Die Entwicklung des Internet of Things (IoT) Marktes lässt sich in vier Stufen einteilen: Am Anfang stand die mehr oder weniger hektische Vernetzung von Objekten und Dingen, gefolgt von einer massiven Verbreitung von Anwendungsfällen, einer branchenübergreifenden Integration und letztlich der gänzlich verbundenen Gesellschaft. Nach Einschätzung von IDC stehen Unternehmen in Deutschland nun an der Schwelle zur zweiten Evolutionsstufe. Dadurch wird sich der Fokus von IoT-Initiativen stärker von der Optimierung interner Abläufe zur Verwirklichung technologiebasierter Produkte und neuer Geschäftsmodelle verschieben. Das IoT wird somit künftig noch entscheidender für die erfolgreiche digitale Transformation von Organisationen.

IoT-Plattformen: Ein wettbewerbsintensiver und komplexer Markt sortiert sich

IoT-Plattformen spielen bei dieser Evolution eine wichtige Rolle, denn sie stellen die Middleware zwischen den IoT Endpoints und den Verzeichnissen dar, in denen die IoT-Daten gespeichert werden. Die Vielfalt an IoT-Plattformen reicht von Consumer-Plattformen bis zu horizontalen oder branchenfokussierten Enterprise-Plattformen. Aufgrund der vielen Anwendungsfälle, die diese Plattformen bedienen, ist ein sehr komplexer Markt entstanden. „Nicht viele der am Markt verfügbaren Angebote erfüllen wichtige Kriterien wie Offenheit des Systems, die Unterstützung von Edge Computing oder das Security Enforcement“, sagt Mark Alexander Schulte, Senior Consultant und Proejktleiter bei IDC. „Für Anbieter wird es in den nächsten Monaten entscheidend sein, diese Aspekte zu adressieren und alles daran zu setzen, aus dem unübersichtlichen Wettbewerbsumfeld hervorzustechen“, so Schulte weiter.

Edge Computing treibt die Entstehung von IoT Clouds

Das rapide Wachstum an Daten führt dazu, dass die Übertragung sämtlicher Informationen in Rechenzentren immer seltener zielführend ist. IDC erwartet, dass im Jahr 2019 40% der IoT Daten „at the edge“, also im oder in der Nähe des vernetzten Objektes, verarbeitet und analysiert werden. Somit entsteht eine „Wölkchenbildung“ mit IoT Clouds „at the edge“. Firmen werden vor diesem Hintergrund zunehmend von Hardware-Herstellern eine offene IoT-Gateway-Lösung, von Communications Service Providern Network-Function Virtualization-Fähigkeiten (NFV) und von Analytics-Anbietern Funktionen „at the edge“ einfordern. Damit Anbieter von dieser Entwicklung profitieren, ist ein tiefgreifendes Verständnis über die Zielstellungen und Herausforderungen der Entscheider erforderlich.

Ausgereifte Ansätze zur Gewährleistung der IoT Security und Compliance erforderlich

Für deutsche Unternehmen ist die Gewährleistung der Sicherheit und Compliance die größte Herausforderung in Hinblick auf IoT-Initiativen, wie die Ergebnisse der letzten IDC Befragung unter deutschen Unternehmen zeigen. Firmen müssen die IoT Security umfassend angehen, die zu beachtenden Felder sind vielfältig. Hierzu zählen die Absicherung von IoT Gateways, das Configuration und Patch Management, die „Härtung“ des IoT Endpoints oder das IoT Endpoint Monitoring. Die geplante Studie wird die Anforderungen und Investitionspläne deutscher Firmen in Hinblick auf die IoT Security und Compliance analysieren und aufdecken, welche Themenfelder Anbieter priorisiert bespielen müssen.

Blockchain auf dem Sprung in die IoT Deployments

IDC beobachtet, dass die grundlegenden Prinzipien von Blockchain auch auf IoT-Projekte übertragen werden, beispielsweise um IoT-Transaktionen zu belegen und abzusichern. IDC prognostiziert, dass im Jahr 2019 in 20% aller IoT Deployments grundlegende Blockchain-Dienste Anwendung finden werden. Anbieter müssen sich frühzeitig mit den daraus resultierenden Implikationen für ihre Technologien, Lösungsansätze und Kundenmehrwerte beschäftigen.

Connectivity Trends: Firmen im Dschungel aus LPWAN, NB-IoT und 5G

„Der Hype um Low-Power Wide Area Networks (LPWANs) hat in diesem Jahr seinen Höhepunkt erreicht. Es wurde viel über Sigfox und LoRa als kostengünstige Optionen geredet, um über einen weiten Bereich verteilte Endpunkte zu verbinden. Wir erwarten, dass Anbieter zunehmend auf den LPWAN-Zug aufspringen werden“, sagt Laura Hopp, Consultant bei IDC. Die in Kürze ins Feld gehende Studie wird die Präferenzen und Pläne von Entscheidern in Hinblick auf LPWAN, NB-IoT und andere Mobilfunkoptionen untersuchen.

Ein ausgereiftes IoT-Ökosystem ist für den Erfolg unerlässlich

IDC ist überzeugt, dass IoT-Anbieter ein Partnernetzwerk aufbauen müssen, wenn Sie langfristig im Markt erfolgreich sein wollen. Kein Anbieter wird am IoT-Markt alleine bestehen. Doch viele Provider tun sich schwer damit, ihre Rolle im komplexen IoT-Ökosystem zu finden. Letztlich werden nur die Partnerschaften erfolgreich sein, die Kunden einen Mehrwert bieten. Die geplante IDC Studie bietet Einblicke in die Kundenerwartungen an Technologiepartner und eine faktenbasierte Grundlage für die Weiterentwicklung der Partner-Strategie.

IDC erwartet, dass mit Eintritt in die zweite Evolutionsstufe die Investitionsbereitschaft in IoT-Lösungen steigen wird. Für IoT-Hardware- und Software-Hersteller, Connectivity Provider, Beratungsfirmen und IT-Dienstleister bieten sich daher gute Wachstumschancen. Der Schlüssel zur richtigen Ausrichtung der Marketing- und Vertriebsaktivitäten ist die Kenntnis über die Anforderungen und Erwartungen von Unternehmen.

IDC wird ab Oktober 2017 die aktuelle Situation, Herausforderungen sowie die zu erwartenden Entwicklungen in Deutschland beleuchten. Dafür werden wir zirka 350 Fach- und Führungskräfte sowohl aus der IT- als auch den Fachabteilungen von Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern in Deutschland befragen. Der Schwerpunkt wird auf 8 Fokusbranchen liegen, in denen signifikante Samples erhoben werden, die branchenspezifische Analysen ermöglichen. Projektstart ist im Oktober 2017. Interessierte Lösungsanbieter wenden sich für weitere Informationen an IDC unter info_ce@idc.com oder 069 90502-0.

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