Themenschwerpunkt der diesjährigen Impfwoche ist die Aufklärung über die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren, zum Schutz vor HPV-bedingten Krebserkrankungen. Die Impfwoche zeigt, welche Folgen HPV‑Infektionen haben können, und informiert über den wirksamen Schutz durch eine frühzeitige HPV-Impfung. Langfristiges Ziel ist es, die Impfquoten bei Jungen und Mädchen ab 9 Jahren zu erhöhen.
Gesundheitsamt bietet kostenlose Impfberatung ohne Anmeldung am 09.07.2026
Darüber hinaus berät das Gesundheitsamt Donau-Ries während der Impfwoche am Donnerstag, den 09.07.2026 von 10:00 – 12:30 Uhr und von 14:00 – 16:30 Uhr über Impfungen und kann Impfbücher auf Vollständigkeit prüfen. Die Impfberatung findet sowohl im Gesundheitsamt in Donauwörth (Pflegstraße 2) als auch in Nördlingen (Bürgermeister-Reiger-Straße 5) statt.
„So erhalten Bürgerinnen und Bürger in kurzer Zeit einen Überblick darüber, welche Impfungen bereits bestehen und welche noch empfohlen werden“, erläutert Ana Valeria Martinez, stellvertretende Leitung des Gesundheitsamtes Donau-Ries. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können einfach vorbeikommen. Das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und ihre Eltern ebenso wie an erwachsene Bürgerinnen und Bürger.
HPV – eine häufige, aber vermeidbare Ursache für Krebs
Die meisten Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit humanen Papillomviren (HPV). Übertragen werden die Viren hauptsächlich durch Kontakt mit infizierter Haut- oder Schleimhaut, meist über sexuelle Kontakte. Oft bleibt die Infektion unbemerkt und heilt in den meisten Fällen auch ohne Behandlung aus. Allerdings gibt es auch HPV-Infektionen, die viele Jahre später zu Krebserkrankungen führen.
In Deutschland erkranken jährlich ca. 7.450 Frauen und ca. 3.000 Männer an Krebs durch HPV; pro Jahr versterben noch immer ca. 1.400 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und über 25.000 Frauen werden wegen Krebsvorstufen am Gebärmutterhals operiert. Neben Gebärmutterhalskrebs spielen auch Tumore im Mund-Rachenraum eine große Rolle. Viele dieser Erkrankungen wären durch höhere Impfquoten vermeidbar.
Informationen zur HPV-Impfung
Der effektivste Schutz gegen eine Infektion mit HPV ist die rechtzeitige Impfung. Da sich Jugendliche bereits bei den ersten sexuellen Kontakten mit HPV anstecken können, ist eine frühzeitige Impfung besonders wichtig. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV‑Impfung für Mädchen und Jungen von 9 bis 14 Jahren. In diesem Alter sind zwei Impfdosen für den vollen Schutz notwendig. Sie ist jedoch auch später noch möglich und sinnvoll, dann sind drei Impfdosen für einen vollständigen Schutz erforderlich. Die Sicherheit der HPV-Impfung wurde vor und nach der Zulassung in umfangreichen Studien untersucht. Schwere Nebenwirkungen konnten dabei nicht festgestellt werden. Nach der Impfung kann es kurzfristig zu einer Rötung an der Einstichstelle oder zu grippeähnlichen Symptomen, Kopfschmerzen oder Schwindel kommen. Der Körper baut im Anschluss an die Impfung eine Schutzbarriere gegen HPV auf. Damit wird auch der Partner oder die Partnerin geschützt.
Obwohl die HPV-Impfquoten in Bayern seit der erstmaligen Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission – 2007 für Mädchen und 2018 für Jungen – stetig angestiegen sind, sind laut den aktuellen Auswertungen des Robert Koch-Instituts in Bayern insgesamt erst 50 % der 15-jährigen Mädchen und 30 % der 15-jährigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft. Damit ist Bayern noch ein gutes Stück von den durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) angestrebten 90 % entfernt.
Die Impfquote für eine vollständige Impfung liegt im Landkreis Donau-Ries für 15-jährige Mädchen bei 50% und für 15-jährige Jungen bei 26% (Quelle: Robert Koch Institut). Für den Landkreis Donau-Ries zeigt sich damit, dass noch Potenzial besteht, mehr Kinder und Jugendliche durch die HPV‑Impfung zu schützen.
Weiterführende Informationen rund um die Bayerische Impfwoche und die HPV-Impfung finden Sie unter http://www.impfwoche.bayern.de/ und http://www.schutzimpfung-jetzt.de/.
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