„Wir habe zwar erst Ende Oktober, aber man kann schon von einem kleinen vorgezogenen Weihnachtsgeschenk sprechen“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak augenzwinkernd, als er Vertreter aus Lauterbach, aus Schotten und aus Schwalmtal im Sitzungssaal des Kreishauses begrüßt. Und dieses „Weihnachtspräsent“ fällt sogar ziemlich üppig aus: Für vier kommunale Projekte der Dorf- und Regionalentwicklung gibt es an diesem Nachmittag Bewilligungsbescheide über insgesamt 350.000 Euro. Die Investitionssumme liegt bei 550.000 Euro. „Es ist gut, dass wir diese Mittel aus der Dorf- und Regionalentwicklung haben. Der Vogelsbergkreis profitiert von diesen Programmen, allein in diesem Jahr werden bis zu 4 Millionen Euro in den Kreis fließen“, unterstreicht Mischak. Die Dorf- und Regionalentwicklung sei seit Jahren das zentrale Strukturprogramm für den ländlichen Raum und gebe wichtige Impulse für die Gestaltung des demografischen und strukturellen Wandels. „Mittlerweile gibt es sieben Förderschwerpunkte im Kreis und damit haben wir 85 Stadt- und Ortsteile im gesamtkommunalen Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen, die Region Vogelsberg als anerkannte LEADER-Region ist bereits in der fünften E-Förderperiode“, zieht Dr. Mischak Bilanz und unterstreicht: „Kreis und Kommunen sind dankbar für die finanzielle Unterstützung bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen, denn gleichzeitig profitieren auch die Handwerks- und Bauunternehmen vor Ort als Auftragnehmer in hohem Maße.“

Allerdings weiß Mischak aus vielen Gesprächen, dass die Kommunen die Förderung manchmal auch mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“ sehen, denn die Programme seien mit einem hohen Verwaltungsaufwand und diversen Kontrollsystemen verbunden. Sein Appell: „Wir müssen die eigentlichen Zielstellungen im Blick behalten, damit die Menschen, die mit ihren Ideen und Initiativen den ländlichen Raum entwickeln und gestalten wollen, wieder im Vordergrund der Förderung stehen und eine zielgerichtete und angemessene Unterstützung und Wertschätzung erfahren.“

Und dann geht es an die „Bescherung“, um beim weihnachtlichen Bild zu bleiben. Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller erhält einen Bewilligungsbescheid aus LEADER-Mitteln von mehr als 10.500 Euro für die Einrichtung und Zertifizierung der Wiesentour (Vogelsberger Extratour Lauterbach-Maar). Insgesamt kostet das Vorhaben mehr als 16.000 Euro. Ausgangs- und Zielpunkt der etwa elf Kilometer langen Wandertour ist der Lauterbacher Stadtteil Maar. Neben der bei Wanderfreunden bereits etablierten Bachtour wird nun eine weitere sogenannte Vogelsberger Extratour um Lauterbach eingerichtet und zertifiziert. Die geplante Strecke bietet einen Blick über die kleinräumige Kulturlandschaft mit bunten Ackerflächen, saftigen Weiden und malerischen Feldgehölzen. Weiterhin werden geologische Besonderheiten einbezogen, wie der Lauterbacher Graben oder der Kalkberg. Um den sensiblen Schutzgebieten Rechnung zu tragen, wurde die Streckenführung eng zwischen Stadtverwaltung und den zuständigen Fachabteilungen beim Landkreis abgestimmt.

In Schotten-Sichenhausen soll ein Dorfplatz als Treff- und Infopunkt geschaffen werden, dafür überreicht Dr. Mischak dem Ersten Stadtrat Hans-Jürgen Jochim einen Bewilligungsbescheid aus DE-Mitteln von fast 75.000 Euro. Investiert werden sollen in Sichenhausen insgesamt fast 120.000 Euro. Auf den ersten Blick soll in dem Ort ein ehemals bebauter Bereich als Platz für die Dorfbevölkerung gestaltet werden. Aber die Verantwortlichen vor Ort haben die Idee, in ihren Dorfplatz ein Modell des Vogelsberges aus Basaltsteinen zu integrieren und so einen Anziehungs- und Informationspunkt zu schaffen, der Ausstrahlung über Sicherhausen hinaus entwickeln wird. Für Schotten und den angestrebten Geopark Vogelsberg entsteht ein weiterer Anlaufpunkt, um sich über die erdgeschichtliche Entwicklung der Region zu informieren.

Und schließlich kann sich Schwalmtals Bürgermeister Timo Georg über „Geschenke“ freuen, er erhält gleich zwei Bewilligungsbescheide. Mehr als 140.000 Euro gibt es für den Umbau und die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Hopfgarten. Durch die 225.000 Euro teure Baumaßnahme in der alten Schule soll nicht nur die Bausubstanz des Kulturdenkmales gesichert werden, sondern auch durch funktionale Verbesserungen die Nutzbarkeit für örtliche und kommunale Veranstaltungen optimiert werden. Weiterhin wird Barrierefreiheit für das Gebäude hergestellt. 

Noch einmal knapp 120.000 Euro aus DE-Mitteln fließen nach Brauerschwend für die Gestaltung eines Multifunktionsplatzes. Durch die Umgestaltung einer brachliegenden Fläche in direkter Nachbarschaft zur Volkshalle, zur Grundschule, zum Jugendraum und zum Kunstrasenplatz soll in Brauerschwend eine multifunktional nutzbare Freizeit- und Veranstaltungsfläche als verbindendes Element entstehen. Die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich soll damit gesteigert werden und im Straßendorf Brauerschwend entsteht eine neu gestaltete „Dorfmitte“. Schule, Vereine und die Volkshalle als regional bedeutsamer Veranstaltungsort profitieren von der Aufwertung im Rahmen der Dorfentwicklung. Insgesamt wird die Gestaltung des Platzes 190.000 Euro kosten.

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