Mit dem NASA-Astronauten Mark Lee steht am 8. August 2026 bereits der dritte Gast des „Space Summer“ fest. Die Veranstaltungsreihe ermöglicht im Jubiläumsjahr persönliche Begegnungen mit renommierten Persönlichkeiten der internationalen Raumfahrt.
Kathryn Thorntons Werdegang
Kathryn Thornton wurde am 17. August 1952 in Montgomery, Alabama, geboren. Nach ihrem Schulabschluss an der Sidney Lanier High School im Jahr 1970 studierte sie Physik an der Auburn University, wo sie 1974 den Bachelor of Science und 1977 den Master of Science erwarb. 1979 promovierte sie in Physik an der University of Virginia. Anschließend erhielt sie ein NATO-Postdoktorandenstipendium und setzte ihre Forschung am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg fort. 1980 begann sie ihre Tätigkeit als Physikerin am Foreign Science and Technology Center der US-Armee in Charlottesville, Virginia. Im Mai 1984 wurde Kathryn Thornton von der NASA für die zehnte Astronautengruppe ausgewählt. Nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Missionsspezialistin im Juli 1985 übernahm sie verschiedene technische Aufgaben, darunter die Überprüfung der Flugsoftware im Shuttle Avionics Integration Laboratory (SAIL) im Johnson Space Center in Houston, die Mitarbeit im Vehicle Integration Test Team (VITT) am Kennedy Space Center in Florida sowie die Tätigkeit als Raumfahrzeugkommunikatorin (CAPCOM) im Mission Control Center. Insgesamt flog Kathryn Thornton viermal ins Weltall.
Mission STS-33 „Discovery“
Bei ihrer ersten Mission gehörte Kathryn Thornton zur fünfköpfigen Besatzung der Raumfähre „Discovery“ (STS-33), die am 23. November 1989 vom Kennedy Space Center in Florida startete. Während der fünftägigen Mission im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums wurden verschiedene militärische Operationen durchgeführt. Hauptaufgabe war das Aussetzen eines militärischen Aufklärungssatelliten. Die Landung erfolgte am 28. November 1989 auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien. Thornton verbrachte bei dieser Mission 5 Tage, 6 Minuten und 46 Sekunden im Weltraum und absolvierte 79 Erdumrundungen.
Mission STS-49 „Endeavour“
Am 7. Mai 1992 startete Kathryn Thornton mit der Raumfähre „Endeavour“ zu ihrer zweiten Mission ins All. STS-49 war zugleich der Jungfernflug der „Endeavour“. Hauptaufgabe der Mission war das Einfangen und Reparieren des Satelliten „Intelsat VI“, der aufgrund eines Fehlers beim Raketenstart in einem zu niedrigen Orbit gestrandet war. Nachdem zwei Versuche gescheitert waren, gelang die Bergung schließlich bei einem bis heute einzigartigen Außenbordeinsatz mit drei Astronauten gleichzeitig. Im Rahmen der Mission absolvierte Thornton ihren ersten Weltraumspaziergang. Dabei wurde unter anderem das Experiment „Assembly of Station by EVA Methods“ (ASEM) durchgeführt, das die Montage und Wartung einer Raumstation im Orbit untersuchen sollte. Die Mission endete am 16. Mai 1992 mit der Landung auf der Edwards Air Force Base. Thornton verbrachte 8 Tage, 21 Stunden, 17 Minuten und 38 Sekunden im Weltraum, umrundete die Erde 141 Mal und absolvierte einen Außenbordeinsatz von 7 Stunden und 45 Minuten Dauer.
Mission STS-61 „Endeavour“
Ihre dritte Mission begann am 2. Dezember 1993 an Bord der „Endeavour“. STS-61 war die erste Wartungs- und Reparaturmission für das Hubble-Weltraumteleskop. Ziel war es, die durch einen Spiegelfehler beeinträchtigte Bildqualität des Teleskops wiederherzustellen. Dazu wurden eine neue Kamera sowie das Korrektursystem COSTAR installiert. Darüber hinaus erhielt Hubble neue Instrumente und Solarpaneele. Mit insgesamt fünf Außenbordeinsätzen gehörte STS-61 zu den anspruchsvollsten Missionen des Space-Shuttle-Programms. Kathryn Thornton führte gemeinsam mit ihrem Kollegen Thomas Akers zwei dieser Weltraumspaziergänge durch. Die Mission endete am 13. Dezember 1993 mit der Landung im Kennedy Space Center. Thornton verbrachte 10 Tage, 19 Stunden, 58 Minuten und 33 Sekunden im All, absolvierte 163 Erdumrundungen und zwei Außenbordeinsätze mit einer Gesamtdauer von 13 Stunden und 26 Minuten.
Mission STS-73 „Columbia“
Ihre vierte und letzte Mission führte Kathryn Thornton im Oktober 1995 an Bord der Raumfähre „Columbia“ ins All. Im Rahmen von STS-73 wurde das Forschungslabor „United States Microgravity Laboratory-2“ (USML-2) betrieben. Dort untersuchten Wissenschaftler Phänomene, die ausschließlich unter Bedingungen der Schwerelosigkeit beobachtet werden können. Als Nutzlast-Kommandantin war Thornton für den Betrieb des Spacelab-Moduls und die Durchführung der wissenschaftlichen Experimente verantwortlich. Die insgesamt 14 Hauptversuche umfassten die Bereiche Physik, Materialwissenschaften, Biotechnologie, Verbrennungsforschung und Raumfahrttechnologie. Die Mission endete am 5. November 1995 mit der Landung im Kennedy Space Center. Thornton verbrachte dabei 15 Tage, 21 Stunden, 52 Minuten und 21 Sekunden im Weltraum und absolvierte 255 Erdumrundungen.
Aufenthalt im Weltraum
Während ihrer vier Raumfahrtmissionen verbrachte Kathryn Thornton insgesamt 40 Tage, 15 Stunden, 15 Minuten und 18 Sekunden im Weltraum. Dabei umrundete sie die Erde 638 Mal und absolvierte drei Außenbordeinsätze mit einer Gesamtdauer von 21 Stunden und 11 Minuten.
Technik von Unterwasser bis ins Weltall
Vom gemeinnützigen Verein Auto + Technik Museum Sinsheim e. V. getragen und ganz nach dem Motto „für Fans von Fans“ gehören den Technik Museen Sinsheim Speyer weltweit rund 7.500 Mitglieder an. Im Jahr 2025 passierten ca. 1,3 Million Menschen die Türen der beiden Einrichtungen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Eintrittsgelder, Spenden sowie Mitgliedsbeiträge der Vereinsmitglieder. Alle Überschüsse werden zur Erhaltung und zum Ausbau der Museen verwendet.
An 365 Tagen im Jahr geöffnet, zeigen die Technik Museen Sinsheim Speyer zusammen auf mehr als 200.000 m² über 6.000 Exponate aus allen Bereichen der Technikgeschichte in einer weltweit einzigartigen Vielfalt. Vom U-Boot bis zum Oldtimer, von der Concorde bis zum Space Shuttle Buran ist alles vertreten. Neben den Dauer- und wechselnden Sonderausstellungen gibt es zahlreiche Fahrzeug- und Clubtreffen sowie Events. Eine wahre Sensation sind die beiden IMAX-Großformat-Kinos. Während in Sinsheim das IMAX 3D Kino – „das schärfste Kino der Welt“ – exklusive Dokumentationen und die neuesten Hollywood-Blockbuster präsentiert, werden im IMAX DOME Kino im Technik Museum Speyer die Filme auf eine gigantische Kuppel projiziert.
Technik Museum Speyer e.V.
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