Wie beeinflusst psychische Gesundheit die Entscheidung für ein Studium oder eine Promotion? Wie wirkt sie sich auf den Studien- und Promotionserfolg aus? Und welche Anforderungen im Hochschulalltag belasten die psychische Gesundheit? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Verbundforschungsprojekts „Psychische Gesundheit im Studien- und Promotionsverlauf: Problemlagen und Lösungsansätze“ (StuPsy), das kürzlich an den Start ging. Es untersucht systematisch, wie psychische Belastungen in diesen Lebensphasen entstehen, wie sie Studier- und Promotionsverläufe beeinflussen und welche Maßnahmen helfen können.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, wissenschaftlich fundiertes, praxisrelevantes Wissen bereitzustellen, das Hochschulen dabei hilft, mentale Gesundheitsrisiken früh zu erkennen, gezielt gegenzusteuern und Studierende wie Promovierende wirksam zu unterstützen. StuPsy-Verbundpartner sind das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (Verbundleitung), die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PHKA), die Fernuniversität in Hagen und die Universität Galway (Irland). Als Praxispartner dabei sind das Deutsche Studierendenwerk und der Deutsche Akademische Austauschdienst.
„Ein Studium oder eine Promotion kann stark belasten. Stress, Leistungsdruck, finanzielle Sorgen und unsichere Zukunftsaussichten führen bei vielen Betroffenen zu spürbaren psychischen Herausforderungen. Aber bislang mangelt es an Längsschnittstudien, die Aussagen über die Entwicklung der psychischen Gesundheit zulassen“, sagt Martin Neugebauer. Der Professor für Bildungssoziologie an der PHKA, der vergangenes Jahr in den Vorstand der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung gewählt wurde, hat StuPsy mitbeantragt.
Zusammen mit Christian Mielczarek, wissenschaftlicher Mitarbeiter am PHKA-Institut für Empirische Bildungsforschung, untersucht er im Rahmen des Forschungsprojekts unter anderem, welche psychischen Voraussetzungen Studierende zu Beginn ihres Studiums mitbringen und wie sich ihre psychische Gesundheit im Verlauf der Studienjahre entwickelt. Dabei richtet das Forschungsteam besonderes Augenmerk auf vulnerable Gruppen und mögliche Risikofaktoren für zunehmende psychische Belastungen.
StuPsy ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt stehen zur Verfügung auf https://www.ph-karlsruhe.de/projekte/stupsy.
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