Der Breitbandausbau für Mecklenburg-Vorpommern startet im Landkreis Ludwigslust-Parchim in eine neue Phase: Gemeinsam mit Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, und Wolfgang Schmülling, 1. Stellvertreter des Landrates des Landkreises Ludwigslust-Parchim, haben WEMAG-Vorstand Thomas Murche und Martin Retzlaff, Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH, den symbolischen Spatenstich für das Großprojekt durchgeführt. Die Gemeinde Siggelkow ist die erste von über 25 Gemeinden aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, in der die Bauarbeiten beginnen.

„Ich freue mich sehr, dass wir nun den ersten Spatenstich für den Breitbandausbau im Landkreis Ludwigslust-Parchim durchführen können. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst aller Beteiligten, hier sozusagen mit Lichtgeschwindigkeit die Planungen voranzutreiben. Heute kann die Bauphase beginnen“, sagte der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Die moderne Informations- und Kommunikationstechnik ist aus dem privaten wie beruflichen Leben nicht mehr wegzudenken und gewinnt weiterhin an Bedeutung. „Die Grundvoraussetzung dafür, dass unser Land an dieser Entwicklung partizipieren kann, ist eine flächendeckende Breitbandversorgung. Nach Umsetzung aller Projekte werden wir die Breitbandversorgung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde in Mecklenburg-Vorpommern von derzeit gut 60 Prozent auf über 90 Prozent gesteigert haben, im ländlichen Raum gar von rund 23 Prozent auf über 95 Prozent. Hinzu kommt der künftige eigenwirtschaftliche Ausbau zum Beispiel in den Städten. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass das begonnene Förder- und Ausbauprogramm Mecklenburg-Vorpommern deutlich voranbringen wird.“

Im November 2017 hat die WEMACOM Breitband GmbH vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den Breitbandausbau in drei Gebieten erhalten. So sollen verschiedene Gemeinden in den Regionen Zarrentin, Wittenburg und Stralendorf, in der Sternberger Seenlandschaft sowie im Raum Eldenburg, Lübz und Plau am See die Möglichkeit für einen Glasfaseranschluss erhalten.

„Wenn der heutige Spatenstich zum Breitbandausbau erfolgt, dann ist das zunächst ein kleiner Schritt hier im Ortsteil Neuburg in der Gemeinde Siggelkow. Für uns als Landkreis ist es jedoch ein riesengroßer Schritt in die Zukunft: Wir schaffen eine zukunftsfähige Infrastruktur, die unsere ländlichen Gemeinden in eine hervorragende Position bringt, denn nur wenige Gebiete in Deutschland haben bisher Glasfaseranschlüsse in jedem Haus“, sagte Wolfgang Schmülling, 1. Stellvertreter des Landrates des Landkreises Ludwigslust-Parchim. „Es bedeutet für uns den Aufbruch in das Zeitalter des digitalen Wandels unserer Gesellschaft, den wir nutzen wollen, statt von ihm überrollt zu werden. Mit dem Einsatz der Glasfaser-Technologie werden den Menschen in unserem Landkreis Teilhabe und Entwicklung ermöglicht, die weit, sehr weit über die schlichte Möglichkeit des schnellen Surfens im Internet hinausreichen. Ich danke allen, die diesen Weg eröffnen – den Geldgebern Bund, Land und Gemeinden, den Bürgern, die aufgeschlossen der neuen Technologie gegenüberstehen und natürlich allen, die jetzt baulich den Weg in die Zukunft eröffnen, den Planern und ausführenden Betrieben“, so Schmülling weiter.

„Ich freue mich sehr, dass die WEMACOM Breitband GmbH, ein Tochterunternehmen der WEMAG, im vergangenen Jahr die Ausschreibung gewonnen hat und für den Breitbandausbau in drei Gebieten des Landkreises Ludwigslust-Parchim Fördermittel von Bund und Land erhält. Damit können wir 650 Kilometer Glasfaser-Trassen errichten und die Internetzukunft für einen Teil unserer Heimatregion sichern“, sagte WEMAG-Vorstand Thomas Murche.

Seit über einem Jahrzehnt funktionieren Internetanschlüsse über Kupferkabel. Die Datenübertragung erfolgt hier über das Telefonnetz. Die Datenraten haben dabei lange Zeit ausgereicht. Inzwischen sind die Ansprüche gewachsen. Immer mehr Geräte greifen zu Hause auf das Internet zu. Wenn dies parallel geschieht, stoßen Kupferleitungen an ihre Grenzen.

„Die Glasfasertechnologie ist eine Investition in die Zukunft. Hochmoderne Leitungen ermöglichen die Übertragung großer Datenmengen und bieten im Vergleich zu alten Kupferleitungen erhebliche Vorteile“, erklärte Martin Retzlaff, Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH. Schnelle Datenübertragungsraten und eine geringe Störanfälligkeit seien nur zwei von vielen Vorzügen. Internetnutzer könnten in Zukunft bequem und ohne Ladehemmung Mediatheken, Online-Shopping und Streaming-Dienste nutzen. „Wir planen, nächstes Jahr im September alle Bauarbeiten abgeschlossen zu haben“, prognostizierte Retzlaff.

Die WEMAG erweitert mit der Erschließung dieses neuen Geschäftsfeldes ihr bestehendes Portfolio um Telekommunikationsdienstleistungen. Neben Strom und Erdgas vertreibt das Unternehmen nun auch Internet-, Telefon- und TV-Produkte an Privat- und Gewerbekunden aus geförderten Gebieten. Kunden erhalten so Zugang zu verschiedenen Services aus einer Hand.

Die WEMACOM Breitband GmbH, die das Glasfaser-Netz betreibt, kann auf Branchenkenntnis und langjährige Erfahrungen zurückgreifen. Mit einem Projekt dieser Größenordnung und Komplexität kann das Unternehmen Kunden gewinnen und sein Glasfaser-Netz erweitern.

Damit Vertrieb und Bauarbeiten erfolgreich sein können, wurde ein Projektteam bestehend aus Mitarbeitern der WEMAG und der WEMACOM sowie externen Planungs- und Tiefbaufirmen zusammengestellt. Die Umsetzung des Projektes macht qualifizierte Fachkräfte auf verschiedenen Fachgebieten erforderlich. Bis heute wurden in den Unternehmen der WEMAG Gruppe über 20 neue Arbeitsplätze geschaffen – und hier sind nur interne Stellen gezählt. Durch die Zusammenarbeit mit Projektplanungs- und Tiefbauunternehmen tragen indirekt noch mehr entstehende Arbeitsplätze zur regionalen Wertschöpfung bei.

Unternehmensprofil WEMACOM:
Die 1997 gegründete Telekommunikationsgesellschaft WEMACOM betreibt in Westmecklenburg ein umfangreiches Telekommunikationsnetz für Geschäfts- und Privatkunden. Als Regional- und City-Carrier vermarktet die WEMACOM Übertragungskapazitäten und realisiert mit Partnern den Ausbau des eigenen Glasfasernetzes. Das Telekommunikationsunternehmen ist ein Joint Venture der WEMAG AG und der Stadtwerke Schwerin GmbH.

 

Über die WEMAG AG

Die Schweriner WEMAG AG ist ein bundesweit aktiver Öko-Energieversorger mit regionalen Wurzeln und Stromnetzbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Zusammen mit der WEMAG Netz GmbH ist sie für ca. 15.000 Kilometer Stromleitungen verantwortlich, vom Hausanschluss bis zur Überlandleitung. Das Energieunternehmen liefert Strom, Gas und Netzdienstleistungen an Privat- und Gewerbekunden. Regionale Verbundenheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit bestimmen das Handeln der WEMAG AG. Die WEMAG AG leistet erhebliche Investitionen in erneuerbare Energien, berät zu Fragen der Energieeffizienz und bietet die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung über die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG. Die WEMAG AG befindet sich seit Januar 2010 im Mehrheitsbesitz der Kommunen ihres Versorgungsgebietes.

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