Mit knapp 68 Prozent teilt die Mehrheit der Befragten die Auffassung, dass ihr Unternehmen beim Thema Sicherheitskultur bereits gut aufgestellt ist. Dennoch: ein Drittel ist der Meinung, die Sicherheitskultur in ihren Unternehmen sei nur gering bis mittelgut ausgeprägt. Das zeigt eine repräsentative Civey-Umfrage, für die im Auftrag von TÜV Rheinland 1.000 Fachkräfte für Arbeitssicherheit in Deutschland online befragt wurden. Mangelnde Akzeptanz von Sicherheitsregeln (45 Prozent), wachsender psychischer Druck im Arbeitsalltag (44,6 Prozent) sowie kulturelle Unterschiede (29 Prozent) zählen aus Sicht der Fachkräfte zu den größten Herausforderungen.  

Vorbildfunktion der Führung  

Knapp jeder vierte Befragte (24 Prozent) gab zudem an, dass die Führung in ihren Unternehmen kein Vorbildverhalten an den Tag lege. Auch der demografische Wandel (18,4 Prozent) und neue Arbeitsmodelle (16 Prozent) gehören laut der Befragung zu den größten Herausforderungen in deutschen Unternehmen in Bezug auf Arbeitssicherheit.   

Sensibilisierung und psychische Belastungen im Mittelpunkt  

Außerdem wurden die Fachkräfte gefragt, welche Themen derzeit für die Arbeitssicherheit besonders relevant sind. Hierbei stehen vor allem die Sensibilisierung von Mitarbeitenden (45,1 Prozent), der Umgang mit psychischen Belastungen (43,4 Prozent) und die Förderung einer Sicherheitskultur (30,6 Prozent) im Mittelpunkt. Deutlich dahinter folgen regulatorische und technologische Aspekte wie neue Vorschriften und gesetzliche Vorgaben (25,7 Prozent), Digitalisierung/KI (16,9 Prozent) sowie fehlende Fachkräfte für Prävention (13,7 Prozent).  

Fokus der Prävention überdenken  

Grund genug, den bisherigen Fokus des Arbeitsschutzes zu überdenken. Dr. Ludwig Brands, Sicherheitsexperte bei TÜV Rheinland: „Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen bei der Arbeitssicherheit nicht nur über Technik und Prozesse sprechen sollten. Entscheidend ist, ob Sicherheitsregeln im Alltag gelebt werden, ob Führungskräfte Orientierung geben und ob psychische Belastungen systematisch angegangen und als Teil der Arbeitssicherheit ernst genommen werden. Die größten Chancen liegen damit weniger in technischen Fragen als vielmehr im Verhalten und im Aufbau einer starken Sicherheitskultur: Eine wesentliche Rolle spielt eine Unternehmenskultur, in der Arbeitssicherheit nicht nur als bloßes Befolgen von Vorschriften verstanden wird, sondern als gelebte Haltung und Selbstverständnis.“  

Umfassende Informationen über das Angebot zum Arbeits- und Gesundheitsschutz von TÜV Rheinland erhalten Unternehmen und Beschäftigte unter: www.tuv.com/amd  

Methodik  

Civey hat im Auftrag von TÜV Rheinland vom 05.02. bis 15.02.2026 online 1.000 Fachkräfte für Arbeitssicherheit in Deutschland befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ, unter Berücksichtigung eines statistischen Fehlers von 5,8 bis 5,9 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Die Befragung bezieht sich auf Fachkräfte (Personen). 

Über TÜV Rheinland

Die Welt zu einem sicheren Ort machen – und das seit mehr als 150 Jahren: Dafür steht TÜV Rheinland als einer der weltweit führenden Prüfdienstleister mit einem Jahresumsatz von mehr als 2,7 Milliarden Euro und 27.000 Mitarbeitenden in gut 50 Ländern. Die hoch qualifizierten Expertinnen und Experten prüfen technische Anlagen und Produkte, begleiten Innovationen und gestalten den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit mit. Sie trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und zertifizieren Managementsysteme nach internationalen Standards. Mit besonderer Expertise in Mobilität, Energieversorgung, Infrastruktur und vielen weiteren Bereichen sichert TÜV Rheinland unabhängig Qualität, insbesondere bei innovativen Technologien wie grünem Wasserstoff, künstlicher Intelligenz oder automatisiertem Fahren – und ermöglicht so eine sichere und lebenswerte Zukunft. Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. Hauptsitz des Unternehmens ist Köln, Deutschland. Website: www.tuv.com

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