Entwicklungsingenieure in Elektronik und Elektrotechnik wenden bis zu 45% ihrer Arbeitszeit für die Bereitstellung und Suche von aktuellen Projektdaten auf. Dies ist das Ergebnis einer Studie von techconsult zum Thema „Design-Daten Management in der Elektrotechnik und Elektronik“.

Einer der Hauptgründe für den wachsenden Zeitaufwand für Bereitstellung und Suche von aktuellen Informationsständen lässt sich auf mangelnde IT-Unterstützung bei der Verwaltung von Entwicklungs- und Bauteilinformationen zurückführen. Die etablierten PLM-Softwaresysteme werden von den Beteiligten nicht als Lösung angesehen, denn 52% der Unternehmen, die PLM-Systeme einsetzen, bewerteten diese als nur eingeschränkt tauglich für die Anforderungen von Elektronik und Elektrotechnik. 77% der Befragten erwarten sich von den etablierten PLM-Technologien keine grundsätzliche Verbesserung der Situation.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick

  • 52% der Befragten haben Zweifel an der Eignung von aktueller PLM-Technologie für die spezifischen Anforderungen von Elektronik und Elektrotechnik
  • 39% sehen die Notwendigkeit, die Entwicklungsprozesse von Mechanik und Elektronik bzw. Elektrotechnik besser zu koordinieren.
  • 52% der befragten Unternehmen haben mit wachsender Produkt- und Prozesskomplexität zu kämpfen
  • 45% halten die Einführung durchgängiger digitaler Prozesse vom technischen Vertrieb, über die Produktentwicklung, bis zur Produktion für erforderlich

Mehr Zeit für die Produktentwicklung gewinnen

Die technologieintensiven Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugbau inkl. Luft- und Raumfahrtindustrie, Elektrotechnik und Elektronik operieren derzeit in einem hochdynamischen Marktumfeld, das von kurzen Innovationszyklen, wachsender Produkt- und Prozesskomplexität sowie der Digitalisierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen geprägt ist

In vielen Entwicklungsabteilungen wird für die Verwaltung und Dokumentation von Entwicklungsergebnissen zu viel Zeit aufgewendet. Den Ergebnissen der Umfrage zufolge wenden Ingenieure bis zu 45% ihrer Arbeitszeit für unproduktive Stützleistungen auf, diese gehen zu Lasten ihrer eigentlichen Aufgaben in der Entwicklung von neuen Produkten.

„Um auch künftig erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen die Arbeitsbelastung ihrer Ingenieure zugunsten ihrer Kernaufgaben reorganisieren. Bei jedem Entwicklungsprojekt werden große Mengen an Daten und Informationen erzeugt und modifiziert. Es besteht daher ein großer Bedarf für Werkzeuge, mit denen Ingenieure ihre Daten verwalten und für ihre jeweilige Aufgabe abrufen können“, kommentiert die Autorin der Studie, Verena Bunk, Senior Analyst bei techconsult.

Verwaltung und Bereitstellung von Entwicklungsdaten

IT-Umgebungen, die gezielt die Anforderungen der Elektronik und Elektrotechnik unterstützen, könnten den administrativen Aufwand deutlich reduzieren und Ingenieuren mehr Freiraum für ihre Kernaufgaben einräumen. Allerdings bezweifeln 77% der Befragten, dass dieses Ziel durch aktuelle PLM-Technologie erreicht werden kann. Entwicklungsingenieure nehmen PLM-Umgebungen als zu komplex war, deren Einsatz einen hohen Aufwand für die Datenpflege erforderlich macht. Darüber hinaus sehen sie die spezifischen Anforderungen ihrer Disziplin nicht hinreichend in den derzeit verfügbaren, von den Anforderungen der mechanischen Produktstruktur geprägten, Systemen abgebildet.

Herausforderung Produktkomplexität

Die Mehrzahl der befragten Entwicklungsleiter, Produktmanager bzw. Projektmanager nannte die wachsende Produkt- und Prozesskomplexität als größte Herausforderungen für die Bereiche Elektronik und Elektrotechnik (52%), gefolgt von der Steigerung der Entwicklungsproduktivität (46%) und der strukturierten Nutzung von vorhandenen Entwicklungsdaten (45%). Fast die Hälfte der Befragten (45%) misst der Digitalisierung des Informationsflusses zwischen Entwicklung und Produktion hohe Wichtigkeit bei, und 39% sehen eine Notwendigkeit die Mechanik- und Elektronikentwicklung besser zu koordinieren.

Die Mehrzahl der befragten Unternehmen verfügt jedoch noch über keine digitale Infrastruktur zur gezielten Unterstützung und Steuerung von laufenden Entwicklungsprojekten. In Summe ergibt sich aus dieser Situation eine wachsende Belastung der Ingenieure durch administrative Stützleistungen, die zu Lasten ihrer Kernaufgaben geht.

Über die Studie

Die Studie zum Thema „Design-Daten Management in der Elektrotechnik und Elektronik“ wurde von der techconsult GmbH im Auftrag der Zuken GmbH konzipiert und durchgeführt. 163 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden zu ihrer Entwicklung elektronischer und elektrotechnischer Baugruppen und Systeme befragt. Die Stichprobe umfasst die technologieintensiven Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugbau inkl. Luft- und Raumfahrtindustrie, Elektrotechnik und Elektronik. Es wurden Unternehmen aller Größen mit einem Jahresumsatz ab 80 Mio. Euro berücksichtigt.

Zum Download: Design Data Management in Electrical and Electronic Engineering

Über Zuken

Die Herausforderung

Qualität, Innovation und Profitabilität – für diese Herausforderungen muss die produzierende Industrie immer wieder neue Antworten finden. Der Elektronik und Elektrotechnik kommt dabei vielfach eine Schlüsselrolle zu. Diese Disziplinen in einen durchgängigen, disziplin-, standort- und partnerumspannenden Produktentstehungsprozess einzubinden – dabei kann Zuken helfen.

Unser Beitrag

Zuken unterstützt führende Industrieunternehmen bei der Optimierung ihrer Produktentstehungsprozesse in der Elektronik-, Elektrotechnik und Fluidik. Mit einer Kombination aus langjähriger Projekterfahrung, technologischem Know-how und der Fähigkeit, sich auf verschiedenste Kundenanforderungen einzustellen, liefert Zuken leistungsstarke Lösungen. Transparente Vorgehensmodelle und Verlässlichkeit in allen Aspekten bilden die Grundlage für eine lang andauernde, partnerschaftliche Kundenbeziehung. www.zuken.com

Über die techconsult GmbH

Als Research und Analystenhaus ist techconsult seit 25 Jahren der Partner für Anbieter und Nachfrager digitaler Technologien und Services. Analysen auf der Anwenderseite erlauben einen Einblick in die Problemfelder und Zukunftsvisionen der Unternehmen. Für ein realitätsnahes Bild sorgen dafür über 20.000 Interviews pro Jahr mit Business- und IT-Entscheidern. In Verbindung mit dem permanenten Screening von Produkten und Serviceleistungen der Anbieter erfolgt die erfolgsorientierte Strategie- und Umsetzungsberatung. Auf digitalen Plattformen stellt techconsult Business- und IT-Entscheidern seit vielen Jahren themenspezifische Assessment-Tools zur Problemfeld- und Positionierungsanalyse zur Verfügung. Die techconsult GmbH wird vom geschäftsführenden Gesellschafter und Gründer Peter Burghardt am Standort Kassel mit einer Niederlassung in München geleitet und ist Teil der Heise Gruppe.

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