Ralf Seeland und Christoph Tischner haben mit ihrem Start-up 8sense einen Rückensensor entwickelt, der die Haltung und Bewegung erfassen und analysieren kann. Sie wollen damit das Volksleiden „Rückenschmerzen durch zu vieles Sitzen“ in den Griff bekommen.

Laut Statistik sitzt der moderne Büromensch bis zu zwölf Stunden am Tag. Das ist eine enorme Belastung für seine Wirbelsäule, seine Muskeln und seine Gesundheit insgesamt. In den USA heißt es schon: „Sitzen ist das neue Rauchen“. Das US-Department of Labor schreibt sogar „Die Arbeit, die das größte Risiko für Gesundheitsschädigungen birgt, ist die am Schreibtisch“. Die Kombination aus Stress und statischer Bildschirmarbeit führen bei unzähligen Menschen zu Muskelverspannungen. Fast ein Drittel aller Deutschen leidet mittlerweile an wiederkehrenden Rückenschmerzen.

Eine große Idee ist manchmal auch ganz klein. Kleiner als ein Feuerzeug, keine 70 Gramm schwer und trotzdem in der Lage, das Volksleiden Nummer 1 in Deutschland zu bekämpfen: So stellen es sich zumindest die Gründer von 8sense vor. Die beiden Wirtschaftsingenieure haben einen virtuellen Rücken-Coach entwickelt. Dieser besteht aus einem kleinen Sensor zum Anstecken an der Kleidung und einer Smartphone-Anwendung.

Es liegt eine gewisse Anspannung in der Luft im „Stellwerk18“, dem neuen Rosenheimer Gründerzentrum. „Es geht jetzt in die heiße Phase, unsere Crowdfunding-Kampagne startet in wenigen Wochen. Von der hängt ab, wie es mit 8sense weitergeht. Darum hat die Kampagne momentan die höchste Priorität für uns. Doch es ist oft schwer, alles andere einfach links liegen zu lassen“, sagt Ralf Seeland.

Crowdfunding ist längst kein Trend nur in den USA mehr. Auch deutsche Newcomer gehen immer öfter diesen Weg der Wachstumsfinanzierung. Anders als bei einer klassischen Venture-Beteiligung wird ein Start-up beim Crowdfunding über kleinere Beträge vieler Personen finanziert. „Es gibt verschiedene Arten des Crowdfundings. Wir nutzen das klassische Crowdfunding – auch „reward-based“ Crowdfunding genannt – bei dem unsere Unterstützer das Produkt sozusagen im Vorverkauf erwerben. Mit dem gewonnenen Geld können wir unsere Produktentwicklung abschließen und das Endprodukt nach vier bis sechs Monaten ausliefern“, verdeutlicht Christoph Tischner.

Herzstück der Start-up-Idee von 8sense ist ein kleiner Sensor, der sogenannte 8sense Clip. Dieser wird unauffällig hinten am Kragen zum Beispiel eines T-Shirts befestigt und erkennt die Haltung und Bewegung des Trägers in allen Lebenslagen. So auch die aktuelle Sitzposition im Büro. „Eine Besonderheit unseres Wearables ist das haptische Feedback“ erklärt Ralf Seeland. „Das heißt: Wenn jemand zu lange in einer starren Haltung verharrt, erinnert ihn der Sensor durch sanftes Vibrieren daran, seine Sitzposition zu verändern.“

Die persönlichen Daten und das tägliche Verhalten können über die dazugehörige 8sense App – wenn erwünscht sogar in Echtzeit – visualisiert werden. „Dieses Tool ist die Grundlage dafür“, da sind sich beide Gründer einig, „das eigene Verhalten überhaupt zu verändern“. „Denn nur wenn mir ein Problem bewusst ist, bin ich auch in der Lage, etwas zu ändern“ weiß Ralf Seeland. Dies sei auch der Grund, „warum wir unser Start-up 8sense genannt haben“. Der „8te Sinn“ sei sozusagen ein virtueller Coach und Begleiter.

Den Gründern geht es aber nicht nur um die Haltung. „Wir haben erkannt, dass wir das Thema Rückenleiden ganzheitlich angehen müssen“. Anhand der Informationen aus einer Vielzahl an Interviews mit Branchenexperten wurde die Produktstrategie mehrfach überarbeitet und angepasst. „Das ist manchmal sehr frustrierend, aber dennoch notwendig, damit man wirklich den Bedürfnissen des Marktes und den neusten wissenschaftlichen Standards gerecht wird. Nur so kann man auch 100% hinter einem Produkt stehen“, ist Christoph Tischner überzeugt.

So gibt es neben dem Alltagscoach neuerdings auch ein Trainingsmodul. Der smarte Coach schlägt wie bei anderen Sport-Apps passende Übungen vor. Ist der User gerade bei einem Physiotherapeuten in Behandlung, kann dieser eine Schnittstelle nutzen und eigene Trainingspläne anlegen. Auch beim Training kann der Sensor eingesetzt werden. Dieser erkennt die Übungen, erfasst sie automatisch und kann ein Echtzeit-Feedback zur – richtigen oder – falschen Ausführung geben. „Andere Sport-Apps individualisieren Trainingspläne größtenteils nur durch das subjektive Feedback ihrer User. Unser Coach passt das Training zusätzlich an das Alltagsverhalten an und lernt aus den erfassten Trainingsdaten, gegebenenfalls ergänzt durch die Eingaben eines begleitenden Physiotherapeuten“, erläutert Entwicklungschef Ralf Seeland.

Dabei muss Training nicht gleich Training sein. Seeland und Tischner sind vor allem auf die ins System integrierten kleinen Spiele und interaktiven Übungen fürs Büro und Zuhause stolz. Hat man bislang Spiele über verschiedene Tasten gesteuert, so geschieht das bei 8sense über die Bewegung des Körpers. So lässt sich das Nützliche mit Spaß verbinden.

Seit ihrem Start im September 2016 haben die beiden Newcomer bereits einige Preise und Förderungen abgeräumt. So beispielsweise den mit 2500 € dotierten „Digitalpreis“ beim Gründerpreis Rosenheim oder eine „Start?Zuschuss!“-Förderung des Freistaates Bayerns über 36.000 €. Geld, das das Start-up gut gebrauchen kann.

Die Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter startet am 24. Oktober und wird insgesamt vier Wochen dauern. Wer als erster „zuschlägt“, soll einen limitierten Early-Bird-Rabatt (40 %) auf den späteren System-Listenpreis in Höhe von 119 Euro bekommen.
Verfolgen kann man die Kickstarter-Kampagne im Übrigen auf www.8sense.com

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Christoph Tischner
Telefon +49 8031 200 9090
Mobil +49 176 4201 8775
christoph.tischner@8sense.com

8sense GmbH
Bahnhofstraße 5
83022 Rosenheim
www.8sense.com

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