Interesse und Begabung sind keine Frage des Geschlechts. Trotzdem halten sich zum Teil noch immer hartnäckige Ansichten, wie zum Beispiel „Technik ist etwas für Männer“ oder „Pflege- und Erziehungsberufe sind Frauensache“. Solche stereotypen Bilder können junge Menschen bei der Wahl des Studiums und des Berufs beeinflussen. Die Hochschule Bremen (HSB) setzt sich auf vielfältige Weise für die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen ein. Seit Herbst 2018 ist sie auch Partnerin der Initiative Klischeefrei.

„Die Welt von Morgen braucht mutige und kreative Menschen, die viele Perspektiven mitdenken und komplexe Probleme lösen können. Wir möchten unsere Studierenden auf diesem Weg begleiten und sie den Wert der Vielfalt erfahren lassen“, sagt Prof. Dr. Thomas Pawlik, Konrektor für Studium und Lehre an der HSB, im Interview mit der Initiative.

So startete die HSB beispielsweise 2016 das Projekt „Mentoring MINT“. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – Fachrichtungen, in denen Frauen häufig noch unterrepräsentiert sind. Bei verschiedenen Veranstaltungen können Schülerinnen MINT-Fächer und deren Studentinnen an der HSB kennenlernen und sich Tipps für die Studienwahl holen. Junge Frauen, die bereits in einem MINT-Studiengang studieren, können im Rahmen von „Mentoring MINT“ Unterstützung von Kommilitoninnen aus höheren Semestern bekommen und an Informations- und Netzwerkveranstaltungen teilnehmen.

In der Initiative Klischeefrei setzen sich mehr als 120 Partnerinnen und Partner bundesweit dafür ein, dass junge Menschen ihr Studium und ihren Beruf frei von Geschlechterklischees wählen können. Neben der HSB unterstützen weitere Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Berufsverbände und Bundesministerien dieses Ziel.

Das vollständige Interview mit Prof. Dr. Pawlik findet sich auf der Website der Initiative Klischeefrei: https://www.klischee-frei.de/de/klischeefrei_86623.php

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