Wie eine Online-Umfrage unter Gynäkologen ergab, ist für knapp die Hälfte der Befragten die frühzeitige Diagnose der Schwangerschaftserkrankung Präeklampsie eine Herausforderung. Eng verbunden sind damit die Unsicherheit gegenüber der Eindeutigkeit der Diagnose und der Zeitpunkt der Einweisung in die Klinik für die Entbindung. Obwohl 80 Prozent der Gynäkologen die Biomarker sFlt-1/PlGF zur Diagnostik einer Präeklampsie kennen, diagnostiziert die Mehrheit eine Präeklampsie noch über Blutdruckmessung und Urindiagnostik. Als klare Hürden für den Einsatz der Biomarker sehen Ärzte die fehlende Vergütung und Unsicherheit bzw. mangelnde Erfahrung in der Anwendung.1 Dabei verbessert der Einsatz des sFlt-1/PlGF-Quotienten bei Verdacht auf eine Präeklampsie nachweislich die klinische Entscheidungsfindung.2

Die Ergebnisse der PROGNOSIS-Studie3 bestätigen den prädiktiven Wert der Präeklampsie-Tests (Elecsys sFlt-1 und Elecsys PlGF) von Roche und belegen den klinischen Wert des sFlt-1/PlGF-Quotienten bei Frauen mit Verdacht auf eine Präeklampsie. Der Quotient kann für die Vorhersage des Nichtauftretens einer Präeklampsie innerhalb einer Woche und der Entwicklung einer Präeklampsie in den folgenden vier Wochen eingesetzt werden.4 Das Testergebnis ermöglicht es Ärzten bei einem erhöhten Risiko entsprechend zu handeln und den Ausgang der Schwangerschaft für Mutter und Kind zu verbessern. Durch den zuverlässigen Ausschluss der Erkrankung für eine Woche können darüber hinaus unnötige Krankenhauseinweisungen vermieden werden.

Leitfaden unterstützt Ärzte im Umgang mit den Markern

„Der Verdacht auf eine Präeklampsie bedeutet für die Mutter ein hohes Maß an Unsicherheit. Je zuverlässiger sich ein mögliches Risiko jedoch vorhersagen lässt, umso besser können die Patientinnen versorgt werden", weiß Dr. Stefan Verlohren, Leiter Arbeitsgruppe Präeklampsie der Klinik für Geburtsmedizin, Charité Universitätsmedizin Berlin. „Die Diagnostik stützt sich aktuell auf die Messung der Proteinurie und des Blutdrucks", sagt Verlohren. Beides seien suboptimale Vorhersagewerte dafür, bei welchen Schwangeren sich eine Präeklampsie entwickelt und wie die Erkrankung verläuft.5 Wie die Marker in der klinischen Praxis eingesetzt werden können, zeigt nun ein aktueller Leitfaden:

Über die Präeklampsie

Präeklampsie ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft und tritt in Deutschland bei etwa zwei bis drei Prozent aller Schwangerschaften auf.6 Die Erkrankung kann zu akuten, lebensbedrohlichen Komplikationen wie Krampfanfällen oder HELLP-Syndrom, zu Nieren- und Leberversagen, inneren Blutungen und plötzlicher Plazentaablösung führen. Sie ist damit auch heute noch Hauptursache von Krankheit und Tod in der Schwangerschaft – sowohl bei der werdenden Mutter als auch beim ungeborenen Kind. Da eine kausale Therapie fehlt und das Leben der Schwangeren akut bedroht sein kann, erscheint die frühzeitige Entbindung durch einen Notkaiserschnitt in vielen Fällen als die einzig mögliche Lösung – mit erheblichen gesundheitlichen Risiken für das Frühgeborene.

Über die Elecsys-Präeklampsie-Tests

Die Elecsys Präeklampsie-Tests messen die beiden Proteine sFlt-1 (soluble fms-like tyrosine kinase-1, lösliche fms-ähnliche Tyrosinkinase-1) und PlGF (placental growth factor, plazentarer Wachstumsfaktor) im Blut der Mutter. Je nach Testergebnis, das als Quotient der zwei Proteine angegeben wird, können Ärzte die Entwicklung der Erkrankung kurzfristig zuverlässig ausschließen oder vorhersagen7 und sich somit auf die vorsorgliche Behandlung von Frauen mit hohem Risiko für eine Präeklampsie konzentrieren.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

Literatur

1 Online-Umfrage über DocCheck unter 100 Gynäkologen (Klinik/Praxis), November 2015.

2 Hund, M. et all (2016): Influence of the sFlt-1/PlGF Ratio on Clinical Decision-Making in Women with Suspected Preeclampsia http://journals.plos.org/….

3 Akronym steht für: Prediction of short-term outcome in pregnant women with suspected preeclampsia study (Studie zur Vorhersage der kurzfristigen Entwicklung bei Schwangeren mit Verdacht auf Präeklampsie).

4 Zeisler, H., Llurba, E., Chantraine, F., et al. (2016). NEJM

5 Verlohren, S., et al. (2010). Am J Obstet Gynecol 202 (161): e1-11

6 Maul H. et al., Arch Gynecol Obstet 2010 ; 282 (1 Suppl) :PO-Geb 02.52

7Elecsys® sFlt-1 und Elecsys® PlGF Packungsbeilagen (Sep. 2016 ). Roche Diagnostics Documentation, Basel.

Über die Roche Diagnostics Deutschland GmbH

Roche beschäftigt in Deutschland rund 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Die großen operativen Gesellschaften sind an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2 Milliarden Euro investiert. Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de.

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