• Infektionsschutz belastet Schwerkranke und Sterbende massiv
  • Persönlichkeit statt Patient: Biografiearbeit gibt Sterbenden mehr Würde

Die Eindämmung der Corona-Pandemie erfordert oft harte Maßnahmen. So mussten auch die Hamburger Krankenhäuser immer wieder Besuche von Angehörigen deutlich einschränken oder gar ganz untersagen. Die Aussicht, im Krankenhaus von ihrer Familie isoliert zu sein, habe nicht wenige schwerkranke Patientinnen und Patienten davon abgeschreckt, sich auf einer Palliativstation betreuen zu lassen, berichten Palliativmediziner der Hamburger Asklepios Kliniken aus Anlass des Welthospiztages am 9. Oktober. Dabei gebe es für diese Stationen Sonderregelungen, die unter bestimmten Voraussetzungen Besuche und sogar die Aufnahme von Begleitpersonen möglich machten. ­

Würdevolles Sterben, Tod und Trauer stehen alljährlich am zweiten Sonnabend im Oktober, dem Welthospiztag, im Fokus von Veranstaltungen in aller Welt. In Hamburg findet im Anschluss die Hospizwoche mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen statt. In diesem Jahr bestimmen vor allem die Folgen der Pandemie die Diskussion unter Palliativmedizinern. „Die Besuchsregelungen auf den Stationen mussten in den vergangenen Monaten immer wieder an die aktuelle Lage angepasst werden, das war eine enorme Belastung. Im Einzelfall war das oft furchtbar, auch wenn es insgesamt betrachtet natürlich notwendig und richtig war“, sagt Hauke Weilert, Leitender Oberarzt der Palliativmedizin in der Asklepios Klinik Barmbek. „Viele Menschen wissen nicht, dass es auch bei begrenzten Besuchsmöglichkeiten immer Möglichkeiten für individuelle Lösungen gibt.“
 
Grundsätzlich sind für Palliativstationen Sonderregelungen erlaubt, entscheidend sind aber die pandemische Lage und die Gegebenheiten vor Ort. „Das führt dazu, dass jedes Krankenhaus und jedes Hospiz unterschiedliche Regelungen hat“, erklärt Dr. Markus Faust, Chefarzt der Abteilung für Palliativmedizin in der Asklepios Klinik St. Georg: „Bei uns konnten wir die ganze Zeit über Besuche ermöglichen, sogar Übernachtungen von Angehörigen. Das kam immer auf die individuellen Gegebenheiten an und setzt strenge Auflagen und klare Anleitungen zum Infektionsschutz voraus.“
 
Angst vor Isolation verursacht unnötiges Leid
Leider hätten immer wieder Schwerkranke und Sterbende auf eine palliativmedizinische Behandlung (Video) verzichtet, die ihr Leid gelindert hätte, bestätigt auch Dr. Jochen Gehrke, Chefarzt der Palliativmedizin in der Asklepios Klinik Nord: „Sie hatten Angst, in der Klinik ausgerechnet in ihren schwersten Stunden auf ihre Lieben verzichten zu müssen, und haben den Kontakt zu uns vorsichtshalber gemieden, statt uns zu fragen, was tatsächlich möglich ist.“ Diese Verunsicherung habe viel unnötiges Leid verursacht, so Gehrke.

Geschichten, die im Gedächtnis bleiben
Spätestens am Ende ihres Lebens möchten sich die meisten Menschen tief im Inneren sicher sein, auf die eine oder andere Weise Spuren in der Welt und in den Herzen Anderer zu hinterlassen, dass man sich gern an sie erinnert. Die in Kanada entwickelte sogenannte Würdezentrierte Therapie soll genau das ermöglichen und den Betroffenen ihre letzten Tage erleichtern. „Unsere Palliativbegleiterin Sabrina Görlitz hält als ‚Geschichtenpflegerin‘ in achtsamen Gesprächen die Erinnerungen, Gedanken und Wünsche unserer Patientinnen und Patienten für die Nachwelt fest“, berichtet Dr. Faust. Gemeinsam stellen Görlitz und Faust dieses spannende Projekt am 15. Oktober mit einer öffentlichen Veranstaltung in St. Georg im Rahmen der Hamburger Hospizwoche vor und erklären, wie auch die Kommunikation von Betroffenen und ihren Angehörigen davon profitiert. Anmeldung unter s.goerlitzEXT@asklepios.com.
 
Fünf Palliativstationen in den Hamburger Asklepios Kliniken
Palliativstationen zur Behandlung und Betreuung schwerkranker und sterbender Patientinnen und Patienten gibt es in den Hamburger Asklepios Kliniken Altona, Barmbek, Nord und St. Georg sowie im Asklepios Westklinikum (Rissen).
 
Was eine Palliativstation noch leisten kann, erklärt Dr. Faust im Videointerview und hier im Audio-Podcast vom Hamburger Abendblatt und Asklepios: https://podcastd2c75b.podigee.io/38-neue-episode

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