Ein weiterer Erfolg für die internationale Fachkräfteintegration beim Passauer Wolf: Die Fachsprachenprüfung ist ein zentraler Bestandteil des Anerkennungsverfahrens für internationale Gesundheitsfachkräfte und stellt sicher, dass Bewerber über die notwendigen Deutschkenntnisse verfügen, um im Berufsalltag sicher zu kommunizieren. Der Weg des Physiotherapeuten im Passauer Wolf Reha-Zentrum Bad Griesbach, Rajan Suwal, zeigt beispielhaft, wie gezielte sprachliche Förderung und ein unterstützendes Arbeitsumfeld zum beruflichen Erfolg führen können.

Internationaler Werdegang und Entscheidung für Deutschland

Rajan Suwal stammt aus Nepal und absolvierte sein Physiotherapie-Studium in Indien. Anschließend sammelte er fünf Jahre Berufserfahrung in seiner Heimat. Auf der Suche nach besseren beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten entschied er sich für den Schritt nach Deutschland. »Auf den Passauer Wolf bin ich über die sozialen Medien aufmerksam geworden, da die Einrichtung als eine der besten Rehakliniken in Bayern ausgezeichnet wurde«, erzählt der Nepalese, der nun seit Herbst 2025 Teil des Teams im Passauer Wolf Bad Griesbach ist.

Frühzeitige und gezielte Sprachförderung

Rajan Suwal verfügte bereits vor seiner Anreise über Deutschkenntnisse auf einem fortgeschrittenen Sprachniveau. Sein Wissen vertiefte er bei regelmäßigen Online-Unterrichtseinheiten mit der innerbetrieblichen Sprachlehrerin des Passauer Wolf, Daniela Salzberg. Und auch nach seiner Ankunft setzte er den Unterricht konsequent fort und nutzte jede Gelegenheit, seine Sprachkompetenz weiter auszubauen. »Rajan ist ein motivierendes Beispiel für eine gelungene sprachliche und fachliche Integration in unser Unternehmen«, betont die Sprachlehrerin, die den Aufbau der Sprachfertigkeit ausländischer Fachkräfte im Passauer Wolf gezielt begleitet. »Durch seinen Fleiß und seine Disziplin konnte er in kurzer Zeit große Fortschritte erzielen.«

Herausforderung Fachsprachenprüfung

Die Fachsprachenprüfung ist praxisnah aufgebaut und orientiert sich an realen Situationen aus dem Berufsalltag. Sie besteht aus einem schriftlichen Teil – beispielsweise dem Verfassen eines Berichts – sowie mehreren mündlichen Elementen. Dazu gehören unter anderem ein Patientengespräch, ein Kollegengespräch (Fallbesprechung) sowie weitere kommunikative Aufgaben. »Ich war sehr nervös, aber ich hatte eine Musterprüfung zum Üben und konnte bei Fragen Kollegen kontaktieren, die die Prüfung bereits absolviert hatten«, berichtet Rajan Suwal.

Starker Rückhalt im Team

Trotz der anspruchsvollen Bedingungen konnte er dank intensiver Vorbereitung überzeugen und die Prüfung bestehen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die Unterstützung im Arbeitsalltag. Kollegen halfen bei der Dokumentation, beantworteten Fragen und erklärten alternative Formulierungen. »Ich habe mich im Team sehr gut aufgenommen gefühlt«, so Rajan Suwal. Auch im privaten Umfeld erhielt er Unterstützung durch Mentoren und seine Partnerin. Diese Kombination aus beruflichem und persönlichem Rückhalt trug maßgeblich zu seinem Erfolg bei.

Motivation für andere ausländische Fachkräfte

Seine Erfahrungen möchte Rajan Suwal weitergeben: »Mein Rat ist, regelmäßig zu üben und keine Angst vor Fehlern zu haben. Es ist wichtig, täglich Deutsch zu sprechen und besonders die medizinische Fachsprache aktiv zu trainieren.« Sein Erfolg ist nicht nur ein persönlicher Meilenstein – er hat auch Signalwirkung. Seit diesem Jahr ist die Fachsprachenprüfung auch für Pflegekräfte in Bayern möglich und gewinnt zunehmend an Bedeutung. »Solche Erfolgsgeschichten können anderen Mut machen und den entscheidenden Impuls geben, diesen Weg ebenfalls zu gehen«, so Sprachlehrerin Daniela Salzberg.

Fachliche Anerkennung durch Anpassungslehrgänge

Neben einem Deutschkurs durch die hauseigene Sprachlehrerin für alle Berufsgruppen setzt der Passauer Wolf mit eigens durchgeführten Anpassungslehrgängen auf die Integration ausländischer Phyiso- und Ergotherapeuten, was sich in der Pflege bereits seit Jahren bewährt. Das Hauptziel dieser Maßnahme ist es, die beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten der internationalen Fachkräfte an die deutschen Standards anzupassen, damit sie als Therapeuten in Deutschland tätig sein können. Die genauen Inhalte und die Dauer des Lehrgangs werden individuell auf Basis eines Feststellungsbescheids des Landesamtes für Pflege (LfP) festgelegt. Dieser Bescheid gibt an, welche Defizite ausgeglichen werden müssen. Im Passauer Wolf wird der Lehrgang direkt durch die Therapeuten vor Ort durchgeführt. Auch das erforderliche Abschlussgespräch findet vor Ort statt und wird durch Prüfer der kooperierenden Berufsfachschule durchgeführt. Rajan Suwal musste keinen Anpassungslehrgang mehr absolvieren, da ihm bereits die fachliche Gleichwertigkeit vom LfP bestätigt wurde.

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Der Passauer Wolf Bad Griesbach ist seit 1979 stabiler Partner für die medizinische Rehabilitation, die Nachsorge und Prävention in der Region. Zu den Fachbereichen zählen die Neurologie inklusive der neurologischen Frührehabilitation, die Geriatrie und Innere Medizin/Kardiologie, sowie Nachsorgeprogramme. Gehobenen Ansprüchen wird man mit den Passauer Wolf Komfort-Angeboten im Reha-Zentrum und der Hotelklinik Maria Theresia gerecht. Neben dem Passauer Wolf Reha-Zentrum und der Hotelklinik Maria Theresia ergänzt die Passauer Wolf Lodge & Therme mit dem Präventionsangebot der DRV »RV Fit« die Bandbreite in Bad Griesbach. Das mittelständische und von Inhaber-Familien getragene Unternehmen mit weiteren Standorten in Bad Gögging, Nittenau und Ingolstadt blickt zurück auf über 45 Jahre Erfahrung. Die Häuser zählen zu den führenden Zentren für Rehabilitation und medizinische Versorgung in Bayern.

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