Wenn die Tage wieder kürzer werden und sich das Jahr allmählich dem Ende neigt, ist es auch an der Zeit für Weihnachtsfeiern mit Kollegen und Besuche auf dem Christkindlmarkt mit Freunden. Anlass genug für den ein oder anderen wärmenden Glühwein. Aber Vorsicht: Für alle, die mit dem Auto unterwegs sind, gilt es, den Risikofaktor Alkohol nicht zu unterschätzen und das Fahrzeug im Zweifelsfall lieber stehen zu lassen, um sicher nach Hause zu kommen.

Besonders warme alkoholische Getränke wie Glühwein sind tückisch. Durch die Wärme wird der Alkohol schneller vom Körper aufgenommen, da er den Kreislauf anregt und Blutgefäße erweitert. Grundsätzlich ist es ratsam, das Fahrzeug stehen zu lassen und lieber mit Taxi oder Bahn nach Hause zu fahren, sobald Alkohol im Spiel ist. Das gilt nicht nur für Autofahrer, sondern auch für alldiejenigen, die mit Motorrad oder Fahrrad unterwegs sind. „Wer sich trotz Glühwein ans Steuer seines PKW setzt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er damit nicht nur seine eigene Sicherheit riskiert, sondern auch die seiner Mitfahrer und die anderer Verkehrsteilnehmer“, sagt Jürgen Brenner-Hartmann, Fachlicher Leiter Verkehrspsychologie und Verkehrsmedizin bei TÜV SÜD. Außerdem drohen hohe Strafen für Autofahrer mit Alkohol im Blut. Für alle Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren gilt generell eine 0,0 Promillegrenze. Vorsicht ist allerdings nicht nur am Abend der Weihnachtsfeier geboten, sondern auch am Morgen danach, da der Körper nur etwa 0,1 Promille Alkohol pro Stunde abbauen kann.

„Was viele nicht wissen, ist, dass nicht alleine der Fahrer haftet, sondern auch der Beifahrer. Wer also einen Freund, der Alkohol getrunken hat, bittet, ihn nach Hause zu fahren, muss ebenfalls mit Strafen rechnen“, erklärt Jürgen Brenner-Hartmann. Autofahrern, die unter Alkoholeinfluss kontrolliert werden und als Folge daraus den Führerschein abgeben müssen, droht dann oft auch eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU), um den Schein wiederzubekommen.

Ein weiterer Risikofaktor beim Autofahren im Winter ist die vermehrte Dunkelheit, die das Wahrnehmungsvermögen reduziert. So werden Farben weniger gut erkannt und auch das Einschätzen von Abständen und Geschwindigkeiten verschlechtert sich. Gepaart mit glatten Straßen oder plötzlich auftauchenden Nebelfeldern erfordert das Autofahren dann ein besonders hohes Maß an Konzentration. Wenn zusätzlich auch noch Alkohol ins Spiel kommt, kann es schnell zu brenzligen Situationen im Straßenverkehr kommen, da kleine Mengen bereits ausreichen, um die Reaktionsfähigkeit der Fahrer einzuschränken. 

Weitere Informationen rund ums Thema Verkehrssicherheit gibt es unter www.tuev-sued.de/mpu.

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