Das Osterfest der Sorben zählt zu den eindrucksvollsten Traditionen der Region. Am Ostersonntag ziehen festlich gekleidete Reiter in Gehrock und Zylinder mit geschmückten Pferden von Ort zu Ort und verkünden die Botschaft der Auferstehung. Insgesamt neun Prozessionen sind in der Region unterwegs. Wie es sich anfühlt, ein Teil davon zu sein, lässt sich bereits am Samstag, dem 4. April, erkunden. Von 10 bis 15 Uhr ist in der Sorbischen Kulturinformation Bautzen (Postplatz 2) ein Osterreiter zu Gast. „Er kann den Besuchern alles über das sorbische Osterfest erzählen", sagt Mitarbeiterin Jacqueline Bensch.
Zu den bekanntesten sorbischen Bräuchen gehört auch die Kunst des Ostereierverzierens. Mit Wachs- und Kratztechniken entstehen filigrane Muster, die oft über Generationen weitergegeben werden. Von Karfreitag bis Ostermontag öffnet dazu eine Schauwerkstatt im Sorbischen Museum Bautzen, wo parallel die Ausstellung „Ostern bei den Sorben" zu sehen ist. „Die Osterzeit ist für uns eine der bedeutsamsten Zeiten im Jahr, weil viele unserer Traditionen hier besonders sichtbar werden", ergänzt die Sorbin.
Für Frühaufsteher hält der Ostersonntag in Schleife ein besonderes Erlebnis bereit. Bereits um 6 Uhr versammeln sich Frauen und Mädchen in Halbtrauertrachten vor der Kirche und singen auf Singebänken Auferstehungschoräle bis zum Sonnenaufgang. Um 7 Uhr ziehen die Sängerinnen zur Friedhofskapelle in Rohne weiter, um die Osterbotschaft zu verkünden. Den Höhepunkt bildet um 9.30 Uhr ein festlicher Familiengottesdienst in der evangelischen Kirche.
UNESCO-Stätten und Frühlingslandschaften entdecken
Auch die UNESCO-Stätten in der Oberlausitz laden rund um Ostern zu Entdeckungen ein. Am 3. April führt Geoparkführer Jürgen Siegemund um 10.30 Uhr durch den sächsischen Teil des UNESCO Global Geoparks Muskauer Faltenbogen/Łuk Mużakowa – eine dreistündige Wanderung ab dem Badepark Bad Muskau, zurück geht es mit der Waldeisenbahn Muskau. Die Teilnahme kostet drei Euro pro Person, Anmeldung unter info@muskauer-faltenbogen.de.
Der benachbarte UNESCO-Welterbe Muskauer Park/Park Mużakowski, eine der bedeutendsten historischen Parkanlagen Europas, lädt ebenfalls zu Spaziergängen und geführten Touren ein. In Herrnhut, seit 2024 Teil der transnationalen UNESCO-Welterbes „Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine“, finden am Ostersonntag und -montag jeweils um 9.30 Uhr Gottesdienste mit besonderer Atmosphäre statt.
Auf der Jagd nach dem Ei
Ebenfalls einen Besuch wert ist das traditionelle Eierschieben auf dem Protschenberg in Bautzen am Ostersonntag. Vor 400 Jahren rollten dabei Eier den Hang hinab, heute sind es bunte Plastikbälle, die vor Ort gekauft und am Ende gegen Preise eingetauscht werden können. Der Eierjokel sorgt als Spielleiter für gute Stimmung. Ab 11.30 Uhr öffnet auch der Ostermarkt.
In der Geheimen Welt von Turisede erwartet Familien vom 3. bis 6. April eine große „Ostereierei": Täglich ab 10 Uhr versteckt der Osterhase Schokoladenüberraschungen im Gelände. „Ab 18 Uhr lodert an allen vier Tagen das Osterfeuer im Großen Tal“, macht Eugen Valtin vom Turisede-Team Lust auf einen Besuch. Von Samstag bis Montag (jeweils 13 bis 17 Uhr) laden Turisedische Traditionen zum Mitmachen ein: Samenbomben basteln, Blumenzwiebeln einpflanzen, Kerzen und Holzmurmeln verzieren oder Oster-Bingo. Ein gutes Gespür brauchen alle auf dem Schatzacker, denn dort versteckt sich das Goldene Ei. Wer es findet, gewinnt eine Nacht im Baumhaushotel.
Ein weiterer Anlaufpunkt für Familien ist zu Ostern die KRABAT-Mühle in Schwarzkollm. Eine Ausstellung im Brezanhaus zeigt die Vielfalt sorbischer Ostereier. Am Karfreitag öffnet eine Schauwerkstatt, am Karsamstag findet ein kleiner Ostermarkt statt. Höhepunkt ist die große Ostereiersuche am Ostersonntag. Ergänzt wird das Programm durch Mitmachaktionen, Backangebote und Kinderspiele. Geöffnet ist jeweils von 11 bis 17 Uhr, auch am Ostermontag.
Tierisch gut unterwegs
Der Görlitzer Naturschutz-Tierpark lädt von Karfreitag bis Ostermontag zu Eiersuche (10 und 15 Uhr), Mistkarrenrennen und Eierrätsel ein. Auf dem Bauernhof warten Küken, Kaninchen und Lämmer, viermal täglich gewähren Tierpfleger Einblicke in ihre Arbeit. Am Ostersonntag ist von 10 bis 17 Uhr auch Osterzeit im Tierpark Bischofswerda, wo der Hase dann bunte Eier verteilt.
Den Abschluss der Osterferien bildet am 10. April der KOMM’RUM-Tag des Verkehrsverbunds Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON). Für 4,50 Euro pro Person lässt sich mit Bus, Zug und Straßenbahn die gesamte Region erkunden. Eine interaktive Karte mit Ausflugsideen steht auf der ZVON-Website bereit. Mit dabei ist auch die Waldeisenbahn Muskau. Auf der Strecke Weißwasser – Bad Muskau ist ein Dampfzug unterwegs und bringt die Fahrgäste in den Fürst-Pückler-Park. Anlässlich des Aktionstags verkehrt auf der Zittauer Schmalspurbahn der Reichsbahnzug und zusätzlich ein Dieselzug. Bei beiden Bahnen werden zusätzliche Historik-Beiträge erhoben.
Die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH arbeitet konsequent und gemeinsam für eine starke Region Oberlausitz. Im Auftrag der Landkreise Bautzen und Görlitz sowie mit Unterstützung der regionalen Sparkassen vermarktet sie die Ferienregion Oberlausitz und koordiniert als Destinationsmanagementorganisation (DMO) die touristischen Akteure der Region. Unter den Leitthemen „Aktiv.Sein!“, „Familien.Abenteuer“ und „Kultur.Schatz!“ entwickelt die MGO touristische Produkte und Kampagnen, die die Vielfalt und Einzigartigkeit der Oberlausitz erlebbar machen.
In der Urlaubsregion Oberlausitz, im Osten Sachsens, erwartet Gäste eine beeindruckende Vielfalt: sanfte Hügel, ausgedehnte Wälder, idyllische Teichlandschaften und traditionsreiche Städte wie Bautzen und Görlitz. Ob Naturerlebnis, kulturelle Entdeckungsreise oder kulinarischer Genuss – die Oberlausitz bietet für jede Altersgruppe und jeden Geschmack unvergessliche Urlaubserlebnisse.
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