Der chinesische Fernsehsender Jiangsu TV mit Sitz in Nanjing konnte im Oktober 2020 seinen ersten IP-basierten 4K-TV-Ü-Wagen zu ersten Produktionen auf die Straße schicken. Ein so hochmodernes Fahrzeug erfordert fortschrittliche Broadcast-Technologie in allen Bereichen. Deshalb entschied sich Jiangsu TV für eine IP-Audio-Infrastruktur von Lawo, bei der ein mc²56 Audioproduktionspult der neuesten Generation (MKIII) und ein Ruby-Broadcast-Mischpult zum Einsatz kommen.

Dieses Ü-Wagen-Projekt wurde in nur sieben Monaten vom Systemintegrator New Digital Technology (NDT), Lawos Installationspartner in China, realisiert.

„Mit diesem neuen Ü-Wagen ist Jiangsu TV in die Ära der UHD-Produktion gestartet. Unser Sender beabsichtigt, dieses Produktionsverfahren Schritt für Schritt auch in unseren Studios und im Hauptschaltraum umzusetzen“, erklärt ein Mitarbeiter von Jiangsu TV. „Nachdem fast alle regionalen und lokalen Fernsehsender dem Trend zu UHD auf Basis von 4K folgen, beschreiten auch wir diesen Weg. Die Entscheidung für Lawo fiel uns nicht schwer, da wir in drei unserer Ü-Wagen bereits seit Jahren erfolgreich Lawo-Pulte einsetzen und ihre Leistung, Zuverlässigkeit und intuitive Bedienung alle anderen Optionen übertrifft.“

Herzstück der Tonregie im neuen Ü-Wagen ist ein Lawo mc²56 Audioproduktionspult mit 48 Fadern. Neben einer Leistung von 256 DSP-Kanälen und einer Routingkapazität von 5120×5120 Monokanälen bietet der Mischpult-Core 12 RAVENNA-Ports, 8 MADI-Ports und 32 AES-Ein- und Ausgänge an D-Sub- und BNC-Anschlüssen. Kompakt, flexibel und vielseitig – das für IP-Videoproduktionsumgebungen optimierte Pult unterstützt SMPTE 2110, AES67/RAVENNA und DANTE. Button-Glow, farbig hinterleuchtete Touch-Sense-Encoder und Farb-TFTs bieten eine klare Farbkodierung der Channel-Strips für bessere Sichtbarkeit und schnelleren Zugriff auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Lawos LiveView Technologie erlaubt Thumbnail-Darstellung von Videostreams auf den Label-Displays direkt bei den Fadern.

Das 12-Fader-Ruby-Broadcast-Pult wird als Backup-Pult für das gesamte Audiosystem genutzt. Zwei integrierte Stageboxen – eine A__stage 64 mit 32 Mic/Line-in, 16 Line out, 8 AES in/out und GPI in/out sowie MADI I/O, kommt zusammen einer A__stage 48 Stagebox zum Einsatz. Letztere ist mit der A__stage 64 identisch, bietet im Unterschied dazu allerdings 16 Mic/Line-ins. Diese Kombination ermöglicht eine große Flexibilität bei der Integration der Signalkommunikation.

Dank ihres schlanken, aufgeräumten Designs und der Anpassungsfähigkeit an wechselnde Workflows hat sich die ruby-Konsole zu einem Renner bei Broadcastern weltweit entwickelt. User können über einen Touchscreen verschiedene Funktionen des ruby Mischpults mit Lawo VisTool steuern, einer fortschrittlichen, intuitiv bedienbaren vektorgrafischen Benutzeroberfläche, die einen einfachen Zugriff zur Mix-, EQ- und Dynamiksteuerung sowie andere Softwarefunktionen erlaubt. Der ruby Mischer nutzt eine hochmoderne Lawo Power Core Mixing Engine, ein 1RU DSP-Gerät zur Verarbeitung einer großen Anzahl an analogen, digitalen und AES67-vernetzten Audioquellen.

He Fangming, Chief Representative von Lawo in Peking, ist überzeugt davon, dass es Lawos stetiges Engagement zu verdanken ist, dass sich eine vertrauensvolle Partnerschaft mit Jiangsu TV entwickeln konnte. „Mit der Erfahrung aus den bisherigen Ü-Wagen, die in den Jahren 2010, 2014 und 2016 gebaut und mit mc²66- und mc²56-Pulten ausgestattet wurden, hat sich Lawo viel Vertrauen erworben. Dieses Vertrauen bildete die Basis für Jiangsu TV, den nächsten technologischen Schritt mit Lawo zu gehen. Lawos RAVENNA-basierte moderne Audiolösungen unterstützen ST2110 und ermöglichen eine direkte Integration mit dem 4K-Videosystem, wodurch die bisherige Notwendigkeit entfällt, AES-Audio zwischen den Audio- und Videosystemen zu überbrücken, indem ein COTS-Switch als zentraler Router verwendet wird.“

Passenderweise hat Jiangsu TV das neue Jahr mit seinem neuen Ü-Wagen eingeläutet und ihn für die Live-Berichterstattung am chinesischen Neujahrsfest 2020 eingesetzt – eine regelrechte „Feuertaufe“, die sowohl das Konzept als auch die Konstruktion erfolgreich unter Beweis stellte. He: „Der Aufbau eines echten und eleganten IP-Systems durch den Verzicht auf viele Kabel und Racks ist ein großer Vorteil für den Kunden. Das spart Platz im Ü-Wagen, aber noch wichtiger ist, dass das Videosystem und das Audiosystem durch das IP-Konzept enger zusammenwachsen.“

Über die Lawo AG

Lawo entwickelt, fertigt und vertreibt zukunftsweisende Netzwerk-, Control-, Audio- und Video-Systeme für Fernseh- und Radio-Produktionen, Postproduktion sowie Live-Events und Theateranwendungen. Das Produktportfolio umfasst Steuerungs- und Monitoring-Systeme, digitale Tonmischpulte, Kreuzschienen, Videoprozessoren sowie Lösungen für IP-basierte A/V-Infrastrukturen und Routingsysteme. Alle Produkte werden in Deutschland entwickelt und am Hauptsitz des Unternehmens in Rastatt nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.lawo.com.

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