Wenn die Dämmerung den Schwarzwald in ein geheimnisvolles Licht taucht, beginnt eine besondere Zeit für Entdeckungen jenseits des Alltäglichen: Zwischen Vollmond, flackernden Fackeln und funkelndem Sternenhimmel öffnen sich außergewöhnliche Erlebnisräume, in denen Natur, Geschichte und Erzähltradition auf eindrucksvolle Weise verschmelzen. Geführte Wanderungen mit charismatischen und kenntnisreichen Schwarzwald-Guides, szenische Inszenierungen und lebendige Geschichten laden dazu ein, die Region aus einer neuen, oft überraschenden Perspektive zu erleben – mal ruhig und sinnlich, mal spannend und mystisch, aber immer nah dran an den Wurzeln des Schwarzwalds.

Mehr zu den außergewöhnlichen Führungen im Schwarzwald finden Sie hier: www.guide-portal-schwarzwald.info

Im Schein des Vollmonds durchs Albtal

Eine abendliche Wanderung durchs Albtal mit Schwarzwald-Guide Monika Amann lässt alle Sinne erwachen: Die Füße finden fast von selbst den Weg, die Nase nimmt die intensiven Walddüfte wahr und zugleich entsteht eine friedliche Ruhe. Der Mond steht dabei im Mittelpunkt als natürlicher Begleiter der Touren. Die Führungen im nördlichen Schwarzwald verbinden Naturerlebnis mit Wissen und Atmosphäre. Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen werden auch die literarische und mystische Seite des Mondes betrachtet. Selbst bei bewölktem Himmel behält die informative Wanderung ihren besonderen Reiz. Diese Termine stehen zur Wahl: 31. Juli in Dobel (20.45 Uhr), 29. August in Dobel (20 Uhr) sowie 26. September 2026 in Bad Herrenalb (19 Uhr). Buchung unter www.amanntour.de; viele weitere geführte Wanderungen unter www.naturparkschwarzwald.de 

Der Herrischrieder Salpeterer: Authentische Geschichte im Klausenhof

Im Freilichtmuseum Klausenhof in Herrischried wird Geschichte lebendig: Helmut Eckert verkörpert einen Herrischrieder Salpeterer und erzählt von den Salpeterer-Aufständen im Hotzenwald des 18. Jahrhunderts. Die Salpeterer waren Bauern, die sich gegen die Herrschaft des Klosters St. Blasien auflehnten und für mehr Mitbestimmung sowie grundlegende Demokratie- und Menschenrechte kämpften. Zugleich verdienten viele von ihnen ihren Lebensunterhalt als sogenannte Salpeterer: Sie zogen von Hof zu Hof und gewannen mühsam Kalksalpeter von Stallwänden – ein wichtiger Rohstoff für die Schwarzpulverherstellung. Als Nachfahre der Salpeterer ist Helmut Eckert dieser Geschichte eng verbunden. Mit großer Authentizität, spürbarer Leidenschaft und einem feinen Gespür für die Lebenswelt seiner Vorfahren macht er die Ereignisse greifbar – und lässt Besucher den Hotzenwald tief im Süden der Ferienregion intensiver verstehen. Führungen ab 17 Uhr; Termine sind 21. August, 18. September und 16. Oktober 2026. Anmeldung unter www.hotzenwald-schwarzwald.de

Fackelwanderung am Balzer Herrgott bei Gütenbach

Wenn der Vollmond über den Wipfeln steht, öffnet sich bei der Vollmond-Fackelwanderung am Balzer Herrgott – eine in eine Weidbuche eingewachsene steinerne Christusfigur – ein Raum für Geschichten, Rätsel und alte Überlieferungen. Bei seiner besonderen Führung in Gütenbach entführt Schwarzwald-Gästeführer Andreas Farsang die Teilnehmer in eine mystisch-gruselige Nacht, in der sich Legenden, Naturbeobachtungen und historische Bezüge auf eindrucksvolle Weise verbinden. Unterwegs begegnen die Gäste Erzählungen, die aus fernen Ländern herüberwehen, alten Baumgeistern, schweigenden Boten aus der Luft und Gestalten, die zwischen den Welten wandeln. Was davon Legende ist und was auf wahren Begebenheiten beruht, bleibt in der Dunkelheit oft offen – genau das macht den Reiz dieser Wanderung aus. Im Schein von Fackeln oder Laternen wird der nächtliche Wald zu einer Bühne für Mythen, Geheimnisse und Geschichten, die lange nachhallen. Folgende Termine sind buchbar: 25. Juli (20.30 Uhr), 1. August (20.15 Uhr), 29. August (19.30 Uhr), 26. September (18.30 Uhr), 24. Oktober (17.45 Uhr), 21. November (16 Uhr) und 26. Dezember 2026 (16 Uhr) unter www.schwarzwald-gaestefuehrer.de

Schaurige Schwarzwaldnächte: Sagen, Spuk und Grusel im Wald

Gleich zwei besondere Veranstaltungen mit der erfahrenen Märchenerzählerin, Kräuterfrau und Hebamme Ulrike Lingner laden dazu ein, in die Welt der regionalen Sagen und Spukgeschichten einzutauchen. Auf dem Waldfestplatz in Loßburg knüpfen die „Spuk- und Gruselgeschichten am Lagerfeuer“ an eine alte Schwarzwälder Tradition an: das Erzählen unheimlicher Geschichten in geselliger Runde. Während das Feuer flackert und heißer Tee wärmt, berichten die Erzählungen von geheimnisvollen Gestalten wie dem „Wannenfülli“, dem „Wassergeist“ an der Kinzigquelle oder der „Gfällrote“ aus den Wäldern des Brends. Die eindrücklichen Geschichten lassen die düstere Sagenwelt der Region lebendig werden – und mitunter scheint sich zwischen den Bäumen sogar eine schattenhafte Gestalt zu regen. Nicht weniger eindrucksvoll gestaltet sich die „Dunkelzeitwanderung – Gruselführung durch den Barfußpark im Laternenschein“: In der einsetzenden Dämmerung führt die Tour durch den Barfußpark in Dornstetten-Hallwangen und hinein in eine Welt voller unheimlicher Begegnungen. Die Teilnehmenden begegnen dabei Höllenhunden mit glühenden Augen, geheimnisvollen Moorgeistern und sagenumwobenen Hexen. Die atmosphärische Wanderung verbindet Naturerlebnis mit Erzählkunst und endet mit einer wärmenden Stärkung bei Früchtepunsch. Termine am 24. Oktober (18.30 Uhr) und 31. Oktober 2026 (17.30 Uhr); Buchung unter www.lebenskunst-kraeuterwissen.de 

Nachts im Pfisterwald: „Geisterwanderung“ in St. Märgen

Uralte Gestalten, geheimnisvolle Klänge und schaurige Begegnungen erwarten die Teilnehmer bei der „Geisterwanderung“ durch den Pfisterwald in St. Märgen im Hochschwarzwald. Auf der rund vier Kilometer langen Strecke sollten sie auf Überraschungen gefasst sein: Hexen tauchen auf, Musik erklingt, ein Schimmelreiter prescht vorbei. Passiert das alles wirklich? Das „Plattenwieble“ berichtet außerdem aus ihrem Leben, während weitere geheimnisvolle Gestalten im Schatten der Bäume auftauchen. Jede Wegbiegung hält eine neue Überraschung bereit. Die geführte Tour ist leicht bis mittel anspruchsvoll, führt über 100 Höhenmeter und dauert etwa 2,5 Stunden. Zum Abschluss erwartet die Gruppe eine wärmende Suppe, die nach den aufregenden Begegnungen besonders gut schmeckt. Kinder ab sechs Jahren dürfen in Begleitung eines Elternteils teilnehmen. Die Wanderung findet ausschließlich bei guter Witterung statt; über eine mögliche Absage wird rechtzeitig informiert. Treffpunkt ist der Augustinerplatz in St. Märgen. Folgende Termine stehen zur Auswahl: 3. August, 17. August (jeweils 20 bis 23 Uhr) und 31. August 2026 (19.30 bis 22.30 Uhr). Buchung unter www.hochschwarzwald.de 

Sag mir, wieviel Sternlein stehen: Sternenwanderung am Rohrhardsberg

Eine stimmungsvolle Sommernacht erwartet Besucher bei der geführten Sternenwanderung am Rohrhardsberg bei Schonach. Start ist am 8. August 2026 um 19 Uhr am Mühlebühlparkplatz. Von dort aus führt die Tour in der Abenddämmerung zum Lifthäusle am Skilift Rohrhardsberg. Zwischen 20 und 21 Uhr stärken sich die Teilnehmenden mit einem herzhaften Wurstsalat. Von 21 bis etwa 22.30 Uhr vermittelt ein erfahrener Astronom Wissenswertes über Sternbilder, Planeten und astronomische Zusammenhänge. Mithilfe eines Teleskops eröffnet sich ein faszinierender Blick auf den Nachthimmel. Bei klarer Sicht können mit Glück bereits erste Sternschnuppen der Perseiden beobachtet werden. Der Rohrhardsberg bietet aufgrund seiner geringen Lichtverschmutzung ideale Bedingungen für die Sternenbeobachtung. Der Rückweg erfolgt gegen 23 Uhr. Die Veranstaltung ist für Kinder ab 8 Jahren geeignet. Buchung unter www.hochschwarzwald.de 

Taschenlampen-Abenteuer im Rottweiler „Schwarzen Tor“

Bereits im Mittelalter war die Reichsstadt Rottweil als „Stadt der Türme“ weit über die Schwarzwälder Grenzen hinaus bekannt. Alle Tore, Türme und die Stadtmauer der ältesten Stadt Baden-Württembergs sind Teile der Staufer-Befestigung aus dem 13. Jahrhundert. Der „Hochturm“ und das „Schwarze Tor“ wurden beide als Wachtürme genutzt, aber auch als Gefängnis. Zwischen Dämmerlicht und Dunkelheit begeben sich Kinder ab vier Jahren auf eine geführte Entdeckungsreise durch das „Schwarze Tor“. Taschenlampen beleuchten Ecken und Winkel, die man im Tageslicht leicht übersehen kann. Termine auf Anfrage. www.tourismus-rottweil.de 

Das „Heidewiebli“: Eine unbeugsame Frau aus dem Hotzenwald

Magdalena Schmidt oder das „Heidewiebli“, wie sie genannt wurde, war eine Legende des Hotzenwalds: Sie trug Männerhosen, rauchte Pfeife, fischte heimlich im Heidenwuhr und hängte Strafzettel als Dekoration an ihre Hütte – eine Frau, die sich nie um Konventionen scherte. Gästeführerin Margit Eckert erweckt diese beeindruckende Persönlichkeit in ihren Führungen wieder zum Leben und führt das Publikum mitten hinein in die Geschichten, Herausforderungen und Lebensweisen des 19. Jahrhunderts. Die unterhaltsame und lebendige Darstellung verbindet historische Fakten mit scharfem Witz und direkter Ansprache des Publikums; wer sich einlässt, erlebt keine trockene Geschichte, sondern eine Begegnung, die noch lange nachklingt. Jede Führung ist anders: Erzählungen, spontane Einfälle und manchmal ein Lied machen den Abend zu einem kurzweiligen Erlebnis für Einheimische und Gäste gleichermaßen. Die Führungen beginnen um 17 Uhr am Freilichtmuseum Klausenhof in Herrischried; anschließend kann optional ein Bauernvesper dazugebucht werden. Termine sind 14. August, 11. September und 9. Oktober 2026, Buchung unter www.hotzenwald-schwarzwald.de

Zeitreise im Fackelschein: Die „Abendtürmerführung“ zieht zur Kastelburg

Wenn der Türmer am Marienbrunnen in sein Horn bläst, verwandelt sich Waldkirch in eine Kulisse des 15. Jahrhunderts. Die zahlreichen historischen Erlebnisführungen laden dazu ein, die Geschichte der Stadt und der weithin sichtbaren Kastelburg auf eine lebendige Art zu entdecken. Bei der „Abendtürmerführung“ erwartet Besucher ein Theaterschauspiel unter freiem Himmel. Der rund vierstündige Abend (19 bis 23 Uhr) beginnt stimmungsvoll auf dem Marktplatz mit Geschichten über die Stadtgründung. Von dort aus machen sich die Teilnehmer auf den Weg hinauf zur geschichtsträchtigen Ruine der Kastelburg. Am Burggraben angekommen, bittet der Türmer den kritischen Torhüter um Einlass für die Gruppe – und das Abenteuer beginnt. Zwischen Fanfarenklängen und einer lautstarken Schussvorführung der Burgwache begegnen sie historischen Figuren. Während die Burgköchin am knisternden Lagerfeuer von Sitten, Bräuchen und alten Rezepten erzählt, sorgen Spielleute mit historischer Musik für die passende Atmosphäre. Auch Schwertkämpfer, Trommler und der Nachtwächter treten auf und erwecken das Lager zum Leben. Ein mittelalterlicher Imbiss rundet das Erlebnis ab. Der krönende Abschluss ist der romantische Rückweg im Schein von Fackeln und Laternen durch den Kastelbergwald zurück in die Stadt. Termine am 31. Juli, 1. August und 4. September; eine Familienführung (13 bis 17 Uhr) gibt´s am 5. September 2026. Buchung: www.stadt-waldkirch.de 

Nachtwächter und Nachtgeschichten in Wolfach

„Hört ihr Leut‘ und lasst Euch sagen…“: So schallt es am Abend durch die nächtlichen Straßen und Gassen Wolfachs. Dann beginnt der Nachtwächter mit Laterne und Hellebarde ausgerüstet seine Runde. Mit markanter Stimme trägt er dabei an mehreren Stationen die historischen Stundentexte vor. Das Ertönen seines Hornsignals markiert den Start am Rathaus. Der Weg führt durch die Hauptstraße in Richtung Stadtbrücke, von dort entlang der Kinzig zum Weibergraben und durch die Schlossstraße zurück zum Marktplatz. Früher wäre es seine Aufgabe gewesen, die Wirtshaushocker und Nachtwandler daran zu erinnern, was die Stunde geschlagen hat. Auch das ordnungsgemäße Verschließen der Haustüren und Stadttore zu überwachen gehörte dazu. Der Nachtwächter heute verbreitet sein Wissen um dieses Brauchtum zur Unterhaltung der Gäste und Besucher. Termine donnerstags und samstags bis Ende September 2026, keine Anmeldung erforderlich. Mehr Infos unter www.schwarzwald-kinzigtal.info 

Pirschpfad-Tour am Schluchsee

Mit der Pirschpfad-Tour von Martin Wißler eröffnet sich im Hochschwarzwald ein besonderer Blick auf die Wildnis und ihre Bewohner. Die geführte Tour verbindet Naturerlebnis, fachkundige Einordnung und eindrucksvolle Einblicke in die Lebensräume heimischer Wildtiere. Ein Höhepunkt ist der Wildtier-Beobachtungsstand im Wüstengraben unweit des Schluchsees. Er bietet nicht nur eine authentische Kulisse für die Tour, sondern macht Naturbeobachtungen auch unabhängig von der Witterung möglich. Südlich des Schluchsees liegt zudem die Kernzone des Rotwild-Schutzgebiets Südschwarzwald. Inhaltlich greift Wißler auch die Rückkehr von Wolf und Luchs in den Schwarzwald auf. Der Beobachtungsposten ist vom Wanderparkplatz „Habsbergschanze Schluchsee“ in rund 30 Minuten erreichbar; Termine und Infos bei Martin Wißler unter www.hochschwarzwald-touren.de

Ein Ghost-Walk mit Bruder Gregorius durchs nächtliche Breisach

Bruder Gregorius wandelt seit Jahrhunderten durch Breisachs Gassen – ein stummer Zeuge glorreicher Tage und grauenhafter Nächte. Wer ihn auf seiner Tour begleitet, spürt den kalten Hauch der alten Witwe Binz in ihrem ewigen Exil und erfährt, welche verfluchten Plätze nach Sonnenuntergang besser zu meiden sind. In den verwinkelten Gassen der Europastadt am Westrand der Ferienregion Schwarzwald stellt sich die Frage: Wo genau wurden die vermeintlichen Hexen der „peinlichen Befragung“ unterzogen? Wo lauern noch heute die Pestdämonen auf Unvorsichtige und welches dunkle Geheimnis verbirgt die mysteriöse Hasenpforte? Termine der Sondertour „Geister, Spuk und Sommernacht“ sind 15. und 29. August sowie 17. Oktober 2026, jeweils um 21 Uhr. Buchung unter www.historix-tours.de   

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