Erfahrene Fachkräfte werden händeringend gesucht. Gleichzeitig scheiden jedes Jahr Menschen nach einem Arbeitsunfall oder einer schweren Erkrankung aus ihrem bisherigen Beruf aus – häufig nicht, weil sie ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben könnten, sondern weil der Zugang zu Maschinen, Fahrzeugen oder Arbeitsplätzen plötzlich zur unüberwindbaren Hürde wird. Genau hier setzt die Arbeit der Mobilitätsexperten von Paravan an. Gemeinsam mit Betroffenen, Arbeitgebern, Berufsgenossenschaften, Rentenversicherung und Agentur für Arbeit entstehen individuelle Lösungen, die den Weg zurück an den Arbeitsplatz ermöglichen. Denn berufliche Reintegration beginnt lange vor dem ersten Umbau – mit Beratung, Analyse und dem Zusammenspiel aller Beteiligten.

Reintegration beginnt mit Zuhören

Bevor über Liftsysteme, Bedienelemente oder das elektronische Fahr- und Lenksystem Space Drive gesprochen wird, steht eine andere Frage im Mittelpunkt: Was muss der Mensch an seinem Arbeitsplatz leisten können? „Am Anfang steht nie die Technik", sagt Daniel Weber, Mobilitätsberater bei Paravan. „Wir schauen uns zuerst den Menschen und seinen Arbeitsplatz an. Welche Bewegungen sind möglich? Welche Anforderungen stellt die Maschine? Welche Arbeitsabläufe müssen erhalten bleiben? Erst wenn wir diese Fragen beantworten können, beginnt die Suche nach der passenden Lösung."

Deshalb endet die Beratung nicht beim Fahrzeug. Entscheidend ist, die Anforderungen des Arbeitsplatzes genau zu verstehen. In enger Abstimmung mit dem Betroffenen, Arbeitgebern, Kostenträgern und technischen Sachverständigen entsteht ein umfassendes Bild der Situation. Erst daraus entwickelt sich eine Lösung, die den beruflichen Alltag langfristig unterstützt.

Es gibt keine Standardlösung, weil es keinen Standardmenschen gibt

Die Bandbreite der Projekte reicht von vergleichsweise kleinen Anpassungen bis hin zu komplexen Sonderentwicklungen. Manchmal genügt eine Einstiegshilfe, damit ein Mitarbeiter wieder sicher einen Traktor oder Gabelstapler nutzen kann. In anderen Fällen entstehen hydraulische Liftsysteme, individuelle Bedienkonzepte oder Lösungen mit dem elektronischen Fahr- und Lenksystem Space Drive. Oft entscheidet nicht die Größe des Umbaus über den Erfolg einer Reintegration. Manchmal genügt eine vergleichsweise kleine technische Anpassung, um den Zugang zu einer Maschine wieder zu ermöglichen. In anderen Fällen entsteht eine komplett neue Lösung. Am Ende kommt es nicht auf den Umfang des Umbaus an, sondern darauf, dass die Lösung exakt zum Menschen und zu seinem Arbeitsplatz passt.

Aus einer Aufgabe wird ein Entwicklungsprojekt

"Jedes Projekt beginnt für uns mit einer neuen Fragestellung. Häufig existiert für eine Maschine oder einen Arbeitsplatz noch keine fertige Lösung“, sagt Manuel Buk, stellvertretender Betriebsleiter bei Paravan. „Dann entwickeln wir gemeinsam mit Konstruktion, Fertigung und Mobilitätsberatung die passende technische Lösung für den jeweiligen Arbeitsplatz."

Ob Traktor, Gabelstapler, Radlader oder Kehrmaschine – jedes Projekt stellt andere technische Anforderungen. Aus den Anforderungen des Arbeitsplatzes entsteht eine individuelle Lösung, die von der ersten Skizze bis zur Erprobung gemeinsam mit dem späteren Nutzer entwickelt wird. Oft sind mehrere Entwicklungsschritte notwendig, bis Ergonomie, Sicherheit und Bedienbarkeit im Arbeitsalltag überzeugen. Erst dann ist ein Projekt abgeschlossen.

Viele Partner – ein gemeinsames Ziel

Berufliche Reintegration gelingt nur im Zusammenspiel aller Beteiligten. Arbeitgeber möchten erfahrene Mitarbeiter im Unternehmen halten. Berufsgenossenschaften, Rentenversicherung oder Agentur für Arbeit begleiten den Wiedereinstieg und unterstützen die notwendigen Maßnahmen. Paravan übernimmt innerhalb dieses Netzwerks die Rolle des technischen Lösungspartners – von der Analyse über die Entwicklung bis zur Umsetzung. Ziel ist nicht der Umbau einer Maschine, sondern eine Lösung, die den Menschen dauerhaft wieder an seinen Arbeitsplatz zurückbringt.

Berufliche Teilhabe sichert Erfahrung und Zukunft

Das Thema gewinnt weiter an Bedeutung. Angesichts des Fachkräftemangels wird der Erhalt erfahrener Mitarbeiter für viele Unternehmen zu einem entscheidenden Faktor. Individuelle Arbeitsplatz- und Fahrzeuganpassungen leisten deshalb weit mehr als einen Beitrag zur beruflichen Teilhabe. Sie helfen Unternehmen, wertvolles Know-how zu bewahren, und ermöglichen Menschen nach einem Unfall oder einer Erkrankung die Rückkehr in ihren Beruf.

Hinter jedem angepassten Traktor, jedem umgebauten Gabelstapler oder jeder modifizierten Baumaschine steht deshalb weit mehr als ein technisches Projekt. Es geht um Erfahrung, die Unternehmen nicht verlieren. Um Menschen, die ihren Beruf weiter ausüben möchten. Und um die Überzeugung, dass Mobilität dort beginnt, wo andere glauben, dass der Weg zu Ende ist.

Weitere Informationen unter: https://www.paravan.de/…

 

Über die PARAVAN GmbH

Die PARAVAN GmbH mit Sitz in Pfronstetten-Aichelau (Baden-Württemberg) ist Weltmarktführer für hoch individuelle behindertengerechte Fahrzeuglösungen. Rund 180 Mitarbeiter entwickeln und produzieren am Hauptstandort sowie in der Niederlassung Heidelberg innovative Mobilitätslösungen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen – von Fahrzeugumbauten über Elektrorollstühle bis hin zur spezialisierten Fahrausbildung. Mit dem „Alles-aus-einer-Hand“-Konzept begleitet PARAVAN seine Kunden von der Beratung über den Fahrzeugumbau bis zur Fahrausbildung. Technologisches Herzstück ist Space Drive, ein digitales Drive-by-Wire-Fahr- und Lenksystem, das als weltweit erstes seiner Art über eine Straßenzulassung verfügt. Die Technologie ermöglicht selbst schwerstbehinderten Menschen, ein Fahrzeug eigenständig zu steuern.In über 25 Jahren Praxiseinsatz und mehr zwei Milliarden gefahrenen Straßenkilometern hat sich Space Drive weltweit bewährt. Neben der Behindertenmobilität nutzen zahlreiche Industriepartner das System als Technologieplattform für Entwicklungen im Bereich autonomes Fahren. www.paravan.de

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