Aerogele sind hochporöse, sehr leichte Feststoffe mit einem hohen Porenanteil. Ihre feine Porenstruktur begrenzt die Wärmeübertragung innerhalb des Materials und ermöglicht dadurch eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit. Insbesondere Silicat-Aerogele werden deshalb unter anderem als Bestandteil von Wärmedämmstoffen und bauchemischen Produkten eingesetzt.

Mineralische Wärmedämmputze mit Aerogel können bereits bei vergleichsweise geringen Schichtdicken zur Wärmedämmung von Bauteilen beitragen. Abhängig von der jeweiligen Rezeptur und dem geprüften Putzsystem können zudem Eigenschaften wie geringe Rohdichte, Wasserdampfdurchlässigkeit und Wasserabweisung erzielt werden.

Solche Putzsysteme können unter anderem bei der Sanierung von Bestandsgebäuden eingesetzt werden, wenn nur begrenzte Schichtdicken zur Verfügung stehen oder die bestehende Gebäudestruktur möglichst wenig verändert werden soll. Auch im Neubau sind entsprechende Wärmedämmputze für geeignete Wandaufbauten einsetzbar.

Die brandschutztechnischen Eigenschaften richten sich nach der jeweiligen Zusammensetzung und Klassifizierung des vollständigen Putzsystems. Aussagen wie „nicht brennbar“, „keine Rauchentwicklung“ oder „kein brennendes Abtropfen“ sollten daher ausschließlich für entsprechend geprüfte und klassifizierte Systeme verwendet werden.

Rezepturentwicklung

Im Rahmen einer Rezepturentwicklung wurden PORAVER Blähglas und Aerogel als mineralische Leichtzuschlagstoffe in einem Wärmedämmputz kombiniert.

Für die Versuche wurde Aerogelgranulat der Cabot Aerogel GmbH mit einer Korngröße von 0,01 bis 4 mm eingesetzt. PORAVER wurde in der Körnung 1–2 mm als mineralischer Leichtzuschlagstoff zugesetzt. Untersucht wurden unterschiedliche Anteile von Aerogel und PORAVER, um deren Einfluss auf Verarbeitung, Rohdichte, Festigkeit und Wärmeleitfähigkeit zu bestimmen.

In den untersuchten Rezepturen zeigte die Zugabe von PORAVER Auswirkungen auf die Druckfestigkeit und die Verarbeitungseigenschaften des Putzsystems. Eine im Rahmen der Versuche ausgewählte Rezeptur erreichte eine Wärmeleitfähigkeit von 0,037 W/(m·K) bei einer Trockenrohdichte von 199 kg/m³.

Diese Werte beziehen sich auf die untersuchte Rezeptur und die jeweiligen Prüfbedingungen. Abweichende Rohstoffe, Mischungsverhältnisse oder Verarbeitungsbedingungen können zu anderen Ergebnissen führen.

Mehr Informationen und Richtrezeptur als PDF

Weitere Informationen sowie die untersuchte Richtrezeptur für einen Aerogel-Wärmedämmputz mit PORAVER erhalten Sie über unser Kontaktformular.

Weitere Anwendungen mit PORAVER

Hinweis zur Aktualisierung: Dieser Beitrag wurde im September 2026 inhaltlich überarbeitet. Dabei wurden insbesondere allgemeine Aussagen zu Dämmwirkung, Brandschutz und Produkteigenschaften präzisiert und stärker auf die jeweils untersuchte Rezeptur und die entsprechenden Prüfbedingungen bezogen.

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