Tourismusminister Guido Wolf übereichte Freiburgs Finanzbürgermeister Stefan Breiter und den Vorständen der Freiburger Verkehrs AG (VAG), Stephan Bartosch und Oliver Benz, am Montag, 14. Mai, einen Förderbescheid in Höhe von 72.580,- Euro für die barrierefreie Modernisierung der Aussichtsanlage an der Bergstation der Schauinslandbahn. Die Fördermittel stammen aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes Baden-Württemberg 2018.

Tourismusminister Guido Wolf sagte anlässlich der Übergabe des Förderbescheides: „Wir wollen einen Tourismus, der allen offen steht. Die Barrierefreiheit touristischer Attraktionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Daher freut es mich, dass wir die barrierefreie Neugestaltung der Aussichtsplattform an der Schauinslandbahn aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes fördern können. Die herausragende Aussicht von Freiburger Hausberg in den Schwarzwald wird künftig ideal zu erreichen sein.“

Freiburgs Finanzbürgermeister Stefan Breiter dankte dem Minister für die Aufnahme des Projektes in das Förderprogramm. Breiter, der die Schauinslandbahn als „Bindeglied zwischen Stadt und Schwarzwald“ bezeichnete führte weiter aus: „Vor rund einer Woche haben wir den Aktionstag Inklusion mit viel Begeisterung der Akteure und tollen Anregungen gestaltet. Dank der Förderung durch das Land Baden-Württemberg kann nun auch noch das i-Tüpfelchen zur Barrierefreiheit der Schauinslandbahn aufgesetzt werden.“

Breiter führte weiter aus, dass es neben der Schauinslandbahn weitere Maßnahmen innerhalb der Stadt gibt, um die Barrierefreiheit zu verbessern. Als Großprojekt steht der weitere barrierefreie Ausbau des Hauptbahnhofes an. Dafür soll die nördliche Unterführung nach Westen bis zum Bahnsteig an Gleis 8 verlängert werden. An allen Bahnsteigen sollen neue Aufzüge gebaut werden. Auf Grundlage dieser Ergebnisse hat die DB AG in der Zwischenzeit auch eine Vorplanung mit einer Kostenschätzung erstellt. Diese geht für die genannten Maßnahmen von einem Kostenrahmen von rund 9,5 Millionen Euro aus.

Der Förderantrag war seitens der zur VAG gehörigen Schauinslandbahn für die barrierefreie Neugestaltung des Aussichtsbereichs an der Bergstation gestellt worden. Der Umbau umfasst neben der Errichtung einer Aussichtsplattform mit Sitzgelegenheiten auch die Sicherung des Berghangs: „Der Ausgangsbereich, die Aussichtsplattform und der Zugang zum Hof werden komplett barrierefrei gestaltet. Dies kommt in erster Linie unseren mobilitätseingeschränkten Fahrgästen zugute“, erklärt VAG Vorstand Stephan Bartosch. Letztlich, so Bartosch weiter, sei eine Außenanlage ohne Stufen und Schwellen aber für alle Besucherinnen und Besucher sehr angenehm. Hierfür wird insgesamt ein Betrag 484.00 Euro investiert. Die Bauarbeiten sollen im Winterhalbjahr 2018/2019 erfolgen.

Sein Vorstandskollege, Oliver Benz, erinnerte an all das, was bei der Schauinslandbahn bereits für Mobilitätseingeschränkte getan worden ist: Angefangen bei den ausgewiesenen Parkplätzen an der Talstation, über den ausreichenden Platz für Rollstühle in den Kabinen sowie die individuell regelbaren Ein- und Ausstiegszeiten bis hin zuFreiburgs erste "Toiletten für alle, die auch für Menschen mit schweren Behinderungen geeignet sind, wurde bereits einiges umgesetzt. Benz ergänzt: „Die barrierefreie Neugestaltung des Aussichtsbereichs an der Bergstation ist logische Weiterführung der Maßnahmen zur Barrierefreiheit bei der Schauinslandbahn. Die Fördermittel des Landes sind hierbei gut investiertes Geld.“

Die Schauinslandbahn überwindet auf 3600 m Länge einen Höhenunterschied von 746 m und hat 2017 über 350.000 Fahrgästen befördert. Zur Zeit ihrer Eröffnung im Jahr 1930 galt die erste Großkabinen-Umlaufseilbahn der Welt als technisches Wunderwerk. Die Anlage, die 2012 und 2013 umfangreich modernisiert wurde, steht längst unter Denkmalschutz und konnte seit dem Umbau die Fahrgastzahlen um 40 Prozent steigern.

Das Tourismusinfrastrukturprogramm

Mit dem Tourismusinfrastrukturprogramm (TIP) des Landes werden wirtschafts- und strukturverbessernde Investitionen unterstützt. Damit sollen die Rahmenbedingungen für eine weiterhin positive Tourismusentwicklung verbessert und Arbeitsplätze – überwiegend im ländlichen Raum – gesichert oder geschaffen werden. Durch die im vergangenen Jahr von 5 auf 7 Millionen Euro jährlich erhöhte Fördersumme des Tourismusinfrastrukturprogramms werden in diesem Jahr mehr als 30 kommunale Projekte gefördert. Insgesamt werden damit Investitionen in Höhe von mehr als 25 Millionen Euro angestoßen.

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