Der Ausbau der Spitzenposition in den Technischen Textilien bis 2025 und damit die Festigung Deutschlands als Weltmarktführer im Textilmaschinenbau sind anspruchsvolle Zielsetzungen im Projekt futureTEX. Dazu nimmt futureTEX eine Vorreiterrolle zum Kompetenzpool mit branchenübergreifender Ausprägung ein.

Zum Stand der Forschung in den Basis- und Umsetzungsvorhaben und den weiteren geplanten Maßnahmen berieten die Mitglieder des Projektbeirates futureTEX in ihrer siebten Beiratssitzung am 25. Januar in Chemnitz.

Vorgestellt wurde der Arbeitstand der vier Basisvorhaben: Smart Factory, Open Innovation, Mass Customization und Arbeitswelt 4.0. Die ersten drei Basisvorhaben stellen bereits am 14. Juni 2017 ihre Ergebnisse und Visionen in der KompetenzWerkstatt MONITORING Basisvorhaben den Konsortialpartnern vor.

Auch vier gestartete Umsetzungsvorhaben präsentierten sich dem Beirat mit ihrer bisherigen Arbeit und fanden ihr Vorgehen bestätigt. Das Vorhaben CONTEX widmet sich den Bemessungsverfahren für kraftflussgerechte, textile Bewehrungen für schalenförmige Verbundstrukturen aus kunststoffgebundenen und mineralischen Matrizes. Die Entwicklung einer industrietauglichen Prozesskette zum nachhaltigen Einsatz von Hanfbastrinde in textilen Leichtbauprodukten ist das Thema des Vorhabens Biogene Heavy Tows. Nachwachsende Rohstoffe sind die Basis für die Entwicklung flexibler, vliesbasierter Leiterplatten im Vorhaben TexPCB. Eine Modellierungsmethode für stufenübergreifendes Prozesswissen zum kundenintegrierten, flexiblen Konfigurieren von Produkten in der Textilfabrik der Zukunft zu entwickeln, ist das Ziel im Vorhaben MTFZ – Modellierung Textilfabrik der Zukunft.

Ein Kernpunkt der Beratung war die Diskussion und Empfehlung zum Aufbau von Demonstrationslinien zu einem Forschungs- und Versuchsfeld zur digitalisierten Produktion in der Textilindustrie. Vorab überzeugten sich die Beiratsmitglieder im Technikum von der Funktionalität der bereits entwickelten digitalen Demonstratoren.

Andreas Berthel, geschäftsführender Direktor des Sächsischen Textilforschungsinstituts und Konsortialführer des Projektes futureTEX resümiert: „Wichtige Erkenntnisse zum Reifegrad der Textilindustrie für die Industrie 4.0 wurden bereits in den Basisvorhaben von futureTEX gewonnen. Diese branchenspezifischen Bedarfe zu Digitalisierungslösungen sind vor allem durch die Eigenschaften der neuen Anwendungsfelder des Textilmaterials und die Besonderheiten der textilen Wertschöpfungskette begründet.“

Zum Abbau der großen Unsicherheit bei den mittelständischen Unternehmen in der Gestaltung der Textilfabrik der Zukunft ist der Aufbau eines futureTEX Forschungs- und Versuchsfelds ein wichtiger Schritt. Hier wird im Zusammenspiel von Mittelstand und Forschung textile Digitalisierung transparent, erlebbar und vor allem erprobbar. Kompetente Partner wie das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University, das Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf, das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof und die Technische Universität Braunschweig werden an Konzept und Realisierung mitarbeiten.

Über das Forschungsprojekt futureTEX
Das Projekt futureTEX ist ein Gewinner im Programm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bis 2019 arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen, Unternehmen und Verbände an der Entwicklung wesentlicher Bausteine eines Zukunftsmodells für Traditionsbranchen. Das Projektkonsortium futureTEX verfolgt das Ziel, die führende Position bei der Umsetzung der vierten industriellen Revolution im Textilmaschinenbau und in der Textilindustrie zu erringen und damit beispielhaft bis 2030 das modernste textilindustrielle Wertschöpfungsnetzwerk Europas aufzubauen. Mit der Entwicklung eines Zukunftsmodells werden die Forschungsschwerpunkte Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft, kundenintegrierte flexible Wertschöpfungsketten, textile Zukunftsprodukte, Wissens- und Innovationsmanagement sowie Arbeitsorganisation und Nachwuchssicherung gemeinschaftlich mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft bearbeitet. Vier Basisvorhaben – Smart Factory, Mass Customization, Open Innovation und Arbeitswelt 4.0 – bilden die Grundlage der weiteren Arbeit. Das Projekt futureTEX ist Preisträger im Wettbewerb „Ausgezeichneter Ort“ im Land der Ideen 2016.
 

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