Der Preis würdigt besondere Persönlichkeiten, die die Entwicklung der Instrumentellen Analytik und der Laborwissenschaften nachhaltig geprägt haben. Die Verleihung fand am 8. März 2026 in San Antonio, Texas, im Rahmen der Pittcon-Konferenz und -Expo statt, in Anwesenheit von ca. 700 Konferenzteilnehmenden.

Überraschenderweise hatte Alexandra Knauer kein US-Visum erhalten und konnte daher nicht wie geplant anreisen. Deshalb nahm Dr. Markus Fuchs, der seit 30 Jahren bei KNAUER tätig ist, den Preis stellvertretend entgegen. Während der Zeremonie wurde eine Videobotschaft von Frau Knauer gezeigt.

David A. Cole, CEO und Präsident des Science History Institute mit Sitz in Philadelphia würdigte in seiner Laudatio Alexandra Knauer insbesondere für ihre unternehmerische Weitsicht, wissenschaftliche Innovation und sozial verantwortliche Führungsrolle. Sie wird als Preisträgerin auch in die sogenannte Pittcon Hall of Fame aufgenommen.

Alexandra Knauer führt das Berliner Familienunternehmen in zweiter Generation und hat es in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich von einem klassischen Hersteller analytischer Messinstrumente zu einem breit aufgestellten Life-Science-Technologieanbieter transformiert. Unter ihrer Leitung wurden neben analytischen und präparativen HPLC‑Systemen auch neue Geschäftsfelder wie Fast-Protein-Liquid-Chromatography (FPLC) sowie Technologien für die Produktion von Lipidnanopartikeln etabliert.

In ihrer Videobotschaft bedankte sich Alexandra Knauer herzlich und unterstrich die Bedeutung von Innovation, Geschichte und Nachhaltigkeit, aber auch von Flexibilität. Sie hob ein neues 3‑in‑1‑LC‑Detektorsystem sowie die bevorstehende Markteinführung eines modularen Oligonukleotid‑Synthesizers als Meilensteine der jüngsten Unternehmensentwicklung hervor.

Alexandra Knauer widmete den Preis ihrem Vater Dr. Herbert Knauer (1931–2024), der die Firma 1962 gemeinsam mit seiner Frau Roswitha gründete und mit seinem Erfindergeist viele Jahre geprägt hat. Er erkannte früh das Potential der Flüssigkeitschromatografie und war 1974 ein Pionier mit der Einführung eines modularen und kompakten Gradienten-HPLC-Systems.

Der Preis wird seit 2002 gemeinsam von der „Pittsburgh Conference on Analytical Chemistry and Applied Spectroscopy“ (Pittcon) und dem „Science History Institute“ (ehemals „Chemical Heritage Foundation“) verliehen. Die Preisverleihung findet jährlich im Rahmen einer besonderen Zeremonie während der Pittcon statt.

Das KNAUER Team in Berlin jubelte und feierte am Montag diese Auszeichnung bei einem gemeinsamen Extra-Frühstück, zu dem die Geschäftsleitung eingeladen hatte.  

Die KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH entwickelt und fertigt seit über 60 Jahren Hightech-Laborinstrumente in Berlin Zehlendorf. Das Vertriebsnetz erstreckt sich auf über 70 Länder. Alexandra Knauer, die seit dem Jahr 2000 Eigentümerin des Unternehmens ist, und Geschäftsführer Carsten Losch legen großen Wert auf unternehmerische Verantwortung sowohl gegenüber den rund 200 Mitarbeitenden als auch gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft. Mehr Informationen über KNAUER unter: www.knauer.net 

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