Knapp die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland unterstützt eine verpflichtende Betriebsrente, wie sie aktuell in der Rentendebatte diskutiert wird – und viele wären auch bereit, dafür in die eigene Tasche zu greifen. Das ergibt eine aktuelle DEVK-Umfrage. Wie viel sie monatlich vom Bruttoeinkommen zurücklegen würden, fällt allerdings unterschiedlich aus.

Im Zuge der geplanten Rentenreform rückt die betriebliche Altersversorgung (bAV) stärker in den Fokus. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert eine verpflichtende Lösung, unterstützt von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft bringt ein Opt-out-Modell ins Spiel: Beschäftigte sollen automatisch eine Betriebsrente erhalten, können jedoch widersprechen. Wie diese Vorschläge bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ankommen, zeigt eine DEVK-Umfrage, für die das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Juni 2.500 Erwerbstätige befragt hat.

Geteilte Meinung zur Pflicht

Das Ergebnis fällt gemischt aus: 48 Prozent der Erwerbstätigen sprechen sich für eine Pflicht zur Betriebsrente aus, um sich vor Altersarmut zu schützen. Gleichzeitig lehnen 39 Prozent eine verpflichtende Lösung ab, 13 Prozent sind unentschlossen. Die hohe Ablehnung könnte strukturelle Gründe haben: Der Zugang zur bAV ist ungleich verteilt – in kleinen Betrieben nutzt nur etwa ein Viertel der Beschäftigten eine bAV, in Großunternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten sind es rund 86 Prozent (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Februar 2025). Entsprechend zurückhaltend reagieren viele Beschäftigte offenbar darauf, ihren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zusätzliche Verpflichtungen aufzubürden.

Bereitschaft zu eigenen Beiträgen ist da

Trotz dieser Skepsis zeigt die Umfrage: Viele Erwerbstätige sind grundsätzlich bereit, selbst fürs Alter vorzusorgen. Rund 28 Prozent würden monatlich 50 bis 100 Euro ihres Bruttogehalts in eine bAV einzahlen. Weitere 20 Prozent können sich sogar höhere Eigenanteile von bis zu 200 Euro vorstellen. Deutlich geringere Zustimmung gibt es hingegen für noch höhere Beiträge: Nur 13 Prozent sind bereit, mehr als 200 Euro monatlich zu investieren. Auch der Anteil derjenigen, die weniger als 50 Euro einzahlen würden, fällt mit 14 Prozent gering aus. Gleichzeitig sagt rund jede sechste befragte Person (16 Prozent), dass sie sie grundsätzlich keine zusätzliche Altersvorsorge über den Betrieb wünscht.

Steuerliche Ersparnisse und Zuschüsse nutzen

Beschäftigte haben grundsätzlichen einen gesetzlichen Anspruch darauf, Teile ihres Bruttogehalts in eine betriebliche Altersvorsorge umzuwandeln (Entgeltumwandlung). Auf diesen Betrag fallen zunächst weder Steuern noch Sozialabgaben an. Ein zusätzlicher Anreiz: Unternehmen sind verpflichtet, einen Zuschuss zu leisten, wenn Beschäftigte Teile ihres Gehalts umwandeln und sie dadurch Sozialabgaben sparen. Dieser Zuschuss beträgt pauschal 15 Prozent vom Umwandlungsbetrag. Konkret heißt das: Wer monatlich 100 Euro in die Betriebsrente einzahlt, erhält 15 Euro zusätzlich vom Arbeitgeber. Die genauen Regelungen sind meist in Tarifverträgen oder auf betrieblicher Ebene festgelegt.

Potenzial für die Betriebsrente

Die aktuelle Reformdebatte zielt darauf ab, neben der gesetzlichen Rente auch die betriebliche und private Altersvorsorge als starke, kapitalgedeckte Säulen auszubauen und damit Versorgungslücken zu schließen. Der Handlungsbedarf ist groß: Von 34,8 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland (Bundesagentur für Arbeit, Februar 2025) haben etwa 19,5 Millionen einen Anspruch auf eine Betriebsrente (IfD Allensbach, Juni 2025). Mehr als 15 Millionen Erwerbstätige bleiben bislang außen vor. Hinzu kommen geringfügig Beschäftigte mit meist besonders geringer Altersabsicherung. Die DEVK-Umfrage zeigt: Viele Beschäftigte sind grundsätzlich bereit, selbst vorzusorgen. Gleichzeitig bleibt eine Pflichtlösung umstritten.

DEVK Pensionsfonds-AG als Marktführer

Durchführungswege sind häufig Direktversicherungen, Pensionskassen oder Pensionsfonds. Die DEVK Pensionsfonds-AG gehört zu den größten Pensionsfonds in Deutschland und ist mit rund 260.000 Versorgungsberechtigten sogar die Nummer eins im Markt. Gewachsen ist der DEVK Pensionsfonds vor allem durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn: Sie ermöglicht ihren Beschäftigten seit 2002 die Entgeltumwandlung über die DB Altersvorsorge. Heute verfügen alle tariflich Beschäftigten der DB automatisch über eine Altersversorgung beim Pensionsfonds des Eisenbahnversicherers DEVK. Das Kölner Unternehmen fokussiert sich bei der betrieblichen Altersvorsorge auf die Verkehrsbranche und bietet dafür verschiedene Durchführungswege an.

Mehr zur bAV und den DEVK-Pensionsfonds unter www.devk.de/bav

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