Die Anerkennung als Nationaler Geopark stellte einen entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung des Geoparks Ries dar: Sie war die Voraussetzung für die spätere Auszeichnung als UNESCO Global Geopark und ebnete den Weg für die internationale Anerkennung der Region.
Der Festakt im Nördlinger Klösterle stand im Zeichen eines kompakten Rückblicks auf die Entwicklung des Geoparks Ries sowie seiner heutigen Bedeutung für die Region. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden des Geopark Ries e. V., Landrat Stefan Rößle, wurde die 20-jährige Erfolgsgeschichte gemeinsam mit Geschäftsführerin Heike Burkhardt im unterhaltsamen Dialog eingeordnet. Inhaltliche Impulse setzte die Festrede von Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, der sehr kurzweilig die Rolle regionaler Identität als Erfolgsfaktor im Tourismus beleuchtete: „Aus geologischem Erbe wird ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor und aus dem kosmischen Ereignis der Urzeit wird ein Baustein für die Zukunft“, so Bittlmayer.
Ein besonderer Moment war auch die Urkundenübergabe aufgrund der erfolgreichen Verlängerung der UNESCO-Anerkennung bis Ende 2029Harald Herrmann, Teamleiter UNESCO im Auswärtigen Amt gratulierte zur erfolgreichen Revalidierung, zu der eine mehrtägige Überprüfung durch internationale Experten im Sommer des vergangenen Jahres gehörte. „UNESCO-Global-Geoparks sind Modellregionen. Sie zeigen beispielhaft, wie sich nachhaltige Regionalentwicklung mit Naturschutz und Bildungsarbeit verbinden lässt. Im Geopark Ries gelingt dies in besonderer Weise: Die geologische Einzigartigkeit wird nicht nur bewahrt, sondern für Besucherinnen und Besucher mit vielen Mitteln und auf vielen Wegen unmittelbar erlebbar gemacht.“
Verabschiedung des langjährigen Vorsitzenden
Während des Festakts wurde der langjährige erste Vorsitzende des Geopark Ries e. V., Landrat Stefan Rößle, durch den stellvertretenden Vorsitzenden, Oberbürgermeister David Wittner, feierlich verabschiedet. Dabei wurde Rößles dauerhaftes Engagement von Einrichtung und Aufbau, hin zur stetigen Weiterentwicklung des Geoparks Ries von der ersten Stunde an besonders gewürdigt.
Großen Zuspruch und viel Applaus bekamen die Darbietungen der Bigband des Albrecht-Ernst-Gymnasiums Nördlingen sowie der Tanz-AG der Grundschule Maihingen/Marktoffingen.
Der Festakt klang mit einem Austausch bei einem Buffet der „Geopark Ries kulinarisch“-Partner im Ochsenzwinger aus. Ein besonderer Dank galt der Stadt Nördlingen, ohne deren Unterstützung der Tag so nicht umsetzbar gewesen wäre.
20 Jahre Nationaler Geopark Ries
Festakt zu Ehren einer einzigartigen Region
Nördlingen (pm). Mit einem feierlichen Festakt beging der UNESCO Global Geopark Ries sein 20-jähriges Bestehen als Nationaler Geopark und blickte zugleich auf eine beeindruckende Entwicklung seit seiner Gründung zurück. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Tourismus und Region kamen zusammen, um die beeindruckende Entwicklung des Geoparks sowie seine Bedeutung für die regionale Identität zu würdigen.
Die Anerkennung als Nationaler Geopark stellte einen entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung des Geoparks Ries dar: Sie war die Voraussetzung für die spätere Auszeichnung als UNESCO Global Geopark und ebnete den Weg für die internationale Anerkennung der Region.
Der Festakt im Nördlinger Klösterle stand im Zeichen eines kompakten Rückblicks auf die Entwicklung des Geoparks Ries sowie seiner heutigen Bedeutung für die Region. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden des Geopark Ries e. V., Landrat Stefan Rößle, wurde die 20-jährige Erfolgsgeschichte gemeinsam mit Geschäftsführerin Heike Burkhardt im unterhaltsamen Dialog eingeordnet. Inhaltliche Impulse setzte die Festrede von Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, der sehr kurzweilig die Rolle regionaler Identität als Erfolgsfaktor im Tourismus beleuchtete: „Aus geologischem Erbe wird ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor und aus dem kosmischen Ereignis der Urzeit wird ein Baustein für die Zukunft“, so Bittlmayer.
Ein besonderer Moment war auch die Urkundenübergabe aufgrund der erfolgreichen Verlängerung der UNESCO-Anerkennung bis Ende 2029Harald Herrmann, Teamleiter UNESCO im Auswärtigen Amt gratulierte zur erfolgreichen Revalidierung, zu der eine mehrtägige Überprüfung durch internationale Experten im Sommer des vergangenen Jahres gehörte. „UNESCO-Global-Geoparks sind Modellregionen. Sie zeigen beispielhaft, wie sich nachhaltige Regionalentwicklung mit Naturschutz und Bildungsarbeit verbinden lässt. Im Geopark Ries gelingt dies in besonderer Weise: Die geologische Einzigartigkeit wird nicht nur bewahrt, sondern für Besucherinnen und Besucher mit vielen Mitteln und auf vielen Wegen unmittelbar erlebbar gemacht.“
Verabschiedung des langjährigen Vorsitzenden
Während des Festakts wurde der langjährige erste Vorsitzende des Geopark Ries e. V., Landrat Stefan Rößle, durch den stellvertretenden Vorsitzenden, Oberbürgermeister David Wittner, feierlich verabschiedet. Dabei wurde Rößles dauerhaftes Engagement von Einrichtung und Aufbau, hin zur stetigen Weiterentwicklung des Geoparks Ries von der ersten Stunde an besonders gewürdigt.
Großen Zuspruch und viel Applaus bekamen die Darbietungen der Bigband des Albrecht-Ernst-Gymnasiums Nördlingen sowie der Tanz-AG der Grundschule Maihingen/Marktoffingen.
Der Festakt klang mit einem Austausch bei einem Buffet der „Geopark Ries kulinarisch“-Partner im Ochsenzwinger aus. Ein besonderer Dank galt der Stadt Nördlingen, ohne deren Unterstützung der Tag so nicht umsetzbar gewesen wäre.
Jubiläumsaktionen für jedermann bis in den Herbst
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums sind bis in den Herbst hinein zahlreiche Aktionen geplant: Ab Ende April werden unter www.geopark-ries.de in loser Folge neue Fachartikel für jedermann zu relevanten Geopark-Themen veröffentlicht. Ergänzend dazu werden eine Reihe von Vorträgen für alle Interessierten angeboten. Über die Social-Media-Kanäle wird zudem die Beteiligungsaktion „Mein Lieblingsort im UNESCO Global Geopark Ries“ stattfinden, bei der Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Geopark-Lieblingsorte teilen können und Gewinne winken. Abgerundet wird das Jubiläumsprogramm durch die Eröffnung einer geologischen Wanderausstellung mit Begleitmaterial im Herbst.
Zwei Jahrzehnte konsequente Aufbauarbeit
Die Entwicklung des Geoparks Ries begann im April 2004 mit der Einrichtung der Geschäftsstellebeim Landkreis Donau-Ries in Donauwörth durch Landrat Stefan Rößle. Bereits zwei Jahre später folgte die Anerkennung als Nationaler Geopark durch die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung – ein bedeutender Meilenstein.
In den darauffolgenden Jahren wurde die Infrastruktur der Region kontinuierlich erweitert: Mit der Eröffnung mehrerer Infozentren und -stellen, verteilt über das Geopark-Gebiet, entstand ein dichtes Netz an Anlaufstellen für Besucherinnen und Besucher. Parallel dazu wurden zahlreiche Themenwanderwege, darunter der Schäferweg, der Schwedenweg sowie der Radweg „Von Krater zu Krater“, entwickelt und eröffnet. Bereits 2008 wurde die Regional- und Marketinginitiative „Geopark Ries kulinarisch“ gegründet, welche regionale Produkte und Gastronomie einbindet.
Ab 2011 rückte die systematische Erschließung der Geotope in den Fokus. Mit Erlebnis-Geotopen wie dem Lindle bei Nördlingen-Holheim, dem Kalvarienberg bei Huisheim-Gosheim oder dem Glaubenberg bei Harburg-Großsorheim wurden einzigartige geologische Besonderheiten zugänglich und deren Besonderheiten vermittelt. Ergänzt wurde dieses Angebot durch weitere Geotope in der gesamten Region sowie später auch durch familienfreundliche Angebote wie Kinder-Erlebnisstationen und Kinder-Lehrpfade.
Ein wichtiger Schritt waren Ausbildung und Zertifizierung der ersten Geopark Ries Führerinnen und Führer, die seit 2009 Besucherinnen und Besucher fachkundig durch Landschaft und Erdgeschichte begleiten. Auch im Bildungsbereich setzte der Geopark Maßstäbe: Mit der Ernennung von Geopark Ries Schulen wurde Wissensvermittlung nachhaltig verankert. Durch die Gründung des Geopark Ries e. V. im Jahr 2017 wurde die organisatorische Struktur weiter gestärkt.
Den bisherigen Höhepunkt der Entwicklung markierte die Auszeichnung als UNESCO Global Geopark im Jahr 2022. Sie bestätigte die internationale geowissenschaftliche Bedeutung des Rieskraters und würdigt zugleich das Engagement in den Bereichen Bildung, nachhaltiger Tourismus und Regionalentwicklung. Auch in den darauffolgenden Jahren wurde der UNESCO Global Geopark Ries konsequent weiterentwickelt: Neue Erlebnis-Geotope, die Erschließung von Rad- und Wanderwegen, wie dem Ries-Panoramaweg und dem GeoRadweg Altmühltal, sowie neue Angebote für Kinder und Familien zeigen, wie dynamisch die Entwicklung des UNESCO Global Geoparks Ries voranschreitet. Die Aufnahme des Rieskraters in die Liste der weltweit bedeutendsten geologischen Stätten durch die internationale Vereinigung der Geowissenschaften bekräftigte die globale Ausrichtung.
Das 20-jährige Jubiläum ist daher nicht nur Anlass zum Rückblick, sondern auch Ansporn für die zukünftige Weiterentwicklung dieser einzigartigen Region.
Landratsamt Donau-Ries Stabsstelle Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit
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