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	<title>Firma Deutscher Verband Ergotherapie, Autor bei Presse-Blog</title>
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	<description>Presseinformationen weltweit  an Journalisten und Leser verbreiten</description>
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	<title>Firma Deutscher Verband Ergotherapie, Autor bei Presse-Blog</title>
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		<title>Ergotherapie: Eine der breitgefächertsten Fachdisziplinen im Gesundheitswesen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutscher Verband Ergotherapie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2026 08:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsbewältigung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ergotherapeut:innen befähigen Menschen mit körperlichen, psychischen oder kognitiven Schwierigkeiten nachhaltig, ihren Alltag und dadurch ihr Leben dauerhaft selbstbestimmt zu meistern. Die Ergotherapeutin Jessica Liers, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) vertieft den Ansatz, den sie und ihre Berufskolleg:innen verfolgen, weiter: „Ergotherapeut:innen <a href="https://www.presse-blog.com/2026/08/04/ergotherapie-eine-der-breitgefchertsten-fachdisziplinen-im-gesundheitswesen/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Ergotherapeut:innen befähigen Menschen mit körperlichen, psychischen oder kognitiven Schwierigkeiten nachhaltig, ihren Alltag und dadurch ihr Leben dauerhaft selbstbestimmt zu meistern. Die Ergotherapeutin Jessica Liers, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) vertieft den Ansatz, den sie und ihre Berufskolleg:innen verfolgen, weiter: „Ergotherapeut:innen betrachten den Menschen in seiner Gesamtheit: seine individuelle Lebenssituation, Lebensphase und Umfeld, seine Persönlichkeit, seine Identität und ebenso die Anliegen: was soll sich im Leben dieses Menschen ändern“. Ergotherapeut:innen versetzen Klient:innen – so nennen sie ihre Patient:innen – in die Lage, den für sie wichtigen Betätigungen, Handlungen und Aktivitäten wieder oder erstmals nachzugehen. Dabei ist für eine erfolgsorientierte Therapiegestaltung das „wie“ genauso wichtig wie das „was“.  </b></p>
<p>Wer aufgrund von gesundheitlichen Schwierigkeiten, Problemen oder Krisen das, was er oder sie tun will oder tun muss, nicht (mehr) ausführen kann und dadurch in seinem Alltag eingeschränkt ist, kann eine Verordnung für Ergotherapie erhalten. Um sich ein aussagekräftiges Bild des oder der jeweiligen Klient:in zu verschaffen, beginnen Ergotherapeut:innen ihre Intervention üblicherweise mit einem Gespräch, bei dem sie sämtliche hierfür nötigen Informationen sammeln. Hinter diesem Vorgehen und der ganzheitlichen Sichtweise von Ergotherapeut:innen steckt neben anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen das biopsychosoziale Modell. Es basiert auf der Annahme, dass alle Faktoren wie körperliche, psychische und soziale Komponenten in wechselseitiger Beziehung stehen können. Alles hängt miteinander zusammen und prägt das Erleben und Handeln von Menschen.</p>
<p><b>Haltung und Kommunikationsform in der Ergotherapie: maßgeblich für das Gelingen einer Intervention</b></p>
<p>„Oft sind die ersten ein, zwei oder manchmal drei Termine nötig, um unser Gegenüber in all seinen Facetten kennenzulernen, gleichzeitig eine vertrauensvolle Therapeutenbindung aufzubauen und danach gemeinsam erreichbare Ziele herauszuarbeiten“, erklärt Liers. Ergotherapeut:innen ist es wichtig, ein kooperatives Klima für ein Miteinander auf Augenhöhe zu schaffen. Zusätzlich zu anderen Gesichtspunkten ist insbesondere die Art der Kommunikation ausschlaggebend dafür, wie sich Menschen – in diesem Fall die Klient:innen bei Ergotherapeut:innen – wahrgenommen fühlen. Es ist eine ergotherapeutische Grundeinstellung, dass jeder Mensch Expert:in für das eigene Leben ist. Das schließt den Versuch, anderen etwas „aufzuzwingen“, sie mit Fakten zu überhäufen und sie von etwas überzeugen zu wollen, aus. Das führt ohnehin zu nichts. Stattdessen hören Ergotherapeut:innen sehr genau zu, was Klient:innen auf ihre interessierten, gezielt offen gestellten Fragen antworten. „Fühlen sich Klient:innen in ihrer Situation und mit ihren Anliegen ernst genommen, akzeptiert und verstanden, öffnen sie sich“, bestätigt die Ergotherapeutin Liers, was ihr in der täglichen Praxis begegnet und was zudem wissenschaftlich fundiert ist: Eine Form der Gesprächsführung, die diese Haltung und weitere Prinzipien der Ergotherapie widerspiegelt, ist das sogenannte Motivational Interviewing – eine motivierende Gesprächsführung, die auch unter Ärzt:innen und anderen Therapeut:innen bekannt ist.</p>
<p><b>So ist Erfolg in der Ergotherapie quasi vorprogrammiert: Selbstwirksamkeit spornt an, wirkt motivationsverstärkend</b></p>
<p>Ein wichtiges Element dieser Gesprächsform ist, die Ressourcen und Fähigkeiten, die in den Klient:innen stecken, in den Vordergrund zu holen. Das deckt sich mit der klassischen ergotherapeutischen Vorgehensweise: Zu schauen, was kann die Person noch oder schon wieder und herauszufinden, welches Potenzial in ihr steckt. Der Fokus ist auf das Positive, das Motivierende, gerichtet, was perspektivisch zu Selbstwirksamkeit führt. „Selbstwirksamkeit funktioniert als Anreiz, etwas zu tun und zu lernen, schon bei Babys“, holt die Ergotherapeutin Liers vor Augen: „Babys lassen einen Gegenstand zigmal hintereinander fallen, weil sie mit Freude eine Wirkung provozieren und so spielerisch lernen“. Derselbe Wirkmechanismus gilt ein Leben lang. Wer etwas erfolgreich tut, ist motiviert, dies immer wieder, vielleicht sogar häufiger zu tun; auch stellt sich so die Bereitschaft ein, Neues zu probieren und sich auch dabei als selbstwirksam zu erfahren. Begleiten Ergotherapeut:innen beispielsweise Lebensübergänge, etwa vom Berufsleben in die Rente, sehen sich Klient:innen mit der Aufgabe konfrontiert, sich einen komplett neuen Alltag „zurechtbauen“ zu müssen, wollen sie sich nicht mit der sonst eintretenden Leere abgeben. Ergotherapeut:innen gehen dazu mit ihren Klient:innen zurück in die Vergangenheit, fragen, was der- oder diejenige früher gerne gemacht hat. Oder schon immer machen wollte, wofür aber wegen bestehender Verpflichtungen wie Arbeit, Beruf, Familie, keine Zeit war. Auch bei vielen physischen wie auch psychischen Erkrankungen geht es darum, Menschen, die eine Aktivität oder Handlung nicht mehr ausüben können zu befähigen, dies wieder zu tun, ihnen Erfolge zu ermöglichen. Ergotherapeutischen Fragetechniken und Herangehensweisen sei Dank gelingt es meistens, dass Klient:innen wiederentdecken, was in ihnen selbst steckt, wozu sie selbst fähig sind. Das Prinzip der Selbstwirksamkeit greift und wirkt auch in die Zukunft hinein.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen arbeiten partnerschaftlich und ausschließlich an Themen orientiert </b></p>
<p>In der Ergotherapie gilt wie bereits gesagt das partnerschaftliche Miteinander auf Augenhöhe: Beide, Ergotherapeut:in plus Klient:in, gestalten den Therapieprozess in Zusammenarbeit. Das bedeutet: Die Klient:innen nennen ihre jeweiligen persönlichen Anliegen und Ziele und Ergotherapeut:innen unterstützen sie dabei, diese Ziele im Rahmen der Möglichkeiten ihrer Erkrankung Störung, Situation und so weiter, zu erreichen. Dies geschieht frei von Zuschreibungen, Geschlechterklischees, Prägung oder gesellschaftlichen Erwartungen. Liers macht das an Beispielen fest: Kommen Menschen im geriatrischen Kontext in die Ergotherapie, ist es häufig so, dass sie Aufgaben des Ehepartners beziehungsweise der Ehepartnerin, die nicht mehr dazu imstande oder verstorben sind, übernehmen wollen oder müssen, um die eigene Selbstständigkeit zu bewahren. Schon die Befragung durch Ergotherapeut:innen ist nicht am Geschlecht, sondern an den Aufgaben orientiert, die zur Selbstversorgung notwendig sind. Sprich Männer werden genauso wie Frauen zu sämtlichen Aufgaben der Selbstversorgung, also auch Einkaufen, Kochen, Wäsche waschen und generell Dingen im Haushalt befragt, wo sie Fähigkeiten hinzugewinnen möchten. Genauso verhält es sich, wenn Frauen möglicherweise fehlende Kenntnisse zu oft von Männern vereinnahmten Bereichen wie Finanzen oder handwerklicher Arbeiten bemängeln. Dann unterstützen Ergotherapeut:innen diese Klient:innen dabei, die für sie neuen Betätigungen zu erlernen, zu üben und zu praktizieren.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen respektieren das Recht, die eigene Persönlichkeit zu entfalten </b></p>
<p>Besonders deutlich wird die vom Geschlecht losgelöste neutrale Haltung bei Klient:innen im Transitionsprozess. In diesem Fall beraten Ergotherapeut:innen zu Anliegen wie „zum ersten Mal im Gesicht rasieren oder rasieren lassen“, „zum ersten Mal BHs kaufen“ und mehr. Besucht die trans* Person noch die Schule, kann es darum gehen, wie es ihr gelingt, sich im und nach dem Sportunterricht oder beim Schwimmen wohlzufühlen, sich als „richtig“ wahrzunehmen und ebenso integriert zu sein wie alle anderen, auch wenn die Identität noch nicht mit dem Äußeren zusammenpasst. In der Ergotherapie ist das Umfeld häufig Teil der Intervention; bei Transitionen benötigen an erster Stelle die Eltern Aufklärung und Zuspruch. „Eltern haben bei Transitionen die größere Aufgabe“, sagt die Ergotherapeutin Liers „denn für die Kinder ist alles klar: es darf endlich eine Anpassung ihrer Identität und Persönlichkeit an den Körper stattfinden; ihr dringendstes innerstes Bedürfnis wird erfüllt“. Es ist ein für Eltern herausfordernder Prozess, die Transition ihres Kindes zu begleiten, das Outing mitzutragen, alles so zu akzeptieren, wie es sich für das Kind richtig anfühlt und ihm in jeder Situation den Rücken zu stärken. „Hierzu empowern wir die Eltern, unterstützen sie dabei, Strategien für den Umgang mit dem Kind, dem Rest der Familie, Freund:innen und anderen Menschen im Umfeld zu entwickeln“, beschreibt die Ergotherapeutin Liers, wie dieser Part ihrer Arbeit mit trans* Kindern und Jugendlichen aussieht. Darüber hinaus geben Ergotherapeut:innen Empfehlungen, wie sich Lehrertermine vorbereiten lassen, an denen sie gegebenenfalls teilnehmen und sie raten, sich Elterngruppen anzuschließen und zu netzwerken. In Summe sorgen Ergotherapeut:innen dafür, dass alle Beteiligten gut versorgt sind.</p>
<p>Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter <a href="https://dve.info/service/therapeutensuche" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve.info/service/therapeutensuche</a>. Zum Podcast gerne hier entlang: <a href="https://dve-podcast.podigee.io/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve-podcast.podigee.io/</a>. Außerdem: <a href="https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/</a> und <a href="https://www.facebook.com/der.dve/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Deutscher Verband Ergotherapie e.V. &#8211; DVE | Facebook</a></div>
<div class="pb-company">
<div>Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:</div>
<p>Deutscher Verband Ergotherapie e.V.<br />
Becker-G&ouml;ring-Str. 26/1<br />
76307 Karlsbad<br />
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</div>
<div class="pb-links">
<div>Weiterführende Links</div>
<ul>
<li>
                        <a href="https://www.lifepr.de/pressemitteilung/deutscher-verband-der-ergotherapeuten-ev/ergotherapie-eine-der-breitgefchertsten-fachdisziplinen-im-gesundheitswesen/boxid/1069067" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Originalmeldung dem Deutscher Verband Ergotherapie e.V.</a>
                    </li>
<li>
                        <a href="https://www.lifepr.de/newsroom/deutscher-verband-der-ergotherapeuten-ev" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Alle Stories dem Deutscher Verband Ergotherapie e.V.</a>
                    </li>
</ul></div>
<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
            </div>
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			</item>
		<item>
		<title>Stabilität, Partnerschaft und Eingebundensein beeinflussen die Lebensqualität von Menschen mit bipolarer Störung</title>
		<link>https://www.presse-blog.com/2026/07/14/stabilitt-partnerschaft-und-eingebundensein-beeinflussen-die-lebensqualitt-von-menschen-mit-bipolarer-strung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutscher Verband Ergotherapie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 08:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivitätsbalance]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Deutschland leben etwa zwei Millionen Menschen mit einer bipolaren Störung. „Bipolar zu sein heißt, starken Stimmungsschwankungen zu unterliegen“, sagt der Ergotherapeut Maximilian Brüstle, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) und verbildlicht, wie Menschen mit einer bipolaren Störung ihr Leben empfinden: <a href="https://www.presse-blog.com/2026/07/14/stabilitt-partnerschaft-und-eingebundensein-beeinflussen-die-lebensqualitt-von-menschen-mit-bipolarer-strung/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-blog.com/2026/07/14/stabilitt-partnerschaft-und-eingebundensein-beeinflussen-die-lebensqualitt-von-menschen-mit-bipolarer-strung/" data-wpel-link="internal">Stabilität, Partnerschaft und Eingebundensein beeinflussen die Lebensqualität von Menschen mit bipolarer Störung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-blog.com" data-wpel-link="internal">Presse-Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>In Deutschland leben etwa zwei Millionen Menschen mit einer bipolaren Störung. „Bipolar zu sein heißt, starken Stimmungsschwankungen zu unterliegen“, sagt der Ergotherapeut Maximilian Brüstle, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) und verbildlicht, wie Menschen mit einer bipolaren Störung ihr Leben empfinden: „Es gleicht einem Ritt auf den Wellen. Nach dem Surfen auf dem Wellenkamm kommt der Absturz ins Wellental“. Ergotherapeut:innen unterstützen ihre Klient:innen – so nennen sie Patient:innen – dabei, mehr Stabilität in ihrem Alltag herbeizuführen, die depressiven Phasen in ihrer Wirkung abzupuffern und die positiven Seiten der Stimmungshochs so zu nutzen, wie es zu ihrem Charakter und ihrer individuellen Art passt.  </b></p>
<p>Eine bipolare Störung tritt meist im Jugendlichen- oder frühen Erwachsenenalter auf. Allerdings suchen sich Betroffene selten sofort, wenn sie in ihrer ersten depressiven Phase sind, Hilfe. Oft konsultieren sie einen Arzt oder eine Ärztin erst Jahre später, wenn sie feststellen: Es wiederholt sich. Auf eine depressive Phase folgt, meist nach einer ruhigeren Zeit, eine Phase, in der sie energiegeladen, sehr positiv gestimmt, höchst kreativ und enorm leistungsfähig sind. Sie stellen fest: Die depressiven Phasen kommen immer wieder und das nächste Hoch – die manische oder hypomanische Phase – ist ebenfalls zeitlich begrenzt. Die Abstände zwischen den im Wechsel auftretenden Phasen können sehr unterschiedlich sein, es wird häufig von vier Phasen im Jahr gesprochen; jedoch gibt es auch kürzere Abstände, rapid cycling genannt. Ähnlich wie bei anderen Erkrankungen oder Störungen realisieren Jugendliche oder junge Menschen, die bipolar sind – ebenso wie deren Eltern oder das Umfeld – nicht unbedingt, dass etwas „nicht stimmt“; manche wollen es auch nicht wahrhaben. Ebenso kommt es vor, dass Betroffene sich scheuen, überhaupt mit einer anderen Person oder mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin darüber zu reden, wie es ihnen wirklich geht. Mitunter fühlen sie sich nicht berechtigt, Hilfe zu beanspruchen, da es auch die „guten“ Phasen beziehungsweise die Zeiträume zwischen den Hochs und den Tiefs gibt.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen kümmern sich um Stabilität bei Bipolarität</b></p>
<p>Eine ärztliche Untersuchung bringt im besten Fall Klarheit und – lautet die Diagnose „bipolare Störung“ – in der Folge multiprofessionelle Unterstützung. Auf psychologischer Ebene kümmern sich Psychiater:innen, Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen um Menschen mit einer bipolaren Störung, während Ergotherapeut:innen sie parallel oder im Vorfeld auf der praktischen Ebene, dem Alltag, begleiten. Eine ergotherapeutische Intervention kann unter anderem für eine bessere Ausgewogenheit der Aktivitäten sorgen, was bewirkt, dass der Alltag leichter gelingt und gleichzeitig die Phasen der bipolaren Störung weniger extrem ausfallen. „Die manischen oder hypomanischen Phasen können für Menschen mit einer bipolaren Störung zwar auf eine andere Weise, aber trotzdem genauso schwierig und belastend sein wie die depressiven Phasen“, verdeutlicht der Ergotherapeut Maximilian Brüstle, dass ein „Hoch“ nicht mit „gut“ gleichzusetzen ist. Die Nachteile eines „Höhenflugs“ in der manischen oder hypomanischen Phase sind, dass die Betroffenen dann oft so energiegeladen sind, dass sie mit sehr wenig Schlaf auskommen und – weil sie sich als äußerst überlegen wahrnehmen – bedenkenlos große Risiken eingehen. Das kann zu extremem Verhalten führen, etwa bei sportlichen oder sonstigen Freizeitaktivitäten und auch bei Dingen wie finanziellen Investitionen und Ähnlichem. Die möglichen Folgen sind zu erahnen. Körperlich ausgelaugt, mental belastet, vielleicht mit einem überzogenen Konto oder Schlimmerem in die nächste depressive Phase zu kommen, kann einen heftigeren Verlauf bewirken. Ein übergeordnetes Ziel in der Ergotherapie ist daher häufig „mehr Stabilität“, etwa durch die zuvor beschriebene ausgewogene Aktivitäts- und Betätigungsbalance.</p>
<p><b>Ziel einer ergotherapeutischen Intervention bei Bipolarität:  Handlungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit </b></p>
<p>Das setzt einen sehr genauen Blick in den Alltag von Menschen mit bipolarer Störung voraus. Ein probates Hilfsmittel, um die Aktivitäten des Alltags zu dokumentieren und anschließend analysieren zu können, sind Tagesprotokolle, die es in unterschiedlichen Formaten und Varianten gibt. In diesen Protokollen oder „Journals“ notieren Menschen mit einer bipolaren Störung ihr Verhalten im Alltag über einen längeren Zeitraum hinweg und in den verschiedenen Phasen. Die anschließende gemeinsame Auswertung mit ihrem Ergotherapeuten oder ihrer Ergotherapeutin schafft Bewusstsein bei den Betroffenen: Sie erhalten einen Überblick, welche Aktivitäten in ihrem Alltag tatsächlich vorkommen und wie viel Zeit sie beanspruchen. Bei vielen deckt sich die eigene Wahrnehmung nicht unbedingt mit dem, was in Wirklichkeit stattfindet. Das trifft zwar generell auf viele Menschen zu, ist aber gerade für bipolare Menschen essenziell. Ergotherapeut:innen können ihnen mit dieser Auswertung besser und nachweislich vermitteln, dass sie sich in manischen oder hypomanischen Phasen beispielsweise bewusst mehr Schlaf und Betätigungen, die der Erholung dienen, gönnen dürfen und müssen. Mehr Ausgewogenheit kann den Verlauf der anschließenden depressiven Phase positiv beeinflussen. Betroffene nehmen sich durch eine solche Herangehensweise als handlungsfähig wahr: Sie sehen, dass sie imstande sind, bewusst über ihr Verhalten zu entscheiden und den Verlauf der jeweiligen Phase besser zu beherrschen. Sobald sie wegen ihres veränderten Verhaltens erleben, dass selbst depressive Phasen weniger schwer verlaufen, erfahren sie Selbstwirksamkeit. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine anhaltende Verhaltensänderung und wichtig, um „Rückfälle“ zu minimieren. „Bipolare Menschen fühlen sich dank einer verbesserten Selbstwirksamkeit nicht so sehr dem „Wellengang“ ihrer Störung ausgeliefert; sie haben es in der Hand, den Verlauf der Phasen selbst zu steuern“, fasst der Ergotherapeut Brüstle nochmals zusammen.</p>
<p><b>Selbstversorgungsprogramm: Ergotherapeut:innen sorgen für ein stabiles Energieniveau bei Menschen mit bipolarer Störung</b></p>
<p>Menschen, die sich in einer depressiven Phase befinden, sind antriebslos, auch in Hinblick auf die Selbstversorgung wie etwa die Ernährung. Essen ist jedoch etwas Grundlegendes, etwas Existenzielles, damit die ohnehin mangelnde Energie nicht noch weiter schrumpft. Um eine solche Unterversorgung möglichst zu vermeiden, üben Ergotherapeut:innen mit ihren Klient:innen diesen Aspekt der Selbstversorgung. Sie suchen beispielsweise gemeinsam einfache Rezepte, die dem- oder derjenigen schmecken und die schnell und leicht zuzubereiten sind. Und auch den Vorgang „Essen zubereiten“ üben sie gegebenenfalls in einer manischen/ hypomanischen beziehungsweise Zwischenphase. Gleiches gilt für den Umgang mit Anforderungen bei der Arbeit. „Es ist wichtig – und zwar in jeder Phase – seine Bedürfnisse auch im beruflichen Kontext einzufordern“, erklärt der Ergotherapeut. Oft wünschen sich Menschen mit einer bipolaren Störung bei der Arbeit die Möglichkeit, ungestört konzentriert zu arbeiten oder einen Rückzugsort und geschützten Raum, wo sie sich kurz sammeln können. Es gehört zu den Aufgaben von Ergotherapeut:innen ihre Klient:innen hierbei zu unterstützten. Entweder, indem sie im Vorfeld entsprechende Gespräche gemeinsam üben und eventuell durch Rollenspiele optimieren. Oder sie kommen – wenn dies so gewünscht wird oder der erfolgversprechendere Weg ist – mit ins Unternehmen und stehen der Person mit bipolarer Störung dort persönlich zur Seite. Über die Diagnose erfahren weder der Arbeitgeber noch die Kolleg:innen etwas; Ergotherapeut:innen bereiten gemeinsam mit Betroffenen eine passende Argumentation vor.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen binden Partner:in und soziales Umfeld ein, plädieren für „Normalität“</b></p>
<p>Brüstle äußert sich begeistert von den Möglichkeiten, über die Ergotherapeut:innen verfügen: „Das Schöne an der Ergotherapie ist, dass es so viele Werkzeuge und Optionen gibt und alle Sichtweisen sein dürfen – immer mit dem Ziel, das Bestmögliche für die Klient:innen zu erreichen“. Mit dieser Haltung unterstützen Ergotherapeut:innen Menschen mit einer bipolaren Störung bei all ihren Wünschen und Bedürfnissen. Es gibt keinen Grund weshalb Menschen mit einer bipolaren Störung auf das, was für andere „normal“ ist, verzichten sollten. Weder im beruflichen, noch im privaten Kontext. „Selbstverständlich darf, wer bipolar ist, Karriere machen, Partner:in sein, Kinder haben – eben das, was für sie oder ihn eine Bedeutung hat“, bestätigt Brüstle. Ergotherapeut:innen sprechen mit ihren Klient:innen darüber, wie sie die Kommunikation mit ihrem Umfeld gestalten können. Ebenso trainieren sie mit dem Umfeld, den Menschen mit einer bipolaren Störung liebevoll auf wichtige Wahrnehmungen von außen hinzuweisen, ohne bevormundend oder übergriffig zu sein. „Es ist sogar ausgesprochen hilfreich und wichtig, wenn der Partner, die Partnerin oder andere Menschen aus dem direkten Umfeld gut beobachten und den Betroffenen ihren Eindruck mitteilen“, unterstreicht der Ergotherapeut die Bedeutung dieses Vorgehens. Er schlägt vor, beispielsweise auf gesteigerten Redefluss als Vorboten einer manischen oder hypomanischen Phase sowie auf ein absinkendes Energielevel und verstärkte Müdigkeit, die eine depressive Phase ankündigen, zu achten. Wer seinem Partner, seiner Partnerin, Freund:in, Tochter oder Sohn liebevoll und respektvoll sagt: „Ich habe das Gefühl, da könnte was kommen, sollen wir schon mal gemeinsam den Kühlschrank füllen“ oder was immer nötig ist, um die kommende Phase möglichst gut zu überstehen, tut dem- oder derjenigen mit einer bipolaren Störung einen großen Gefallen: gemeinsam aufgebaute Schutzmechanismen können greifen. Kurzum: Eltern, Partner:in, Freund:innen sind enorm wichtig – auch, um unterm Strich den Krankheitsverlauf einzudämmen.</p>
<p>Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter <a href="https://dve.info/service/therapeutensuche" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve.info/service/therapeutensuche</a>. Zum Podcast gerne hier entlang: <a href="https://dve-podcast.podigee.io/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve-podcast.podigee.io/</a>. Außerdem: <a href="https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/</a> und <a href="https://www.facebook.com/der.dve/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Deutscher Verband Ergotherapie e.V. &#8211; DVE | Facebook</a></div>
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		<title>Zentrales Thema beim Ergotherapie-Kongress 2026: Betätigung als Gamechanger</title>
		<link>https://www.presse-blog.com/2026/06/16/zentrales-thema-beim-ergotherapie-kongress-2026-bettigung-als-gamechanger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutscher Verband Ergotherapie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 08:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[betätigung]]></category>
		<category><![CDATA[curriculum]]></category>
		<category><![CDATA[Diversität]]></category>
		<category><![CDATA[Ergotherapeut]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Betätigung“ ist häufig Ziel oder erwünschte Nebenwirkung nahezu jeder ergotherapeutischen Intervention. „Ist sie, also „die Betätigung“, nicht mehr möglich, bekommt sie eine umso größere Bedeutung; wir wünschen sie uns sehnlichst (wieder) herbei und erkennen manchmal erst dann, wie viel erfüllter <a href="https://www.presse-blog.com/2026/06/16/zentrales-thema-beim-ergotherapie-kongress-2026-bettigung-als-gamechanger/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-blog.com/2026/06/16/zentrales-thema-beim-ergotherapie-kongress-2026-bettigung-als-gamechanger/" data-wpel-link="internal">Zentrales Thema beim Ergotherapie-Kongress 2026: Betätigung als Gamechanger</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-blog.com" data-wpel-link="internal">Presse-Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>„Betätigung“ ist häufig Ziel oder erwünschte Nebenwirkung nahezu jeder ergotherapeutischen Intervention. „Ist sie, also „die Betätigung“, nicht mehr möglich, bekommt sie eine umso größere Bedeutung; wir wünschen sie uns sehnlichst (wieder) herbei und erkennen manchmal erst dann, wie viel erfüllter unser Alltag und unser Leben sind, wenn wir all das, was wir tun wollen oder tun müssen auch tun können“, bestätigt Andreas Pfeiffer, der bei diesem Kongress den Vorsitz des DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) abgibt. Unter Betätigung fassen Ergotherapeut:innen alle Aktivitäten, Handlungen, kurzum: sämtliches Tun ihrer Klient:innen – so nennen sie ihre Patient:innen – zusammen. Wie sich dieses Lebenselixier trotz oder erst recht mit unterschiedlichsten Erkrankungen, Störungen, Krisen bei Kindern, Erwachsenen und Senior:innen wiedererlangen lässt, präsentierten Refent:innen im Lauf des Ergotherapie-Kongresses in ihren Vorträgen, Workshops, moderierten Gesprächen und weiteren Formaten – alles unter dem Motto „Betätigung zählt“.</b></p>
<p>Drei Tage Ergotherapie-Kongress. Das heißt: komprimiert Wissen aufsaugen, Input auf vielen Ebenen erhalten, sich inspirieren lassen, Fortbildungspunkte sammeln und vor allem die große Familie der Ergotherapeut:innen im DVE treffen, sich austauschen und sich verbinden. Dass der DVE mittlerweile fast 15.000 Mitglieder hat, tut dem Familienfeeling keinen Abbruch, im Gegenteil: Es kamen rund 2.200 Besucher:innen zum diesjährigen Ergotherapie-Kongress in Bielefeld, mehr als je zuvor. Außer dem üblichen Kongressprogramm fand in diesem Jahr, so wie alle zwei Jahre, die Verleihung des Innovationspreises Ergotherapie statt.</p>
<p><b>Beides ausgezeichnet: CurriculumKit und Keynote Speaker</b></p>
<p>Dass das Ausarbeiten eines Curriculums ebenso spielerisch und humorvoll wie zielgerichtet vonstattengehen kann, beweist das mit dem Innovationspreis ausgezeichnete CurriculumKit der vier Ergotherapeut:innen Nicole Kaldewei, Helen Strebel, Nadine Scholz-Schwärzler und Katja Rottmann. Mithilfe von (Spiel-)Karten und Begleitmaterialien bildet das CurriculumKit ein Fundament, das als Impulsgeber dient und Ausbildung als dynamischen Prozess betrachtet. Eine weitere Besonderheit des CurriculumKits: Es sind sämtliche Beteiligte in den Entstehungsprozess einbezogen – also auch die Lernenden. Alle Beteiligten einzubeziehen schlug auch Keynote Speaker Prof. Dr. Karim Fereidooni als einen praktischen Handlungstipp für eine bessere Integration und Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund vor: „Fragen und sehr genau zuhören, was der oder die andere sich wünscht“, so der Referent, der darauf hinweist, dass fehlende Empathie ein Grund für die Ablehnung von Vielfalt ist. Seine Empfehlung: Intersektionalität als Analysebrille nutzen. Intersektionalität beschreibt, wie die jeweiligen persönlichen Merkmale – also Geschlecht, sexuelle Orientierung, Klasse, Herkunft und so weiter – individuelle Alltagsrealitäten bedingen, die zu unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen und ebenso zu verschiedenen Formen von Diskriminierung oder Privilegierung führen. Der Gedanke, der dem Ansatz der Intersektionalität zugrunde liegt, kommt aus dem Schwarzen Feminismus und ist mehr als ein theoretisches Konzept: Vielmehr ist es ein praktisches Tool für soziale Gerechtigkeit. Und die brauchen wir dringend für eine funktionierende Demokratie.</p>
<p><b>Von Anfang an: Betätigung als Handlungskonzept in der Ausbildung zur Ergotherapeut:in</b></p>
<p>Derart inspiriert verteilten sich die aus ganz Deutschland zum Ergotherapie-Kongress angereisten Ergotherapeut:innen in die zahlreichen Veranstaltungen. Etwa, um mehr zum Stand der Dinge bei der Ausbildung von Ergotherapeut:innen zu erfahren. Wie die Ausbildung zum Ergotherapeuten beziehungsweise zur Ergotherapeutin aussehen kann, um als zeitgemäß zu gelten, verdeutlichten Lernende und Lehrende, die partizipativ ein schulinternes Curriculum entwickelt haben. Dieses Curriculum hat unter anderem das Ziel, praxisnäher zu sein und gleichzeitig Betätigung als zentrales Handlungskonzept zu vermitteln. Andere betrachteten die Diskrepanz zwischen der Betätigungszentrierung und verschiedenen Vorgaben und Rahmenbedingungen und stellten Umsetzungsmöglichkeiten von kompetenz- und betätigungszentrierten Ausbildungsinhalten vor. Die Bedeutung der Form und Qualität der Ausbildung tauchte im Laufe des Kongresses auch in anderen Veranstaltungsformaten auf und hat auch einen Einfluss auf die Erweiterung der Blankoverordnung und mehr noch auf den Direktzugang.</p>
<p><b>Ein Evergreen: Die Diskussion mit den Kostenträgern </b></p>
<p>Es ist für alle spürbar: die Ressourcen werden immer knapper. Zum einen schränken die gesetzlichen Krankenkassen zunehmend vieles ein, zum anderen fehlt es an Ergotherapeut:innen – die Versorgungslage spitzt sich also auf allen Ebenen zu. In mehreren Veranstaltungsformaten fanden Gespräche mit Vertreter:innen verschiedener Institutionen wie Krankenkassen, Klient:innenvertretung, GKV-Spitzenverband, Bundesverhandlungskommission oder Politik im Gesundheitsbereich an zwei von drei Kongresstagen statt. Es wurden Ideen und Ansätze diskutiert, um dem in Zukunft besser zu begegnen. Es wurden Gedanken laut wie Verbessern der Therapeut:in-Ärzt:in-Beziehung, mehr gesundheitskompetentes Verhalten von Klient:innen und Patient:innen, mehr Gruppentherapien und vieles mehr. Ein Prozess ist in Gang, man ist im Gespräch und bereit, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und es bleibt abzuwarten, was und wie schnell die beteiligten Parteien nach dem Kongress Konsens finden und etwas ändern werden.</p>
<p><b>Diversität: drüber reden, reflektieren und vor allem handeln</b></p>
<p>Ergotherapeut:innen stehen für Wandel und Entwicklung. Im Kontext der Diversität ist dies ein weitreichendes Feld. Basis aller Überlegungen ist die feministische Haltung, die machtvolle Strukturen hinterfragt, sich damit vor allem für Gerechtigkeit einsetzt und ebenso für Vielfalt und ein selbstbestimmtes Leben. Wie sich eine solche Haltung auf den ergotherapeutischen Praxisalltag auswirken kann, beleuchteten an den ersten beiden Kongresstagen diverse Vorträge und Workshops, die sich mit Rollenerwartungen und der Gestaltung der eigenen Rolle ebenso wie mit der Gestaltung therapeutischer Beziehungen, normativen Zuschreibungen, Diskriminierung und sozialer Verbundenheit und weiteren Fragen wie etwa dem Umgang mit trans* und nichtbinären Personen auseinandersetzten. Ein für Ergotherapeut:innen typisches Ergebnis und gemeinsamer Erkenntnisgewinn: Neben der gemeinsamen Zielrichtung ist und bleibt es individuell, so auch die Art und Weise, wie eine reflektierte Weiterentwicklung in diesem Themenbereich für jede:n Einzelne:n aussehen kann. Hauptsache, es geht los. Und zwar jetzt.</p>
<p><b>Akutes, Aktuelles und </b><b>Dauerbrenner in der Ergotherapie und beim Kongress</b></p>
<p>Dass neben allen tagesaktuell herausragenden Themen auch Neuigkeiten von bekanntem Terrain der Ergotherapie Raum fanden, versteht sich von selbst. Neues und neu Gedachtes gab es unter anderem aus der arbeitsbezogenen Ergotherapie und Jobcoaching, der Pädiatrie und der Geriatrie – also alles rund um Jung und Alt oder dem Gemeinwesen, welches idealerweise alle vereint. Dass auch orthopädische Themen in der Ergotherapie angesiedelt sind, ist nicht allen bewusst: Durch die Ausrichtung der Ergotherapie – Blick auf den Alltag mit all seinen Betätigungen – ist auch bei vielen orthopädischen Diagnosen eine ergotherapeutische Intervention sinnvoll. Wenn es um Schmerzen geht etwa. Oder um Hände. Ergotherapeut:innen wissen, dass Funktionsübungen alleine nicht ausreichen, sondern für mehr Alltagskompetenz die Betätigung im Mittelpunkt steht. Ein weiteres Thema beim Ergotherapie-Kongress: Klient:innen mit psychischen Problemen, Störungen und Erkrankungen. Verzahnt mit Psycholog:innen, Psychiater:innen, Psychotherapeut:innen unterstützen Ergotherapeut:innen Klient:innen beispielsweise in emotionalen Krisen, bei Depressionen, Bipolarität, oder Suchterkrankungen – oftmals schon im Vorfeld einer ärztlichen Therapie. Und nicht zu vergessen: Neurologische Erkrankungen – dazu gehören beispielsweise Parkinson, Schlaganfall, Epilepsie oder die verschiedenen Formen von Demenz – betreffen fast 60% der Menschen in Deutschland. Für sie ist Mobilität ein zentrales Thema und eine wichtige Betätigung, um selbstbestimmt agieren zu können. In den Vorträgen des Ergotherapie-Kongresses rund um die Neurologie präsentierten Ergotherapeut:innen unter anderem, wie sie ihre Klient:innen dabei unterstützen, Mobilität neu zu denken und Möglichkeiten zuzulassen, die diese zuvor nicht kannten oder unpassend fanden.</p>
<p><b>Walk, talk, test and connect: ein Gang über die den Ergotherapie-Kongress begleitenden Ausstellungen</b></p>
<p>Auch in diesem Jahr ist es wieder gelungen, eine große Bandbreite unterschiedlichster Aussteller zur Kongressteilnahme zu rekrutieren. Mehr als 70 Aussteller boten den Besucher:innen des Ergotherapie-Kongresses analoge und digitale Hilfsmittel und Therapiematerialien, Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten, Literatur und mehr an. Die anwesenden Ergotherapeut:innen hatten reichlich Gelegenheit, Bewährtes ebenso wie Neues, Innovatives zu testen, zu lesen, sich zu informieren und nach wichtigen Details zu fragen und – dank Messepreisen – ein Schnäppchen zu tätigen. Ein weiteres Highlight außerhalb der üblichen Kongressveranstaltungen ist und bleibt die Posterausstellung, die die große Vielfalt der ergotherapeutischen Tätigkeitsbereiche widerspiegelt und Möglichkeiten bietet, sich zu verbinden, um mehr zu einem Thema zu erfahren oder sich einer (Arbeits-)Gruppe oder einem Netzwerk anzuschließen.</p>
<p><b>Mitgliederversammlung beim Kongress: neuer Vorstand, bestätigtes Vorstandsmitglied</b></p>
<p>Nach acht Jahren hat sich Andreas Pfeiffer als Vorsitzender des DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) von seinem Amt verabschiedet, um Esther Scholz-Minkwitz als neue Vorsitzende zu begrüßen. Im Amt bestätigt: Birthe Hucke wurde zum dritten Mal zum Vorstandsmitglied für Standards und Qualität gewählt.</p>
<p>Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter <a href="https://dve.info/service/therapeutensuche" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve.info/service/therapeutensuche</a>. Zum Podcast gerne hier entlang: <a href="https://dve-podcast.podigee.io/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve-podcast.podigee.io/</a>. Außerdem: <a href="https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/</a> und <a href="https://www.facebook.com/der.dve/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Deutscher Verband Ergotherapie e.V. &#8211; DVE | Facebook</a></div>
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                    </li>
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                        <a href="https://www.lifepr.de/newsroom/deutscher-verband-der-ergotherapeuten-ev" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Alle Stories dem Deutscher Verband Ergotherapie e.V.</a>
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<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-blog.com/2026/06/16/zentrales-thema-beim-ergotherapie-kongress-2026-bettigung-als-gamechanger/" data-wpel-link="internal">Zentrales Thema beim Ergotherapie-Kongress 2026: Betätigung als Gamechanger</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-blog.com" data-wpel-link="internal">Presse-Blog</a>.</p>
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		<title>Tod und Trauer bei Kindern: offener Umgang der Eltern mit dem Thema ist besser als Schweigen und Stigmatisieren</title>
		<link>https://www.presse-blog.com/2026/05/19/tod-und-trauer-bei-kindern-offener-umgang-der-eltern-mit-dem-thema-ist-besser-als-schweigen-und-stigmatisieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutscher Verband Ergotherapie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 08:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie & Kind]]></category>
		<category><![CDATA[bewältigungsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[eltern]]></category>
		<category><![CDATA[emotionale Unterstützung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Tod von Eltern oder Kindern ist eine Zäsur für die gesamte Familie. „Ein Todesfall in der Familie hat auf die Kinder genauso Auswirkungen wie auf alle anderen (erwachsenen) Personen; selbst dann, wenn ein Kind noch als Säugling im Mutterleib <a href="https://www.presse-blog.com/2026/05/19/tod-und-trauer-bei-kindern-offener-umgang-der-eltern-mit-dem-thema-ist-besser-als-schweigen-und-stigmatisieren/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Der Tod von Eltern oder Kindern ist eine Zäsur für die gesamte Familie. „Ein Todesfall in der Familie hat auf die Kinder genauso Auswirkungen wie auf alle anderen (erwachsenen) Personen; selbst dann, wenn ein Kind noch als Säugling im Mutterleib ist“, weist Birgitta Schmeißer auf einen maßgeblichen Aspekt hin, der vielen Eltern nicht bewusst ist. Die Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) bestärkt Eltern, ihre Kinder in die Trauerarbeit einzubeziehen, sich mit ihnen auf emotionaler Ebene zu verbünden und gleichzustellen und – sollten die eigenen Bemühungen nicht ausreichen – professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ergotherapeut:innen verfügen über eine große Bandbreite von Möglichkeiten um Kinder zu stärken und in ihrer Entwicklung zu fördern, sollten sich nach einem Trauerfall in der Familie Schwierigkeiten entwickeln oder bereits bestehen. Das bei Ergotherapeut:innen übliche Einbeziehen des Umfeldes tut ein Übriges und trägt insgesamt zu einer gelingenden Trauerverarbeitung im gesamten Familiensystem bei. </b></p>
<p>Kommt ein Elternteil oder ein Geschwisterkind ums Leben, bricht für den verbliebenen Teil der Familie eine Welt zusammen. „Dennoch versuchen viele, weil sie es so gelernt haben „sich zusammenzureißen“, die eigene Trauer und Ohnmacht in Gegenwart der Kinder zu überspielen“, beschreibt die Ergotherapeutin Schmeißer den Spagat, den Eltern vollführen, um den Kindern Normalität in einer solch schwierigen Situation zu vermitteln. Besonders prekär wird es, kommen zu den emotionalen Belastungen existenzielle Schwierigkeiten hinzu. War der verstorbene Elternteil Haupt- oder Alleinverdiener:in, ist das gleichzeitig ein finanzielles Debakel und erfordert mitunter einen Umzug oder ein neues Betreuungskonzept. Alle werden aus ihrem gewohnten Umfeld und dem bisherigen Alltag herausgerissen. Der Tod eines Kindes hat ebenfalls massive Auswirkungen auf alle im Familiensystem: Oft überschattet die eigene Trauer der Eltern alles andere, so dass sie nicht mehr in der Lage sind, verbliebenen Kindern eine halbwegs unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen und auch deren Trauer zu sehen. Diese Kinder haben ihre zuvor glücklichen Eltern und gleichzeitig den oder die beste Freund:in verloren.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen raten Eltern, Trauer zuzulassen – bei sich selbst und bei den Kindern</b></p>
<p>Die wenigsten Menschen in Deutschland setzen sich allerdings gerne mit Trauer und Tod auseinander; viele tabuisieren oder übergehen das Thema „Tod“ – sowohl für sich selbst als auch im Umgang mit anderen und insbesondere gegenüber den eigenen Kindern. Kinder nehmen jedoch jedes Empfinden der Mutter beziehungsweise der Eltern wahr und lassen sich nicht über Gefühle hinwegtäuschen; sei es eine generelle Angst vor dem Tod oder erst recht bei sämtlichen Emotionen, die bei Todesfällen oft besonders stark und ausgeprägt sind. „Es ist in jeder Lebenslage ungünstig, Kinder, auch wenn es unbeabsichtigt ist, vor Gefühlen oder Belastungen schützen zu wollen: Gefühle benötigen Beachtung, wollen gefühlt werden“, sagt die Ergotherapeutin Birgitta Schmeißer. Um das Geschehene zu verarbeiten ist es für alle beteiligten Erwachsenen und Kinder wichtig, Trauer und die gesamte Bandbreite von Gefühlen wie Wut, Ohnmacht und Schmerz zuzulassen. „Es kann etwas sehr Tröstliches sein, gemeinsam zu trauern und wem es möglich ist, auch gemeinsam zu weinen ; es verbindet ungemein“, bittet die Ergotherapeutin Eltern, alle Familienmitglieder, also auch die Kinder, in den Trauerprozess einzubinden. Durch den Verlust nahestehender Menschen wie Elternteile oder Geschwisterkinder, kann es zu weitreichenden Folgen kommen. Werden Kinder nach einem familiären Todesfall bei ihrer Trauer nicht adäquat begleitet, können auch noch zu einem späteren Zeitpunkt oder im Erwachsenenalter Depressionen, ein posttraumatisches Belastungssyndrom und andere schwere Erkrankungen auftreten.</p>
<p><b>Kinder bei Trauerfall in der Familie aufmerksam beobachten und schnell handeln</b></p>
<p>Es ist daher gut, Kinder in dieser Zeit aufmerksam zu beobachten und Veränderungen im Verhalten nachzugehen, denn Kinder trauern anders. Zum einen ist es so, dass sich ihre intensive Traurigkeit – Außenstehenden erscheint das oft sprunghaft – von einer Sekunde zur nächsten in ausgelassene Fröhlichkeit verwandelt und umgekehrt. Außerdem können sie physisch, emotional, sozial oder kognitiv reagieren. Nässt das Kind sich (nachts) wieder ein, zieht es sich zurück, ist es ängstlich, hat es keinen Appetit, hält es sich immerzu an den Eltern fest und kann nicht loslassen, nuckelt es wieder am Daumen, ist die Konzentration beeinträchtigt oder zeigt es Verhaltensweisen, die es zuvor nicht hatte? In diesem Fall ist das Gespräch mit dem Kinderarzt oder der Kinderärztin ein sinnvoller erster Schritt, durch den sich vieles klären lässt. Auch, ob beispielsweise wegen der auftretenden Schwierigkeiten des Kindes eine ergotherapeutische Intervention zielführend sein kann. Häufig kommen Kinder mit Diagnosen wie „umschriebene Entwicklungsstörung“, „emotionale oder Angststörung“, oder auch „depressive Episode“ zu Ergotherapeut:innen. „Bitte sofort handeln“, fordert Birgitta Schmeißer Eltern auf, denn nicht umsonst gibt es mittlerweile das Krankheitsbild der anhaltenden Trauerstörung, wenn Trauer, Schuldgefühle und generell alle Schwierigkeiten, den Tod zu akzeptieren und positive Gefühle zu entwickeln, länger als sechs Monate andauern. So lange sollte aber niemand warten. Schmeißer rät im Übrigen auch, nicht erst abzuwarten, ob ein Kind nach einem Todesfall in der Familie eine Störung entwickelt oder nicht. „Es ist unabdingbar, sofort dafür zu sorgen, dass Kinder sich auch in einer derartigen Krise der Eltern behütet und geborgen fühlen und das Vertrauen durch einen offenen Umgang mit allem, insbesondere mit den Gefühlen, gestärkt wird“, erklärt die Ergotherapeutin, wie sich Eltern noch vor Beginn einer möglichen ergotherapeutischen Intervention verhalten können.</p>
<p><b>Kindern Geborgenheit vermitteln, Vertrauen stärken und Gefühle verarbeiten</b></p>
<p>Bei Babys, mit denen die Kommunikation auf einer anderen Ebene verläuft, lassen sich Beziehung und Vertrauen stärken, indem sie viel Zeit im Tragetuch verbringen: Das Baby ist ganz dicht am Körper der Mutter, hört ihren Herzschlag und erlebt ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Eine der Therapieformen, die kleinere Kinder und Eltern bei Ergotherapeut:innen erwartet, ist das sogenannte Snoezelen. Snoezelen findet in einem geschützten Raum statt und trägt dazu bei, die Sinne zu stimulieren, reduziert Stress, fördert die Selbstregulation und die Beziehung mit den anwesenden Personen. Je nach individuellem Bedürfnis kommen Licht, Farben, Klänge und Düfte zum Einsatz. Außer den positiven Sinnesreizen tut es Eltern und Kindern gut, eine (Aus-)Zeit miteinander zu verbringen, zu kuscheln, sich nah zu sein und den Emotionen freien Lauf zu lassen. Bei größeren Kindern und Teenagern eignen sich ausdruckszentrierte Methoden. Durch das Gestalten von Gefühlsbildern, Trauercollagen oder Erinnerungssymbolen und vielen weiteren Möglichkeiten oder interaktionellen Verfahren bewirken Ergotherapeut:innen unter anderem ein besseres Verständnis von Tod, Verlust und Abschied. Auch entwickeln Ergotherapeut:innen gemeinsam mit den Kindern jeweils passende Bewältigungsstrategien, um im Alltag besser mit dem Tod des Menschen, der jetzt im Familiensystem fehlt, umgehen zu können.</p>
<p><b>So kommen Ergotherapeut:innen den Gefühlen auf die Spur und lösen Schuldgefühle auf</b></p>
<p>Kinder entwickeln oft Schuldgefühle, wenn ein Elternteil oder Geschwisterkind stirbt. Jüngere Kinder können ihre Gefühle meist nur schwer verbalisieren. Ergotherapeut:innen wie Birgitta Schmeißer nutzen dann beispielsweise Geschichten, um in die Kommunikation zu kommen. Schmeißer erzählt etwa eine Geschichte von Maulwurf Paul, dessen Mama/ Papa/ Geschwisterchen gestorben ist. Sie fragt zum Beispiel: „Was denkt denn Paul, warum Papa/ Mama/ Bruder/ Schwester tot ist?“ und lässt das Kind dadurch die eigenen Gefühle auf den Maulwurf projizieren. Antwortet das Kind etwa, der Maulwurf sei schuld, weil er etwas falsch gemacht hat, kann sie spielerisch verpackt erklären, dass das nicht so ist, weil der Tod ein natürlicher Prozess ist oder was immer im Einzelfall passt. Die Ergotherapeutin Schmeißer wünscht sich, dass mehr Eltern ihren Kindern vorleben, dass traurig sein in Ordnung ist und der Tod zum Leben dazugehört. „Kommen Kinder mit dem Tod in Berührung, weil vielleicht ein Haustier gestorben ist, ist dies eine gute Möglichkeit für Eltern, ihren Kindern einen respekt- und liebevollen Umgang mit Leben und Tod zu zeigen“, findet Schmeißer. Gemeinsam ein kleines Behältnis für das tote Tier basteln, eine Beisetzung in der Natur oder im eigenen Garten und die unterschiedlichen Formen von gemeinsamem Traurigsein – Weinen ist übrigens nur eine Art, dies zu zeigen – können eine adäquate kind- und altersgerechte Vorbereitung auf den Tod und Trauerfälle im späteren Leben sein. Und zudem bestätigen: alle Gefühle haben eine Daseinsberechtigung.</p>
<p>Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter <a href="https://dve.info/service/therapeutensuche" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve.info/service/therapeutensuche</a>. Zum Podcast gerne hier entlang: <a href="https://dve-podcast.podigee.io/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve-podcast.podigee.io/</a>. Außerdem: <a href="https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/</a> und <a href="https://www.facebook.com/der.dve/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Deutscher Verband Ergotherapie e.V. &#8211; DVE | Facebook</a></div>
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		<title>Raum für Vielfalt schaffen: So lassen sich Behandlung von und Umgang mit trans* und nichtbinären Personen verbessern</title>
		<link>https://www.presse-blog.com/2026/04/21/raum-fr-vielfalt-schaffen-so-lassen-sich-behandlung-von-und-umgang-mit-trans-und-nichtbinren-personen-verbessern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutscher Verband Ergotherapie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 08:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verbraucher & Recht]]></category>
		<category><![CDATA[diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Ergotherapeut]]></category>
		<category><![CDATA[Ergotherapeutin]]></category>
		<category><![CDATA[Ergotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Gendervielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
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		<category><![CDATA[lsbtiq]]></category>
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		<category><![CDATA[trans]]></category>
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		<category><![CDATA[zivilcourage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Trans* und nichtbinäre Personen zeigen sich verstärkt als Teil der Gesellschaft und stehen selbstbewusst zu ihrer Identität. „Gleichzeitig nehmen Diskriminierung und Hasskriminalität gegen die sogenannten LSBTIQ* Communities, wie sich lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* nichtbinäre und queere Menschen zusammenfassend bezeichnen, <a href="https://www.presse-blog.com/2026/04/21/raum-fr-vielfalt-schaffen-so-lassen-sich-behandlung-von-und-umgang-mit-trans-und-nichtbinren-personen-verbessern/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Trans* und nichtbinäre Personen zeigen sich verstärkt als Teil der Gesellschaft und stehen selbstbewusst zu ihrer Identität. „Gleichzeitig nehmen Diskriminierung und Hasskriminalität gegen die sogenannten LSBTIQ* Communities, wie sich lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* nichtbinäre und queere Menschen zusammenfassend bezeichnen, zu“, bedauert K* Stern diese Entwicklung, die im Widerspruch zu einer demokratischen, liberalen, toleranten Gesellschaft steht und zudem die Menschenrechte missachtet. K* Stern arbeitet unter anderem als Dozent:in und Trainer:in und bringt Ergotherapeut:innen im Rahmen der Akademie des DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) Wissen über trans* und nichtbinäre Menschen näher. Ergotherapeut:innen unterstützen seit jeher die Teilhabe von Klient:innen in allen Arbeits- und Alltagsbereichen und können deshalb gezielt ansetzen: Bei der sozialen Teilhabe im Alltag, der psychischen Gesundheit, der Begleitung einer Transition und dem Umgang mit Diskriminierungserfahrungen. </b></p>
<p>Es ist keine Entscheidung, lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter, nichtbinär und queer zu sein: Es ist ein Fakt, der auf etwa 11-12 % der Bevölkerung in Deutschland zutrifft, so die Zahlen von IPSOS und Statista. Hinzu kommen diejenigen, die (noch) keinen Anlass hatten, ihre Geschlechtlichkeit oder Sexualität mit anderen beziehungsweise öffentlich zu teilen. „Wer zu sich selbst steht, zeigt Stärke und Selbstakzeptanz“, betont K* Stern.</p>
<p><b>Missachten ist strafbar: Grundrechte gelten für alle und sind zum Minderheitenschutz da </b></p>
<p>Trans* oder nichtbinäre Personen sind zwar sichtbarer geworden, sie sehen sich jedoch weiterhin unnötig und zu Unrecht oft mit Unverständnis, Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt konfrontiert. Das bestätigt neben anderen zuständigen Behörden und Einrichtungen das BKA (Bundeskriminalamt) in seinem aktuellen Lagebericht. Wer Gewalt ausübt oder andere ausgrenzt, macht sich strafbar; solche Handlungen dürfen in einer demokratischen, liberalen, friedlichen und freiheitlichen Gesellschaft keinen Platz finden. Dazu ist es nötig, jedweder Form von Gewalt den Boden zu entziehen: Wer die (Menschen-)Rechte anderer missachtet, darf sich nicht sicher fühlen. Übergriffe auf andere Menschen stellen eine Verletzung des Grundrechts dar und sind kriminelle Taten. Niemand – weder Betroffene noch Außenstehende – sollte davor zurückschrecken, sich zur Wehr zu setzen, Hilfe zu holen, Zivilcourage zu zeigen und Anzeige zu erstatten, angefangen bei Äußerungen und erst recht bei körperlichen Übergriffen. Der DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), der sich für Diversität einsetzt, plädiert dafür, für mehr Sicherheit und geschützte Räume für trans* und nichtbinäre Menschen zu sorgen, auch in Hinblick auf die Gesundheitsversorgung.</p>
<p><b>Fortbildung: vermittelt Ergotherapeut:innen Wissen zu trans* und nichtbinären Personen </b></p>
<p>Der DVE bietet im Rahmen seiner Akademie entsprechende Fortbildungen für Ergotherapeut:innen an. Dort erhalten die teilnehmenden Ergotherapeut:innen von Dozent:in K* Stern zunächst Impulse für eine respektvolle und inklusive Sprache, organisatorische Praxistipps sowie medizinisches, rechtliches und psychosoziales Hintergrundwissen zu Geschlechtervielfalt. In der Folge beleuchtet K* Stern Lebenssituationen von trans* und nichtbinären Menschen ebenso wie typische Verläufe von Transitionsprozessen. Dabei werden nicht nur Herausforderungen sichtbar, sondern auch die vielen Stärken von trans* Personen und die emotionale Bedeutung einer Transition. Im Transitionsprozess gibt es immer zwei Seiten: Zum einen die schönen, stärkenden Emotionen die aufkommen, wenn das Empfinden und das Körperliche in Einklang kommen. Zum anderen tun sich gleichzeitig Hürden auf: In der Transition kommt es immer wieder zu Diskrepanzen; Erklärungen werden nötig, da das Äußere in den Augen der anderen nicht mehr zu dem alten oder noch nicht zu dem neuen Namen in den Ausweisdokumenten passt. Das kann verstärkt zu Missverständnissen und sogar zu Stresssituationen führen.</p>
<p><b>Erfolgsorientierte ergotherapeutische Therapieplanung für trans* und nichtbinäre Personen: Perspektivwechsel + 360°-Blick</b></p>
<p>Es gehört zu den Grundprinzipien von Ergotherapeut:innen, dass eine Therapie umso erfolgreicher ist, je mehr Gegebenheiten bekannt sind, die einen Einfluss auf den Alltag ihrer Klient:innen haben. Unter diesem Gesichtspunkt geht es in der Fortbildung von K* Stern außer um Strategien, die trans* und nichtbinären Klient:innen helfen, prekäre Alltagssituationen geschickt zu meistern, auch um die Therapieplanung. Ergotherapeut:innen berücksichtigen üblicherweise alles, angefangen von persönlichen Ressourcen bis hin zu gesellschaftlichen Einflussfaktoren. Doch welche Aspekte sind speziell für trans* oder nichtbinäre Personen relevant und wie können diese Faktoren in die ergotherapeutische Intervention einfließen? „Erst wer sich mit dem Alltag von nichtbinären Personen oder trans* Frauen und Männern auseinandersetzt, kann deren Anliegen besser verstehen“, sagt K* Stern. Ein besonderer Fokus liegt also auf dem Perspektivwechsel: In Selbsterfahrungseinheiten ermöglicht K* Stern den teilnehmenden Ergotherapeut:innen, sich aus der Perspektive von trans* und nichtbinären Menschen in alltägliche Situationen einzufühlen. Öfter einen Perspektivwechsel einzunehmen – sprich, sich in die Situation anderer hineinzuversetzen – empfiehlt sich ohnehin für alle Menschen und fördert das gesellschaftliche Miteinander. Ebenso wie die Haltung, andere respektvoll zu behandeln, so, wie man es sich selbst von anderen wünscht und erwartet.</p>
<p>Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter <a href="https://dve.info/service/therapeutensuche" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve.info/service/therapeutensuche</a>. Zum Podcast gerne hier entlang: <a href="https://dve-podcast.podigee.io/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve-podcast.podigee.io/</a>. Außerdem: <a href="https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/</a> und <a href="https://www.facebook.com/der.dve/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Deutscher Verband Ergotherapie e.V. &#8211; DVE | Facebook</a></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-blog.com/2026/04/21/raum-fr-vielfalt-schaffen-so-lassen-sich-behandlung-von-und-umgang-mit-trans-und-nichtbinren-personen-verbessern/" data-wpel-link="internal">Raum für Vielfalt schaffen: So lassen sich Behandlung von und Umgang mit trans* und nichtbinären Personen verbessern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-blog.com" data-wpel-link="internal">Presse-Blog</a>.</p>
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		<title>Flow: Der Zustand, der die beste und gesündeste Version eines Menschen hervorbringen kann</title>
		<link>https://www.presse-blog.com/2026/03/24/flow-der-zustand-der-die-beste-und-gesndeste-version-eines-menschen-hervorbringen-kann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutscher Verband Ergotherapie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 09:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsaktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Challenge-Skill-Balance]]></category>
		<category><![CDATA[Ergotherapeut]]></category>
		<category><![CDATA[Ergotherapeutin]]></category>
		<category><![CDATA[Ergotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[flow]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Glück]]></category>
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		<category><![CDATA[Hoechstleistung]]></category>
		<category><![CDATA[positive Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[selbstvergessen]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnhaftigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[wohlbefinden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.presse-blog.com/2026/03/24/flow-der-zustand-der-die-beste-und-gesndeste-version-eines-menschen-hervorbringen-kann/</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Im Flow sein“ bedeutet weit mehr als „es läuft“. Den wenigsten Menschen ist bekannt, dass Flow wissenschaftlich erforscht ist. „Flow kommt aus der positiven Psychologie“, erklärt Sara Mohr und beschreibt diesen Zustand so: „Menschen im Flow sind maximal vertieft und <a href="https://www.presse-blog.com/2026/03/24/flow-der-zustand-der-die-beste-und-gesndeste-version-eines-menschen-hervorbringen-kann/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-blog.com/2026/03/24/flow-der-zustand-der-die-beste-und-gesndeste-version-eines-menschen-hervorbringen-kann/" data-wpel-link="internal">Flow: Der Zustand, der die beste und gesündeste Version eines Menschen hervorbringen kann</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-blog.com" data-wpel-link="internal">Presse-Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>„Im Flow sein“ bedeutet weit mehr als „es läuft“. Den wenigsten Menschen ist bekannt, dass Flow wissenschaftlich erforscht ist. „Flow kommt aus der positiven Psychologie“, erklärt Sara Mohr und beschreibt diesen Zustand so: „Menschen im Flow sind maximal vertieft und selbstvergessen; sie blenden alles um sich herum aus, sogar die Zeit. Sie vollbringen oft Bestleistungen und erleben dabei gleichzeitig ein Höchstmaß an Wohlbefinden und Befriedigung“. Die Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) vermittelt ihren Berufskolleg:innen im Rahmen der DVE Akademie weitergehende Kenntnisse zu Flow. Das Ziel: Im Leben von Menschen mit einer Erkrankung oder in einer persönlichen Krise Alltagsaktivitäten finden, die geeignet sind, Flow zu ermöglichen und diese in deren Alltag zu verankern. </b></p>
<p>Wer neugierig, ausdauernd und lernorientiert ist und dabei wenig Angst vor Fehlern hat, ist ein potenzieller Kandidat beziehungsweise eine potenzielle Kandidatin, um öfter als andere Menschen Flow zu erleben. Flow entsteht häufig beim Arbeiten oder Studieren – sogar häufiger als in der Freizeit: beispielsweise beim Lösen komplexer Aufgaben, bei handwerklichen oder gestalterischen Projekten, beim Analysieren oder Planen und anderen Tätigkeiten, die der- oder diejenige in höchster Konzentration verrichtet. Auch bei sportlichen Herausforderungen oder beim Kreativsein wie Malen, Fotografieren, Schreiben oder Musizieren kommt es oft zu Flow und dem Gefühl, dass das, was man tut, wie von selbst passiert. Und das, obwohl es erst dann zu Flow kommt, wenn es sich um eine fordernde Betätigung handelt. Die Ergotherapeutin Sara Mohr führt das weiter aus: „Um in Flow zu kommen, muss eine Betätigung bestimmte, genauer gesagt drei Vorbedingungen erfüllen. Es muss ein klares Ziel geben wie: Ich will dieses Spiel gewinnen. Oder: Ich will diesen See durchschwimmen und so weiter“. Außerdem muss es ein Feedback geben, also die direkte Rückmeldung, ob der Handlungsschritt gelungen ist oder nicht und – das ist der wohl wichtigste, dritte Faktor: die Challenge-Skill-Balance. Das bedeutet, die Herausforderung – die Challenge – fordert genau das richtige Maß an Fähigkeiten, also Skills; sodass die Person sich anstrengen muss, aber weder unter- noch überfordert ist.</p>
<p><b>Positive Wirkung von Flow neurobiologisch erwiesen </b></p>
<p>Die positiven Auswirkungen von Flow sind mehrfach belegt: Jüngste neurobiologische Untersuchungen zeigen, dass im Gehirn – wenn jemand gerade nichts tut – das sogenannte Default Mode Network aktiv ist. Dieses Netzwerk sorgt dafür, dass man sich mit sich selbst, der Vergangenheit und aktuellen Problemen beschäftigt. Ist es zu aktiv, kann es unter anderem zu negativem Gedankenkreisen führen, was beispielsweise bei Depressionen häufig der Fall ist. Der Flow-Zustand bewirkt das Gegenteil: Das Default Mode Network wird im Flow weitgehend abgeschaltet. Stattdessen sind nur die Gehirnregionen aktiv, die eine Person für die aktuelle Aufgabe benötigt, um beispielsweise konzentriert ihrer Arbeit nachzugehen, einen anspruchsvollen Berg zu erklimmen, ein schwieriges Musikstück aufzuführen, oder, oder, oder. Wer im Flow ist, denkt nicht ständig über sich selbst nach. Auch daher, weil sich im Flow das negative Gedankenkreisen vorübergehend reduziert, fühlen sich Menschen, die regelmäßig Flow in ihrem Alltag erfahren, gesünder. Das ist durch die Flow-Forschung belegt und ebenso, dass Menschen, denen es gelingt, immer wieder in Flow zu kommen, über ein größeres Wohlbefinden und mehr Sinn im Leben berichten.</p>
<p><b>Fortbildung für Ergotherapeut:innen zum Thema Flow </b></p>
<p>Mit diesem Wissen hat die Ergotherapeutin Sara Mohr eine Fortbildung für die Akademie des DVE konzipiert. Die teilnehmenden Ergotherapeut:innen erfahren zunächst Grundlegendes zum Thema „Flow“ und auch, dass es bereits seit den 1990er Jahren etliche ergotherapeutische Modelle gibt, die auf der Flow-Theorie basieren oder diese integrieren. Im Folgenden lernen die teilnehmenden Ergotherapeut:innen die drei Vorbedingungen – ein klares Ziel, Feedback und die Skill-Challenge-Balance – die es möglich machen, in Flow zu kommen, kennen. Den Schwerpunkt der Fortbildung bilden Vorgehensweisen, um Betätigungen im Alltag der ergotherapeutischen Klient:innen zu finden, die mehr Flow ermöglichen. „Ergotherapeut:innen analysieren den Alltag ihrer Klient:innen und verschaffen sich mithilfe eines Betätigungsprofils als Erstes einen Überblick darüber, was üblicherweise an einem Tag, innerhalb einer Woche oder anderen Zeiträumen passiert und was gut oder weniger gut klappt“, beschreibt die Ergotherapeutin Mohr dieses übliche Vorgehen ihrer Berufsgruppe. Im zweiten Schritt liegt der Fokus auf Flow: Wo im Betätigungsprofil gibt es Handlungen, die Flow-Potenzial haben, sprich: Wofür begeistern sich Klient:innen, wofür sind sie motiviert, wo haben sie ein klares Ziel, bei dem ihre Fähigkeiten optimal mit den Herausforderungen zusammenpassen?</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen als Flow-Förderer</b></p>
<p>Dabei fällt auf – und die Flow-Forschung bestätigt das – dass Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen oftmals keinen Zugang zu bestimmten Handlungen oder Betätigungen haben. Nicht selten sind strukturelle Barrieren der Grund, weshalb Menschen mit einer Behinderung oder bestimmten Erkrankungen keinen oder zu wenig Flow erleben. „Wer zum Beispiel gerne Schach spielt und dabei in Flow kommt, aber davon ausgeschlossen ist, weil der Schachverein nicht barrierefrei zugänglich ist oder aufgrund seiner chronischen Erkrankung seiner Arbeit nicht nachgehen kann, kann ergotherapeutische Unterstützung erhalten“, erklärt Sara Mohr diesen Teil ihrer Arbeit, bei dem sie, so wie auch ihre Berufskolleg:innen es tun, gemeinsam mit Klient:innen nach Alternativen und Lösungen sucht. Und last but not least geht es bei einer ergotherapeutischen Intervention auch darum, was traut die Person sich selbst zu, weiß sie ihre Fähigkeiten gut einzuschätzen? Die Betätigungen selbst kommen ebenfalls auf den Prüfstand. Wie lassen sich diese so gestalten, dass ein Flow-Potenzial entsteht? Die Ergotherapeutin gibt wieder ein Beispiel: „Wer es schafft, beim Sport oder im Fitness-Studio in Flow zu kommen, bei dem ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, diese Tätigkeit zu wiederholen“.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen zeigen Flow-Killer auf</b></p>
<p>Das liegt unter anderem am positiven Erleben und den im Flow ausgeschütteten Hormonen. Wer im Flow ist, dessen Gehirn ist im Glücksrausch: Dort sorgen – um beispielhaft einige zu nennen – Endorphine für ein positives Gefühl und Schmerzminderung; das ausgeschüttete Dopamin ist für Motivation und Zielverfolgung nötig, weitere Hormone sorgen für Kreativität, Aufmerksamkeit und Fokus oder schaffen neue Verbindungen im Gehirn. Abschließend betont die Ergotherapeutin nochmals: „Flow lässt sich nicht auf Knopfdruck herbeiführen“. Auch ist es nicht etwa so, dass – war eine Person bei einer bestimmten Aktivität wie Joggen, Fahrradfahren, Malen, was auch immer, einmal im Flow – sie immer bei dieser Aktivität Flow erleben wird. Eine weitere der vielen Voraussetzungen, um in Flow zu kommen ist, sich tiefgehend und ungestört mit einem Thema oder einer Betätigung zu befassen. Das bedeutet auch: nicht erreichbar oder ansprechbar sein, Handy ausschalten oder gar nicht erst dabeihaben, Nachrichten deaktivieren für die Zeit, in der man nicht behelligt werden sollte, und so weiter. Denn: Unterbrechungen und Benachrichtigungen sind die schlimmsten Feinde von Flow. Ergotherapeut:innen empfehlen daher denjenigen, die Betätigungen mit Flow-Potenzial nachgehen wollen, eine zeitlich begrenzte, auch mediale Enthaltsamkeit von äußeren Einflüssen. Auch wenn das für viele eine große Herausforderung darstellt, so ist doch die Aussicht, Flow zu erleben und dabei das Beste aus sich selbst herauszuholen, ausgesprochen verlockend.</p>
<p>Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter <a href="https://dve.info/service/therapeutensuche" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve.info/service/therapeutensuche</a>. Zum Podcast gerne hier entlang: <a href="https://dve-podcast.podigee.io/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve-podcast.podigee.io/</a>. Außerdem: <a href="https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/</a> und <a href="https://www.facebook.com/der.dve/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Deutscher Verband Ergotherapie e.V. &#8211; DVE | Facebook</a></div>
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		<title>Teilhabe: das Rezept für Senior:innen gegen Einsamkeit im Alter</title>
		<link>https://www.presse-blog.com/2026/03/03/teilhabe-das-rezept-fr-senior-innen-gegen-einsamkeit-im-alter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutscher Verband Ergotherapie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 08:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[??senior]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit fortschreitendem Alter summieren sich die Faktoren, die die eigenen sozialen Interaktionen reduzieren: Freunde und Freundinnen versterben nach und nach und eigene Mobilitätsprobleme oder Erkrankungen schränken die Möglichkeiten, das Haus zu verlassen, ein.  Es besteht die Gefahr, dass alte Menschen <a href="https://www.presse-blog.com/2026/03/03/teilhabe-das-rezept-fr-senior-innen-gegen-einsamkeit-im-alter/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Mit fortschreitendem Alter summieren sich die Faktoren, die die eigenen sozialen Interaktionen reduzieren: Freunde und Freundinnen versterben nach und nach und eigene Mobilitätsprobleme oder Erkrankungen schränken die Möglichkeiten, das Haus zu verlassen, ein.  Es besteht die Gefahr, dass alte Menschen dadurch vereinsamen. „Dazu muss es aber nicht kommen“, sagt Merle Böge, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), und erklärt: „Das Spektrum für mehr Teilhabe ist groß“. Ergotherapeut:innen haben bei ihren Interventionen immer auch einen Blick auf diesen Aspekt und schauen, in wie weit diese Senior:innen noch in das Leben anderer eingebunden sind. Bei Bedarf geben sie ihnen Impulse, wie sie aktiv werden können, unterstützen sie dabei, Kontakte zu knüpfen oder zeigen ihnen Optionen und Wege auf, um sich generationsübergreifend zu verbinden. </b></p>
<p>Einsamkeit bleibt nicht ohne Folgen: die körperliche Gesundheit leidet ebenso darunter, wie die psychische. Wer weniger oder gar nicht mehr die eigenen vier Wände verlässt, bewegt sich meist nicht ausreichend. Mangelnde Bewegung beschleunigt den allmählichen Abbau der Muskulatur, beeinflusst den Knochenstoffwechsel negativ, fordert das Herz-Kreislauf-System zu wenig und ist Ursache für viele weitere Erkrankungen – ein Negativkreislauf, der sich zudem auf die Psyche niederschlägt. Das kann dazu führen, dass sich bei manchen Senior:innen ein Gefühl der Vereinsamung breit macht mit Folgen wie Stimmungsschwankungen oder Depressionen, Unsicherheiten oder ein generell abnehmendes Wohlbefinden. Es gibt also eine Reihe von Gründen, rechtzeitig etwas gegen Einsamkeit im Alter und für mehr Teilhabe zu unternehmen.</p>
<p><b>Wie Senior:innen in ergotherapeutischen Gruppen Zugehörigkeit und Teilhabe erleben</b></p>
<p>Führt der Weg von Senior:innen mit einer ärztlichen Verordnung wegen geriatrischer Probleme zu Ergotherapeut:innen, lassen diese ihr Wissen um die Folgen von Einsamkeit in die Behandlung mit einfließen: Sie beleuchten außer den physischen und psychischen Schwierigkeiten Gesichtspunkte, die Teilhabe bedeuten. „Viele Menschen fühlen sich durch ihre Kontakte zu anderen Menschen und gemeinschaftliches Erleben bereichert und belebt, daher betrachten Ergotherapeut:innen Teilhabe als einen wichtigen Faktor für die Gesundheit“, erklärt Merle Böge. Studien untermauern das:  Senior:innen fühlen sich trotz Erkrankungen oder Einschränkungen wohl(er), wenn sie sich in die Gemeinschaft integriert wahrnehmen. Gemeinschaft und Teilhabe können beispielsweise durch Gruppen in der ergotherapeutischen Praxis entstehen. Solche Gruppenangebote eignen sich auch für Menschen mit Demenzerkrankungen, da sie sich durch gemeinsames Backen, Malen oder Singen als Teil einer Gemeinschaft erleben können. „Es ist immer wieder erstaunlich, wie Senior:innen in der Gruppe Freude empfinden und aufblühen oder sich an Liedtexte und Sprichwörter erinnern, die ihnen sonst nicht mehr einfallen“, bestätigt die Ergotherapeutin die positive Wirkung von Gemeinschaft und Teilhabe. Auch Senior:innen mit anderen Erkrankungen oder Einschränkungen profitieren von dieser Herangehensweise. Ergotherapeut:innen fragen ihre Patient:innen – oder wie sie sie nennen: Klient:innen – welche Aktivitäten sie interessieren, was ihnen Freude bereitet oder für welche Hobbys sie sich früher begeistert haben. Sie orientieren sich an der jeweiligen Biografie oder recherchieren gegebenenfalls gemeinsam mit den Senior:innen, welche Angebote es in der Umgebung gibt, was davon sie anspricht und wie es dann gelingen kann, hier einen Zugang zu finden. Nicht jede:r traut sich, möglicherweise auch aufgrund eingeschränkter Seh-, Hör- oder weiterer mangelnder Kommunikationsfähigkeiten, selbst irgendwo anzurufen oder vorbeizugehen. Sofern es keine Angehörigen oder andere Menschen gibt, die hier unterstützen, können Ergotherapeut:innen dies übernehmen.</p>
<p><b>Fortbildung für Ergotherapeut:innen: Betätigung von Jung und Alt verbinden</b></p>
<p>Um Berufskolleg:innen weitere Anregungen zu vermitteln, wie sich Verbundenheit von Jung und Alt durch gemeinsames Tun erreichen lässt, hat Merle Böge eine Fortbildung für die DVE Akademie konzipiert. Die Teilnehmer:innen tauschen ihre eigenen Erfahrungen aus und erhalten darüber hinaus viele Impulse und Ideen, die sie in ihren Arbeitsalltag integrieren können, um Senior:innen auf generationsübergreifende Aktivitäten und Betätigungen hinzuweisen. „Es lohnt sich immer, Kontakte zu den Einrichtungen und Vereinen vor Ort zu haben, denn viele Kindergärten und Grundschulen sind dankbar, wenn daraus gemeinsame Projekte entstehen wie beispielsweise Vorlesepatenschaften oder Gartenaktionen“, weiß die Ergotherapeutin Böge aus eigener Erfahrung. Ebenso lassen sich Veranstaltungen von Sportvereinen oder öffentliche saisonale Märkte im Frühjahr und Herbst oder an Weihnachten als Begegnungsräume und für mehr Teilhabe nutzen. „Klare Visionen und persönliche Ziele zu haben ist keine Frage des Alters“, verdeutlicht die Ergotherapeutin. Bei ihren Interventionen legen Ergotherapeut:innen Zielsetzungen immer gemeinsam mit ihren Klient:innen fest und wer das Potenzial und das Interesse hat, macht sich auch im hohen Alter für Themen und Werte stark, für die sich auch junge Menschen engagieren. Böge berichtet an dieser Stelle von einer Dame, die sich bei „Omas for Future“ engagiert. Trotz einer Erkrankung mit körperlichen und psychischen Schwierigkeiten ist ihr vieles möglich. Sie nimmt an Veranstaltungen teil, obwohl ihr das Gehen nicht mehr leichtfällt, führt bei Aktionen das sogenannte „Zukunftsquiz“ durch und kommt persönlich oder schriftlich in Kontakt zu verschiedenen Menschen jeden Alters. Derart eingebunden zu sein, sich für die Umwelt einzusetzen und Gutes zu tun, bewirkt bei der Seniorin selbst nur Gutes, vor allem auf mentaler Ebene. Und: sie bekommt Anerkennung, erlebt Teilhabe und fühlt sich alles andere als einsam.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen sorgen auch in der Pflegeeinrichtung für Teilhabe</b></p>
<p>Auch diejenigen, die ihren Lebensabend in einer Pflegeeinrichtung verbringen, erfahren Teilhabe. Nicht alle Senior:innen können noch aktiv an allen Angeboten teilnehmen. Aber auch sie sollten nicht von der Gemeinschaft ausgeschlossen sein. „Senior:innen können auch Freude, Zugehörigkeit und Teilhabe verspüren, wenn sie „nur“ bei etwas anwesend sind: Wer bei Aktivitäten oder Veranstaltungen nicht alles selbst ausüben kann, ist auch als „passive:r Teilnehmer:in“ willkommen“, betont die Ergotherapeutin Böge, die selbst entsprechende Erkenntnisse im Pflegeheim gewonnen hat – auch mit Menschen, die teilweise stark eingeschränkt sind. Hier gilt: Dabei sein ist alles, denn in den Gruppenveranstaltungen geht es nicht nur darum, aktiv zu sein. Gruppentreffen dienen auch als Plattform, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Erinnerungen auszutauschen. Zusammenfassend sagt Böge: „Manchmal sind es Kleinigkeiten, die Teilhabe ermöglichen“. Sie ermutigt daher Jede und Jeden, Senior:innen einzubeziehen. Es reicht oft, gemeinsam ein Eis zu essen, sich für Kaffee und Kuchen zu treffen und danach wieder seiner eigenen Wege zu gehen oder eben das zu tun, wozu der oder die jeweilige Senior:in (noch) oder tagesformabhängig in der Lage ist. Selbst mit wenig Zeitaufwand lässt sich oft Großes für ältere und alte Menschen bewirken.</p>
<p>Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter <a href="https://dve.info/service/therapeutensuche" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve.info/service/therapeutensuche</a>.</p>
<p>Zum Podcast gerne hier entlang: <a href="https://dve-podcast.podigee.io/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve-podcast.podigee.io/</a>.</p>
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                    </li>
<li>
                        <a href="https://www.lifepr.de/newsroom/deutscher-verband-der-ergotherapeuten-ev" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Alle Stories dem Deutscher Verband Ergotherapie e.V.</a>
                    </li>
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<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
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		<title>Lebensfeldbegrenzungen reduzieren, Menschen mit multiplen Persönlichkeiten zu mehr Lebensqualität verhelfen</title>
		<link>https://www.presse-blog.com/2026/02/03/lebensfeldbegrenzungen-reduzieren-menschen-mit-multiplen-persnlichkeiten-zu-mehr-lebensqualitt-verhelfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutscher Verband Ergotherapie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 09:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Angstbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlungsmethoden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie haben oft unterschiedliche Handschriften, befinden sich manchmal irgendwo, ohne zu wissen, wie sie dort hingekommen sind und es plagen sie häufig Ängste – vor allem bei Dunkelheit. „Menschen mit einer DIS (Dissoziativen Identitätsstörung) haben multiple Persönlichkeiten und finden all <a href="https://www.presse-blog.com/2026/02/03/lebensfeldbegrenzungen-reduzieren-menschen-mit-multiplen-persnlichkeiten-zu-mehr-lebensqualitt-verhelfen/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Mehr</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Sie haben oft unterschiedliche Handschriften, befinden sich manchmal irgendwo, ohne zu wissen, wie sie dort hingekommen sind und es plagen sie häufig Ängste – vor allem bei Dunkelheit. „Menschen mit einer DIS (Dissoziativen Identitätsstörung) haben multiple Persönlichkeiten und finden all das ganz normal, denn sie kennen es nicht anders – es ist ihr „Normalkonzept““, beschreibt Stephanie Knagge, Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), die Situation von Menschen mit DIS. Betroffenen wird erst dann bewusst, dass bei ihnen vieles völlig anders ist, wenn sie sich mit anderen Jugendlichen oder Erwachsenen austauschen. Verwundert stellen sie dann fest, dass das, was für sie selbstverständlich ist, sich bei allen anderen anders verhält. Menschen mit den genannten Schwierigkeiten finden Hilfe bei Psychiater:innen, Psychotherapeut:innen und Ergotherapeut:innen, die auf dieses Störungsbild spezialisiert sind. </b></p>
<p>Einer dissoziativen Identitätsstörung gehen in aller Regel schwere <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Trauma" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">traumatische</a> Erlebnisse in der sehr frühen Kindheit voraus. In der Folge kommt es nicht zu einer Entwicklung einer Gesamtpersönlichkeit. Stattdessen entwickeln sich mehrere Persönlichkeitsanteile in ein und demselben Kinderkörper, weshalb man die Störung früher als „multiple Persönlichkeitsstörung“ bezeichnete. Diese „Strategie“, Persönlichkeiten abzuspalten, die eigenständig handeln, ist ein Schutzmechanismus, um schlimme, traumatisierende Situationen aushalten zu können. Die entstandenen Persönlichkeiten haben unterschiedliche Charaktere, oft auch unterschiedliche Geschlechter und ein jeweils eigenes Alter, was neben anderen Dingen und Verhaltensweisen auch die Vielzahl von Handschriften erklärt, die sich oft zeigen, wenn sich nach außen eine andere Persönlichkeit offenbart als die, die die meiste Zeit als „Frontmann“ oder „Frontfrau“ auftritt.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen beleuchten alle Lebensbereiche des Alltags von Menschen mit DIS</b></p>
<p>Während Psychiater:innen und Psychotherapeut:innen mit den Betroffenen an deren Traumata und weiteren Verhaltensschwierigkeiten oder psychischen Problemen wie Gedächtnisschranken und -lücken arbeiten, ist der Part von Ergotherapeut:innen die Bewältigung des Alltags. „Alltag“ mag sich zunächst lapidar anhören. Unter Alltag verstehen Ergotherapeut:innen all das, was jede Sekunde des Lebens ausmacht: Alltag umfasst sämtliche Aktivitäten, die jeder Mensch tun muss und tun möchte. Der Alltag ist bei Menschen mit DIS besonders wichtig, da sie immer wieder in Situationen geraten, die ihr tägliches Leben durcheinanderbringen. Bei Ergotherapeut:innen ist es üblich, zu Beginn ihrer Intervention eine Betätigungsanalyse zu erstellen, um den Alltag der Patient:innen, die sie im Übrigen als Klient:innen bezeichnen, kennenzulernen. „Wir beleuchten alle Lebensbereiche, erfragen, was jeden Tag stattfindet und dabei zeigen sich die typischen Schwierigkeiten und Einschränkungen im Alltag, die mit einer DIS einhergehen“, erklärt Knagge und führt einige Beispiele auf: Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder Joggen ist oft in der Dunkelheit zu beängstigend, Friseurbesuche oder andere Aktivitäten wie etwa öffentliche Verkehrsmittel nutzen kosten meist immense Überwindung, weil Betroffene in engen Kontakt mit anderen kommen könnten, was sie triggern kann; sie vermeiden das aufgrund des Gefühls ausgeliefert zu sein ebenso, wie sie Untersuchungen bei Ärzt:innen und Zahnärzt:innen umgehen und vieles mehr.</p>
<p><b>Sekundäre Folgen plus die tatsächliche Erkrankung „DIS“ behandeln führt zur Heilung</b></p>
<p>Für Menschen, die solche oder ähnliche Befindlichkeiten und Schwierigkeiten im Alltag haben, ist es empfehlenswert, sich bei spezialisierten Psychiater:innen und Psychotherapeut:innen vorzustellen. Dort lässt sich anhand von Testungen klären, ob eine DIS vorliegt oder ob die bestehenden Probleme auf etwas anderes zurückzuführen sind. Auch wenn die Behandlung einer DIS langwierig und belastend ist, so ist dies dennoch die bessere Alternative. „Es ist ein Irrglaube, man könne die Folgen einer solchen Störung auf sich beruhen zu lassen“, klärt die Ergotherapeutin Knagge auf. Aus den Krankengeschichten ihrer Klient:innen geht hervor, dass diese immer, teils sehr ernste psychische oder physische Erkrankungen hatten oder noch immer haben: Schwere Depressionen, Suizidgedanken, Krebs, Lähmungen, die sich nicht auf körperliche Gründe zurückführen lassen und vieles mehr kann auftreten, wenn die Seele krankt. Werden ausschließlich diese Erkrankungen oder Störungen behandelt, so kann das nicht zum Erfolg führen, da es sich dabei um sekundäre Erkrankungen handelt, die aufgrund der DIS auftreten. Erst, wenn auch die DIS behandelt wird, kommt die Heilung in Gang. Ein weiterer Grund, sich professionelle Hilfe zu holen, sind die zahlreichen Schwierigkeiten, die Menschen mit DIS in ihrem Alltag erleben. Wurde eine DIS diagnostiziert, können Betroffene aufgrund der Diagnose DIS, wegen bestehender Depressionen und anderer Probleme eine Verordnung für eine flankierende ergotherapeutische Intervention zum Verbessern der Einschränkungen im Alltag erhalten.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen sorgen für Pragmatismus und Klarheit für alle Persönlichkeitsanteile von Menschen mit DIS</b></p>
<p>„Ergotherapeut:innen unterstützen oft ganz pragmatisch, um die Aufs und Abs, die die Klient:innen durchleben, abzufangen“, erklärt Knagge. Sie sorgt beispielsweise dafür, dass sich ihre Klient:innen Essens- und Wasservorräte für die Zeiträume anlegen, in denen sie sich unter Umständen tage- oder wochenlang abschotten und niemanden an sich heranlassen. Ist ein Thema in der Psychotherapie fertig verarbeitet und abgeschlossen, erleben Menschen mit DIS üblicherweise eine gute Phase. Sobald das Gehirn jedoch neue Bilder „loslässt“ – dazu kommt es bei einer posttraumatischen Belastungsstörung häufig in einem bestimmten Rhythmus – kann dies erneut einen Tiefpunkt oder depressive Phasen auslösen, in der sie den Kontakt mit anderen Personen verweigern. Ein weiteres, großes Problem im Alltag von Menschen mit DIS sind die sogenannten Gedächtnisschranken. Gedächtnisschranken entstehen dadurch, dass eine andere als die Frontperson das Handeln übernommen hat. Der Persönlichkeitsanteil, der üblicherweise die Frontperson ist, befindet sich dann in einer Art Dämmerschlaf und weiß nicht, was während dieser Zeit passiert. „Auch hier ist wieder ein pragmatischer Ansatz hilfreich: Ergotherapeut:innen vereinbaren und üben mit allen Persönlichkeitsanteilen, Verlaufsprotokolle zu erstellen und sich jeweils stichpunkthaft zu notieren, welcher Anteil gerade „vorne“ ist, was und weshalb er oder sie etwas tut, welche Gedankengänge gerade wichtig sind und wo er oder sie sich befindet“, legt die Ergotherapeutin dar, wie sie diesen Teil ihrer Arbeit mit Menschen mit einer DIS gestaltet. So ist gewährleistet, dass alle Persönlichkeitsanteile über alles informiert sind und in der Folge im Alltag besser klarkommen.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen unterstützen Menschen mit DIS ihren Alltag so zu gestalten, dass sie sich sicher fühlen </b></p>
<p>„Die Themen der jeweiligen Betroffenen sind vielfältig und individuell, aber es gibt auch viele Gemeinsamkeiten wie etwa die Schlafprobleme, die diejenigen von Kindheit an haben und die auf fehlendes Sicherheitsempfinden  zurückzuführen sind“, bestätigt die Ergotherapeutin Knagge. Ein oder mehrere Persönlichkeitsanteile der Menschen mit DIS bleiben oft ein Leben lang im Kindesalter. Aus diesem Grund geht die Ergotherapeutin mit diesen Klient:innen in Anlehnung an die Behandlung von Kindern vor, um diesen kindlichen Anteilen ein besseres Sicherheitsgefühl in der Nacht zu vermitteln. Das bedeutet bestenfalls Hausbesuche und diese dürfen Ergotherapeut:innen als Beratung zur Integration des häuslichen Umfelds machen. Auf diese Weise können sich Ergotherapeut:innen vor Ort in die Lage der kindlichen Persönlichkeitsanteile ihrer Klient:innen versetzen. Sie loten gemeinsam mit dem Menschen mit DIS die aus dessen Sicht kritischen Stellen und Situationen in den eigenen vier Wänden aus. Dazu die Ergotherapeutin Knagge: „Ergotherapeut:innen verfügen über eine gute Vorstellungskraft und sind daher in der Lage zu imaginieren, wo könnten bedrohliche Personen wie „Räuber, Einbrecher, Eindringlinge“ hereinkommen“. Gemeinsam mit den Klient:innen überlegen sie dann, wie sie die Wohnung sicher machen können. Wer mag, darf Fenster verbarrikadieren, die Zimmertür nachts abschließen – auch diejenigen, die alleine wohnen – oder eine Höhle zum Schlafen bauen. Auch ein Schnuffeltuch, Lavendelkissen oder Kuscheltiere können helfen, die kindlichen Anteile in den erwachsenen Betroffenen zu beruhigen und ihnen die Angst zu nehmen.</p>
<p><b>Mithilfe von Ergotherapeut:innen den Alltag einschränkende Lebensfeldbegrenzungen erkennen und minimieren</b></p>
<p>Auch bei anderen Themen des Alltags, die sich durch die Betätigungsanalyse gezeigt haben, spielt das Thema Sicherheit eine Rolle. „In diesen Fällen empfehlen Ergotherapeut:innen die zum Selbstschutz üblichen Dinge wie Handtaschenalarm für Frauen oder Apps für das Mobiltelefon, die eine sofortiges Orten ermöglichen“, zeigt Knagge einige der Möglichkeiten auf, Betroffenen ein stärkeres Sicherheitsempfinden in ihrem Alltag zu verleihen. Im nächsten Schritt üben Ergotherapeut:innen mit ihren Klient:innen im Wohnort, zum Beispiel an Stellen, die nicht gut beleuchtet sind und – wenn das alles keine Bedrohung mehr darstellt – im Wald oder der freien Natur, sich selbstbewusster zu bewegen. Auf diesem Weg gelingt es Ergotherapeut:innen mehr Freiheit und Selbstbestimmtheit in das Leben von Menschen mit DIS zu bringen und die Lebensfeldbegrenzungen Stück für Stück abzubauen. „Menschen mit DIS müssen ihren Alltag nicht so gestalten, wie es für andere „normal“ ist“, fasst Knagge zusammen und betont abschließend: „Es ist wichtig, Betroffene so zu befähigen, dass sie ihren Alltag so gestalten lernen, wie er für sie persönlich gut funktioniert“.</p>
<p>Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter <a href="https://dve.info/service/therapeutensuche" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve.info/service/therapeutensuche</a>. Zum Podcast gerne hier entlang: <a href="https://dve-podcast.podigee.io/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve-podcast.podigee.io/</a></div>
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		<title>Alle Jahre wieder: Warum Vorsätze für das neue Jahr oft scheitern und wie sie zum Erfolg führen können</title>
		<link>https://www.presse-blog.com/2026/01/07/alle-jahre-wieder-warum-vorstze-fr-das-neue-jahr-oft-scheitern-und-wie-sie-zum-erfolg-fhren-knnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutscher Verband Ergotherapie]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2026 09:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Medizin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gute Vorsätze sind eine ungebrochene Tradition zu Silvester. Viele wollen mit Beginn des neuen Jahres gesünder leben, indem sie sich mehr bewegen oder Gewohnheiten aufgeben, die gesundheitsschädlich sind. „Gesundheit und seit einiger Zeit zunehmend auch die Langlebigkeit – longevity – <a href="https://www.presse-blog.com/2026/01/07/alle-jahre-wieder-warum-vorstze-fr-das-neue-jahr-oft-scheitern-und-wie-sie-zum-erfolg-fhren-knnen/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Gute Vorsätze sind eine ungebrochene Tradition zu Silvester. Viele wollen mit Beginn des neuen Jahres gesünder leben, indem sie sich mehr bewegen oder Gewohnheiten aufgeben, die gesundheitsschädlich sind. „Gesundheit und seit einiger Zeit zunehmend auch die Langlebigkeit – longevity – spielen in unserer heutigen Gesellschaft eine wichtige Rolle“, bekräftigt Fabian Heringhaus, Ergotherapeut im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.). Er beschäftigt sich von Berufs wegen mit dem Thema „Gesundheit“ und weiß, wie schwer es den meisten seiner Patient:innen und Klient:innen fällt, gesundheitsschädliches Verhalten in gesundes oder gesundheitsförderliches Verhalten umzumünzen: „Verhaltensänderung ist die Königsdisziplin“ sagt Heringhaus, „aber diejenigen, die bereit sind, sich auf eine Zusammenarbeit mit ihrem Ergotherapeuten oder ihrer Ergotherapeutin einzulassen, können es schaffen“. Ebenso wie diejenigen, die selbst über ausreichend Disziplin, Ausdauer und Eigenverantwortung verfügen und in Eigenregie ein Leben in Gesundheit anstreben.</b></p>
<p>An Tipps, wie eine gesunde Ernährung auszusehen hat, welche Sportarten gelenkschonend sind, für eine bessere Kondition oder generell mehr Gesundheit sorgen, mangelt es ebenso wenig wie an Empfehlungen, wie ein gesundes Leben grundsätzlich und im Allgemeinen auszusehen hat. Doch was nützen gute Ratschläge, wenn in der Realität die guten Vorsätze häufig scheitern? Oder die, die so ambitioniert gestartet sind, auf halber Strecke wieder in alte Gewohnheiten verfallen? „Es geht unter anderem darum, die für Gesundheit nötigen Verhaltensweisen dauerhaft im Alltag zu etablieren“, weiß Fabian Heringhaus und verhilft zum Blick über den Tellerrand, hin zu ergotherapeutischen Interventionen. Ergotherapeut:innen sind Spezialist:innen, die sich mit dem Alltag und mit Betätigungen befassen. Eine ihrer Aufgaben ist es, erkrankte Menschen dabei zu unterstützen, gesundheitsschädliches durch gesundheitsförderliches Verhalten zu ersetzen. Wenn es also gelingt, Menschen, die erkrankt sind – und dabei geht es sowohl um physische als auch um psychische Erkrankungen – zu Verhaltensänderungen zu befähigen, sollte das ebenso gut bei (noch) nicht Erkrankten beziehungsweise an Gesundheit Interessierten klappen. Stellt sich also die Frage: Wie gehen Ergotherapeut:innen vor?</p>
<p><b>Edukation: Ergotherapeut:innen informieren zum Thema „Gesundheit“</b></p>
<p>Um bestmögliche Voraussetzungen für ihre Arbeit zu schaffen, sorgen Ergotherapeut:innen dafür, dass bei ihren Patient:innen, die sie meist als Klient:innen bezeichnen, genügend Wissen – auch rund um ihre Gesundheit – vorhanden ist und sie alles verstanden haben, was ihnen erklärt wurde. Diese zentrale Aufgabe, die Ergotherapeut:innen an den Anfang ihrer Intervention stellen, nennen sie Edukation. Ergotherapeut:innen gehen im Übrigen respektvoll und auf Augenhöhe mit ihrem Gegenüber um. „Es ist ungünstig, sich wie ein Moralapostel oder belehrend zu verhalten; das macht andere klein“, findet Heringhaus. Ihm geht es darum aufzuklären und die Leute da abzuholen, wo sie gerade stehen. Er fährt fort: „Schließlich sind nicht jedem alle Sachverhalte, Zusammenhänge und Auswirkungen bekannt oder klar und man kann nicht erwarten, dass jemand sein Verhalten ändert, wenn er oder sie nicht weiß, warum“. Der Ergotherapeut findet immer einfühlsame, aber klare Worte, etwa, dass die Klient:innen selbst die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssen, sprich jeden Tag selbst etwas für ihre Gesundheit tun und nicht etwa einmal in der Woche bei ihm „behandelt werden“. Auch nennt er den Zeitraum, auf den sie sich einstellen müssen: Bis aus einer Verhaltensänderung eine Gewohnheit wird, dauert es gemäß den meisten Modellen des Gesundheitsverhaltens mindestens sechs Monate. Erst dann kann man mit einem dauerhaften Erfolg rechnen. Wer vorher wieder auf „normal“ zurückschaltet, hat verloren. Einer der Gründe, warum Vorsätze oft scheitern.</p>
<p><b>Dank Ergotherapeut:innen: Zielsetzungen realistisch formulieren</b></p>
<p>Ein weiter Grund für das Misslingen von (Neujahrs-)Vorsätzen ist die Art der Zielsetzung. Es ist besser, als Zielsetzung die Verhaltensänderung zu nehmen wie etwa „ich verändere mein Essverhalten“, „ich integriere mehr Sport in meinen Alltag“ oder „ich ändere meine Freizeitgestaltung“. Dazu der Ergotherapeut Heringhaus: „Ziele wie „Ich nehme 20 kg ab“ sind nicht nachhaltig, denn sie lassen zu, dass der- oder diejenige das gesundheitsförderliche Verhalten nicht weiter aufrechterhalten muss und in alte Essmuster verfallen darf, sobald die 20 kg runter sind“. Das leuchtet ein. Ebenso wie die ergotherapeutische Empfehlung, lieber kleinere, dafür erreichbare Ziele anzustreben. Oft sind es zu viele oder zu hochgesteckte Ziele, die sich Menschen in der Euphorie der Neujahrsnacht vornehmen. Etwas, das unrealistisch ist und woraus so gut wie nie etwas wird. Bei ihren Interventionen unterstützen Ergotherapeut:innen, die wie Fabian Heringhaus arbeiten, ihre Klient:innen beim Erreichen Ihrer Ziele, indem sie beispielsweise Verpflichtungen schaffen. Ergotherapeut:innen fragen nach, wie die vereinbarten Übungen und Verhaltensweisen geklappt haben, fordern Fotodokumentationen an und wollen wissen, wenn etwas nicht wie besprochen durchgeführt wurde, warum das so war und was man dagegen tun kann.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen nutzen Gesundheitsmodelle, die das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten fördern</b></p>
<p>Weitere Bausteine einer ergotherapeutischen Intervention bilden Gesundheitsmodelle. „Das HAPA (Health Action Process Approach) Modell ist ein Ansatz, der mehrere Elemente und Theorien miteinander verknüpft und die Bereiche Selbstwirksamkeit, Handlungserwartung und Risikowahrnehmung berücksichtigt“, legt Heringhaus dar. Den stärksten Effekt hat Selbstwirksamkeit, also die Überzeugung eines Menschen, wie er oder sie Aufgaben und Herausforderungen bewältigen kann. Dies gilt im positiven ebenso wie im Negativen. „Daher ist es auch so wichtig, die Ziele so festzulegen, dass sie tatsächlich erreichbar sind“, betont Heringhaus nochmals. Erfolge beflügeln und befeuern die Selbstwirksamkeit. Wer sich als selbstwirksam erlebt, ist motiviert, das veränderte Verhalten aufrechtzuerhalten und weiterzumachen. Die mit einem Erfolgserlebnis einhergehenden Hormone und Emotionen tragen ein Übriges dazu bei. Um das Ganze sichtbar zu machen, eignen sich aus Sicht des Ergotherapeuten Journals. Journals, oder auch „Tagebücher“, sind zu vielen Themen erhältlich: Ernährung, Bewegung, Stress, oder was immer ansteht. Eigene, selbst angelegte Tabellen funktionieren aber genauso gut.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen bestärken und machen Erfolge sichtbar</b></p>
<p>Es ist ein typischer Ansatz von Ergotherapeut:innen, Positives zu verstärken. „Das gelingt gut mit einem Journal, wo man jeden Tag einträgt, was gut gelungen ist, was positiv war, wofür man sich feiern darf“, sagt Heringhaus. Im Rahmen einer ergotherapeutischen Intervention bringen Klient:innen ihr Journal mit und präsentieren ihrer Ergotherapeutin oder ihrem Ergotherapeuten, wie es seit dem letzten Termin gelaufen ist. Das gemeinsame Reflektieren mit dem Journal nutzen Ergotherapeut:innen, um ihr Gegenüber im gezeigten Verhalten zu bestärken: „Toll, dass es geklappt hat, regelmäßig den Lieblingspodcast zu hören und gleichzeitig auf dem Fahrradergometer zu trainieren“ und so weiter. Ergotherapeut:innen ermutigen die Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung mit einer ärztlichen Verordnung zu ihnen kommen, sich etwas zuzutrauen. Und ebenso ermutigen sie alle anderen Menschen, die sich zutrauen, ihr Gesundheitsverhalten zu verbessern – in Eigenregie oder mit der Unterstützung von Ergotherapeut:innen, die präventive Leistungen für Selbstzahler anbieten. Ob das mit Beginn des neuen Jahres oder wann immer passiert: Hauptsache, diejenigen, die etwas ändern wollen tun den ersten Schritt, denn der ist bekanntlich der schwerste.</p>
<p>Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter <a href="https://dve.info/service/therapeutensuche" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve.info/service/therapeutensuche</a>. Zum Podcast gerne hier entlang: <a href="https://dve-podcast.podigee.io/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve-podcast.podigee.io/</a></div>
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		<title>Mehr und öfter auch jüngere Neuerkrankte mit Morbus Parkinson</title>
		<link>https://www.presse-blog.com/2025/12/09/mehr-und-fter-auch-jngere-neuerkrankte-mit-morbus-parkinson/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutscher Verband Ergotherapie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2025 09:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsbewältigung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die meisten Menschen, die die Diagnose Morbus Parkinson erhalten, sind über 65 Jahre alt. Doch betrifft Parkinson mittlerweile zunehmend Jüngere, auch im mittleren Alter. „Es verdichten sich die Hinweise, dass bestimmte Chemikalien das Risiko erhöhen, an Parkinson zu erkranken“, stellt <a href="https://www.presse-blog.com/2025/12/09/mehr-und-fter-auch-jngere-neuerkrankte-mit-morbus-parkinson/" class="more-link" data-wpel-link="internal">Mehr</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Die meisten Menschen, die die Diagnose Morbus Parkinson erhalten, sind über 65 Jahre alt. Doch betrifft Parkinson mittlerweile zunehmend Jüngere, auch im mittleren Alter. „Es verdichten sich die Hinweise, dass bestimmte Chemikalien das Risiko erhöhen, an Parkinson zu erkranken“, stellt die Ergotherapeutin Amy Orellana, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) fest. Der verstärkte Einsatz von Umweltchemikalien könnte ein Erklärungsansatz dafür sein, weshalb sowohl die Zahl der jüngeren Neuerkrankten, aber auch die Summe aller an Parkinson Erkrankten zunimmt. Einen zentralen Part bei der Unterstützung von Menschen mit Parkinson übernehmen Ergotherapeut:innen.</b></p>
<p>Parkinson entsteht über Jahre hinweg und rückblickend stellen Betroffene oft fest, dass sie Vorboten wie Schlafstörungen, Depressionen, Verstopfung oder andere Symptome hatten, diese zu diesem Zeitpunkt jedoch (noch) nicht mit Parkinson in Zusammenhang gebracht wurden. Die Diagnose „Parkinson“ können Ärzt:innen erst mit dem Auftreten der Bradykinese, also der Verlangsamung der Bewegungen, stellen. Ab dann spielen neben anderen Fachdisziplinen Ergotherapeut:innen eine maßgebliche Rolle. Sie sind darauf spezialisiert, sich detailliert mit dem Alltag ihrer Patient:innen, die sie im Übrigen als „Klient:innen  bezeichnen, zu befassen.</p>
<p><b>Ergotherapeutischer Ansatz: den Alltag analysieren und Vorlieben herausfinden                                                                                                                    </b></p>
<p>Ergotherapeut:innen orientieren sich an der ganz persönlichen Lebenssituation und an den jeweiligen Anliegen und Fähigkeiten ihrer Klient:innen. Was bedeutet das für die ergotherapeutische Intervention bei Parkinson? „Es ist vielfach belegt, dass es hilft, aktiv zu sein und sich zu bewegen, um die Verlangsamung und die Steifigkeit für eine gewisse Zeit aufzuhalten oder hinauszuzögern“, führt Orellana an. Wie andere Fachdisziplinen auch, kümmern sich Ergotherapeut:innen ebenfalls darum, die Symptome zu mildern und aufzuhalten. Eines ist jedoch grundlegend anders: das Paradigma, also die grundsätzliche Denkweise und damit die Ausrichtung ihrer Intervention. Dazu Orellana: „Bei Ergotherapeut:innen geht es um den Alltag, also um all das, was jeden Tag im Leben der Menschen mit Parkinson stattfindet, und darum, die Lebensqualität und -freude zu erhöhen“. Ergotherapeut:innen durchforsten gemeinsam mit ihren Klient:innen, beispielsweise anhand eines Wochenplans und einem Rückblick in die Vergangenheit, wie die einzelnen Tage aussehen und welche Betätigungen ihnen Freude bereiten oder früher Freude bereitet haben. Das Ziel: körperliche Aktivitäten und Interessen finden, an die sich anknüpfen lässt, die sich zum Ausbauen oder Wiederbeleben eignen. Dabei kommt es gar nicht so sehr darauf an, eine bestimmte Sportart oder überhaupt sportliche Aktivitäten zu finden. Auch andere Betätigungen kommen in Betracht. Hauptsache, der- oder diejenige tut diese Aktivität(en) gerne.</p>
<p><b>Maßgeschneidert: Ergotherapeut:innen richten Intervention an Parkinsonpatient:innen aus</b></p>
<p>Dass dieser Ansatz motiviert, leuchtet ein, denn Jede:r kennt das von sich selbst: Auferlegte oder übergestülpte Übungen verschwinden meist schnell wieder aus dem täglichen Programm. Dinge hingegen, die einem etwas bedeuten oder Spaß machen, wiederholt man gerne oft und immer öfter. Die Ergotherapeutin Orellana belegt dies mit Beispielen aus ihrer Praxis. Sie erinnert sich an einen Klienten, der beim gemeinsamen Reflektieren ein Instrument erwähnte, das er vor seiner Erkrankung gespielt hatte. Er war sehr stolz, dass er das schwierige Instrument früher beherrschte und wollte dies gerne  wiederbeleben. Erwünschter Nebeneffekt: die Funktion seiner Hände und Finger zu verbessern. Noch vor dem nächsten Termin mit der Ergotherapeutin schaffte er es, Instrumentenunterricht zu organisieren, zu üben und gleichzeitig an seiner Fingerfertigkeit zu feilen. „Ihm war die große Begeisterung und eine unglaubliche Freude schon anzusehen, noch bevor er davon erzählte“, beschreibt Amy Orellana, wie sich diese Herangehensweise bei ihren Klient:innen mit Parkinson auswirkt. Die intrinsische Motivation, also der eigene Antrieb, verstärkt sich und es stellt sich eine positive Einstellung und Ausstrahlung ein. „Mit demselben Ansatz lassen sich entsprechende Erfolge in allen Bereichen und sogar auf kognitiver Ebene erreichen“, begeistert sich die Ergotherapeutin. Sie berichtet von weiteren Klient:innen, die sich bei der Reflexion an Aktivitäten erinnerten, die ihnen früher schon Freude bereitet hatten, wie etwa der Besuch von Vorlesungen an der Universität oder andere, geistig anspruchsvolle Betätigungen. „Betroffene erleben wieder Teilhabe und nehmen sich nicht mehr an erster Stelle als einen Menschen mit Parkinson, sondern als Menschen, der aktiv ist, wahr“, bestätigt die Ergotherapeutin, welche neue Perspektive Erkrankte dadurch erhalten: Der Fokus ist, den Blick weniger auf die Symptome, sondern vielmehr auf das zu richten, was Lebensqualität und Lebensfreude bringt.</p>
<p><b>Ergotherapeut:innen vermitteln Betroffenen und Angehörigen Wissen über Parkinson </b></p>
<p>Auch das Aufklären über die Krankheit, Ergotherapeut:innen nennen das „Edukation“, hilft an Parkinson Erkrankten, ihren Alltag leichter und selbstständiger zu bewältigen. Ergotherapeut:innen nehmen dazu die Gewohnheiten ihrer Klient:innen unter die Lupe. Den wenigsten Menschen mit Parkinson ist bewusst, dass sie zum Beispiel beim Gehen das Risiko eines Sturzes mindern, indem sie Hilfsmittel einsetzen, um Dinge von A nach B zu bringen: Kaffeetasse auf den Servierwagen, andere Gegenstände in den Umhängebeutel, und so weiter. Gleiches gilt für Gespräche beim (Spazieren-)Gehen: „Dual Tasks“ – zwei Dinge gleichzeitig tun – kann das sogenannte Freezing, das plötzliche Erstarren, auslösen. Das wiederum erhöht die Sturzgefahr von Menschen mit Parkinson. Diese Informationen sind nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für ihre Angehörigen und das Umfeld wichtig. Ergotherapeut:innen schließen immer auch diejenigen mit in ihre Intervention ein, die mit den Menschen mit Parkinson zusammenleben. Wissen Angehörige um all diese Faktoren, können sie entsprechend handeln.  Auch wenn es an erster Stelle um den an Parkinson erkrankten Menschen selbst, Anleitungen oder Anregungen für ihn oder sie geht: Ergotherapeut:innen betrachten Angehörige als „erweiterte Klient:innen“ und bauen zu ihnen ebenfalls eine Vertrauensbasis auf. Sie hören sich ihre Sorgen und Ängste an und helfen ihnen, mit den emotionalen Belastungen umzugehen, wenn der Partner oder die Partnerin zusehends abbaut. Auch ermutigen sie sie, (wieder) ihr eigenes Leben zu gestalten, ihre eigenen Sozialkontakte zu beleben. „Haben sie eine „Erlaubnis“ von der Ergotherapeutin, fällt es betreuenden oder pflegenden Angehörigen oft leichter, das eigene Leben wieder mehr in den Vordergrund zu rücken, Aufgaben abzugeben und das schlechte Gewissen abzulegen“, verdeutlich Orellana eine weitere Besonderheit ergotherapeutischer Interventionen.</p>
<p><b>Parkinsonpaten und weitere Initiativen – ergotherapeutische Empfehlungen </b></p>
<p>Überhaupt haben Ergotherapeut:innen eine Reihe alltags- und lebenspraktischer Vorschläge für die Angehörigen und die Betroffenen selbst. Eine Empfehlung ist die Kontaktaufnahme mit den Parkinsonpaten (<a href="https://www.parkinsonpate.org/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.parkinsonpate.org/&#8230;</a>). Diese Initiative besteht aus Betroffenen, die sich durch eine sehr positive Lebenseinstellung auszeichnen. Neuerkrankte können auf verschiedenen Wegen in Kontakt treten, auf Wunsch auch anonym. Auf welchem Weg auch immer die Kommunikation stattfindet: die Menschen, die als Parkinsonpaten tätig sind, beantworten sämtliche auch noch so heiklen Fragen wertschätzend. Sie sind schlussendlich selbst betroffen und auch daher ausgesprochen empathisch und verständnisvoll. Darüber hinaus gibt es Zusammenschlüsse und Interessensgruppen wie PingPongParkinson Deutschland e.V.  (<a href="https://pingpongparkinson.de" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://pingpongparkinson.de</a>), denen sich Betroffene anschließen können. Gute Optionen, gerade für Neuerkrankte, um festzustellen: es kann noch lange gut gehen. Und dafür, dass es lange gut gehen kann, tun Ergotherapeut:innen ein Übriges, indem sie Menschen mit Parkinson befähigen, sich wieder mehr zuzutrauen und einen möglichst selbstständigen, erfüllten, glücklichen Alltag zu erleben.</p>
<p>Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter <a href="https://dve.info/service/therapeutensuche" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve.info/service/therapeutensuche</a>. Zum Podcast gerne hier entlang: <a href="https://dve-podcast.podigee.io/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://dve-podcast.podigee.io/</a></div>
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<li>
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