Die Partner des Basisvorhabens Open Innovation präsentierten im März 27 Teilnehmern aus 12 Vorhaben nach knapp eineinhalb Jahren Forschungsarbeit ihre Ergebnisse. Die zu beantwortenden Kernfragen des Vorhabens waren, wie erfolgreiche Innovationsprozesse und -strukturen aussehen, wie sich neue Technologien, neue Märkte und Anwendungen sowie Anregungen aus anderen Branchen mit Hilfe eines Radarsystems schneller und effizienter identifizieren lassen und wie die Innovationskraft durch Intensivierung einer interdisziplinären Zusammenarbeit und durch gezielte Vernetzung gesteigert werden kann.

Zur Abschlussveranstaltung am STFI in Chemnitz regten die Forschungsergebnisse aus vier Arbeitspaketen für die Entwicklung und Initiierung von Open Innovation-Netzwerkstrukturen zur systematischen Erschließung noch unbekannter Anwendungsfelder für textile Werkstoffe und Technologien zur regen Diskussion und Nachfrage an.

Ausgangspunkt war die systematische Analyse der bestehenden Voraussetzungen für Open Innovation in den Unternehmen der deutschen Textilbranche und damit die Erstellung eines Open Innovation Readiness Checks, um zu erforschen, wie fit der textile Mittelstand für die Zukunft ist. Dabei standen die Hauptindikatoren Kultur, Zielgruppen, Struktur und das strategische Vorgehen für Open Innovation im Fokus.

Die Ergebnisse flossen u. a. in die Studie zur Übertragbarkeit von Open Innovation-Methoden in die Textilbranche ein. Neben einem Überblick zum Status Quo der Kollaborationen und Open Innovation im Mittelstand wurden Empfehlungen zur Verbesserung des betrieblichen Innovationsmanagements insbesondere unter Nutzung von Werkzeugen und Methoden des Open Innovation gegeben.

Der Aufbau eines offenen Innovationsnetzwerkes zur Unterstützung der Akzeptanz und Verbreitung von Open Innovation war ein wesentlicher Meilenstein in der Arbeit des Teams. Das entstandene Format der KompetenzWerkstatt konnte durch alle Konsortialpartner in der Themenfindung mitgestaltet werden. Und so war das Interesse der teilnehmenden Textilunternehmen an den Schwerpunkten der Ideengenerierung und Umsetzung in einen strukturierten Innovationsprozess groß. Open Innovation-Werkzeuge und -Methoden konnten in den bisherigen zwei Veranstaltungen der KompetenzWerkstatt am STFI und bei der Firma Norafin Industries (Germany) GmbH in Mildenau selbst erlernt und erprobt werden.

Mit der Entwicklung von Trend- und Informationsanalyse-Tools, wie dem tecScout für Technische Textilien und der TrendArena wurde eine webbasierte Methode zur umfassenden Informationsversorgung des Innovationsprozesses umgesetzt. Diese ist als Basisportal für Technische Textilien unternehmensspezifisch flexibel anpassbar. Die weitere Integration von internen Unternehmens- und externen Daten mit Self Service Business Intelligence und Analytics (Visual Cockpit) und Crawler-Lösungen komplettiert den umfangreichen Open Innovation-Methodenbaukasten für Textilbetriebe und ermöglicht auch dem Mittelstand eine 360-Grad-Sicht auf den Markt.

Mit dem durchgängig begleitenden Marketing im Vorhaben wurde der These „Innovieren heißt kommunizieren“ Rechnung getragen und Information sowie Dialog mit den Konsortialfirmen in vielfältiger Weise befördert.

Das sehr rege Interesse und die Mitarbeit zahlreicher Unternehmen im Vorhaben zeigt die essentielle Bedeutung von Open Innovation für die weitere Arbeit im futureTEX-Projekt. Das Vorhaben hat gezeigt, dass die Potenziale von Open Innovation wesentlich dazu beitragen, den Innovationsprozess in der Textilbranche zukunftsfähig zu gestalten und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu steigern.

Im Team des Open Innovation-Basisvorhabens arbeiteten das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO (Verbundkoordinator), das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT, das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), die Simba n³ Software GmbH, die AviloX GmbH und die P3N MARKETING GMBH eng zusammen.

Über das Forschungsprojekt futureTEX
Das Projekt futureTEX ist ein Gewinner im Programm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bis 2021 arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen, Unternehmen und Verbände an der Entwicklung wesentlicher Bausteine eines Zukunftsmodells für Traditionsbranchen. Das Projektkonsortium futureTEX verfolgt das Ziel, die führende Position bei der Umsetzung der vierten industriellen Revolution im Textilmaschinenbau und in der Textilindustrie zu erringen und damit beispielhaft bis 2030 das modernste textilindustrielle Wertschöpfungsnetzwerk Europas aufzubauen. Mit der Entwicklung eines Zukunftsmodells werden die Forschungsschwerpunkte Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft, kundenintegrierte flexible Wertschöpfungsketten, textile Zukunftsprodukte, Wissens- und Innovationsmanagement sowie Arbeitsorganisation und Nachwuchssicherung gemeinschaftlich mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft bearbeitet. Vier Basisvorhaben – Smart Factory, Mass Customization, Open Innovation und Arbeitswelt 4.0 – bilden die Grundlage der weiteren Arbeit. Das Projekt futureTEX ist Preisträger im Wettbewerb „Ausgezeichneter Ort“ im Land der Ideen 2016.
 

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