  Viele MS-Erkrankte führen oft nach außen hin ein ganz normales Leben, gehen zu Arbeit, pflegen Hobbys und gründen Familien. Dennoch haben sie mit teils massiven Einschränkungen zu kämpfen.

Welche Symptome und Auswirkungen der MS die Betroffenen, Erkrankte und Angehörige, in Deutschland belasten, welche Forschungsergebnisse Hoffnung machen und wo es Hilfe gibt, darüber wird die DMSG in den nächsten Wochen bundesweit in den Landesverbänden, MS-Zentren, Kliniken, Vereinen, Schulen und mehr informieren. Die Kampagne auf Social Media, Poster, Flyer, SharePics, Videos, Film- und Hörfunk-Spots wird Einblick gewähren in den Alltag mit MS und die Botschaft vermitteln: 

Menschen mit MS haben mit vielen Vorurteilen und Hindernissen zu kämpfen. Sie verdienen gleiche Chancen und benötigen Unterstützung, um die Lebensqualität auch mit der chronischen Erkrankung zu erhalten. Darauf gilt es, in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen und positive Beispiele vorzustellen, die zeigen: Auch mit MS lassen sich Pläne und Träume verwirklichen.

Der Welt-MS-Tag bietet die Gelegenheit, Fragen an MS-Experten zu stellen

Was (Neu-)Erkrankte und ihre Angehörigen über Krankheitsverlauf, Behandlungsmöglichkeiten und das Leben mit MS wissen sollten, verraten MS-Experten aus dem Ärztlichen Beirat der DMSG, wie Prof. Dr. Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum am St. Josefs-Hospital,  in einer bundesweiten Telefonaktion am 28. Mai 2026 zwischen 16 und 19 Uhr. 
Der Anruf unter 0800 – 0 60 40 00 ist aus allen deutschen Netzen gebührenfrei. 

Die Zahl der MS-Erkrankten steigt, der Bedarf nach fachkundigen Antworten ebenso.

Aus diesem Grund startet nach der großen Resonanz im letzten Jahr in Kürze wieder das Frage-Tool auf der Website zum Welt-MS-Tag.

Wie die DMSG MS-Erkrankten und ihren Angehörigen helfen kann, ihre Pläne im Leben mit MS "jetzt erst recht!" umzusetzen, verrät Prof. Dr. med. Judith Haas, Vorsitzende der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.:

"Die DMSG informiert MS-Erkrankte immer hochaktuell über gesunden Lebensstil, soziale Rechte und medizinischen Fortschritt, damit jeder auch mit MS seine individuellen Möglichkeiten ausschöpfen kann. Wir helfen mit individueller Beratung bei der Krankheitsbewältigung und beim Austausch mit anderen Betroffenen.

Die Entwicklungen im Bereich der MS-Therapie lassen hoffen, dass es in Zukunft immer leichter werden wird, seine Ziele im Leben mit MS realisieren zu können.
Die zur Verfügung stehenden Immuntherapien ermöglichen schon heute langanhaltende Schubfreiheit, aber auch das spätere Fortschreiten der Behinderung aufzuhalten. 
Künstliche Intelligenz wird helfen, für jeden MS Erkrankten die bestmögliche Therapie zu finden."

Internationale Zusammenarbeit: Gemeinsam stärker als MS

Im Jahr 2009 initiierte die MS International Federation (MSIF) gemeinsam mit ihren Mitgliedern, zu denen auch der DMSG-Bundesverband gehört, den ersten Welt-MS-Tag. Jedes Jahr ermittelt die DMSG seitdem in einem Wettbewerb das Motto für Deutschland, angelehnt an das internationale Rahmenthema, das in den Jahren 2024 bis 2026 lautet: „Meine MS-Diagnose“ verbunden mit dem Slogan Gemeinsam mit MS leben. Zahlreiche MS-Erkrankte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum haben sich daran beteiligt. 

Die internationale Kampagne setzt sich für eine frühzeitige und präzise Diagnose für alle Menschen mit MS ein. Sie beleuchtet die weltweiten Hürden bei der MS-Diagnostik und sensibilisiert die Öffentlichkeit durch Erfahrungsberichte und Daten. Gemeinsam fordern die MS-Gesellschaften MS-Schulungen für medizinisches Fachpersonal, neue Forschung und klinische Fortschritte in der MS-Diagnostik. 

Ein Dankeschön geht an die DAK-Gesundheit, die die Produktion der Info-Materialien, Radio- und TV-Spots im Rahmen der Projektförderung der Krankenkassen finanziell unterstützt.
Die Kooperation mit der Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (ABDA) ermöglicht es, die Plakate, Infoblätter und Postkarten bundesweit in Apotheken auszulegen.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen und Aktionen der DMSG finden Sie in Kürze auf www.dmsg.de

¹: MS International Federation (MSIF)

Über den Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Der DMSG-Bundesverband e.V., 1952/1953 als Zusammenschluss medizinischer Fachleute gegründet, vertritt die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit Bundesverband, 16 Landesverbänden und derzeit mehr als 750 örtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angehörigen, mehr als 3380 engagierten ehrenamtlichen Helfern und 220 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG 42.000 Mitglieder.

Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Christian Wulff, Bundespräsident a.D.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und auch zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen führt. In Deutschland leiden nach Zahlen des Bundesversicherungsamtes mehr als 280.000 Menschen an MS. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt.

MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar eine genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und früher Jugend für die spätere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss. Die Krankheit kann jedoch heute im Frühstadium günstig beeinflusst werden. Deutschlandweit sind schätzungsweise 280.000 Menschen an Multipler Sklerose erkrankt, weltweit etwa 2,9 Mio. Menschen.

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