Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) kategorisiert jeden Fahrzeugrückruf nicht nur nach Marke, Modell und Baujahr, sondern ordnet ihn auch technisch ein. Auch wenn ein sicherheitsrelevantes Problem häufig mehrere Regionen eines Fahrzeugs betrifft, weist das KBA jeder Aktion eine von 16 Baugruppen zu. Die GEPA mbH hat im Rahmen seines Datenbankprojekts „RecallDB“ (siehe: Pressemitteilung: 2018 Rekordjahr für Deutschlands Fahrzeughalter) alle 3.853 in Deutschland durchgeführten Rückrufaktionen ausgewertet, die seit 2008 in der Datenbank der Behörde erfasst wurden.

Dies sind die fünf häufigsten Problemzonen in Kraftfahrzeugen:

1. Die Insassenschutzeinrichtung (also vor allem der Airbag) ist in 14% der Fälle

Auslöser eines Rückrufs

2. Bremsanlage: 13%

3. Motor mit Abgasanlage: 12%

4. Karosserie: 10%

5. Elektrik: 9%

Betrachtet man nur Pkw-Rückrufe ist der Anteil der „Insassenschutzeinrichtung“ sogar noch deutlich höher: Er liegt bei 18%, vergangenes Jahr sogar bei 22%. Es folgt die Baugruppe „Motor mit Abgasanlage“ (insgesamt 13%, 2018: 12%) vor der „Bremsanlage“ (gesamt: 11%, 2018: 9%), der „Karosserie“ (gesamt: 9%, 2018: 11%) und der „Elektrik“ (gesamt: 9%, 2018: 13%).

Die Gesamt-Statistik unterscheidet sich also nur unwesentlich von der Jahresbilanz 2018. Das war in den beiden Vorjahren nicht so. Besonders 2016 war geprägt durch den Abgasskandal. Er hinterließ auch in der KBA-Datenbank seine Spuren. Das zeigt sich besonders bei der Einzelbetrachtung der VW-Rückrufe. Im Jahr 2016 drehte sich mehr als die Hälfte aller Aktionen bedingt durch das Pflicht-Softwareupdate um die Baugruppe „Motor mit Abgasanlage“, bei der Konzerntochter Audi sogar drei Viertel. 13 Pflichtupdates wurden in jenem Jahr für Diesel-Modelle der Ingolstädter registriert. Zum Vergleich: In allen anderen Jahren zusammen (also 2008-2015, sowie 2017 und 2018) brachte es Audi auf 12 Rückrufe für die Baugruppe „Motor mit Abgasanlage“.

Es gibt aber auch statistische Auffälligkeiten bei einzelnen Marken, die sich nicht auf einmalige Ereignisse zurückführen lassen. So weicht Porsche bei der Baugruppe „Fahrwerk“ deutlich von der Norm ab: 26% aller seit 2008 durchgeführten Rückrufe der Sportwagenmarke kümmern sich um diese Problemzone, markenübergreifend sind es nur 8%. Deutlich über dem Durchschnitt liegt u.a. auch Mercedes-Benz bei „Karosserie“-Rückrufen (16% im Vergleich zu 9% markenübergreifend) und Opel im Bereich der „Lenkanlage“ (10% vs. 6%).

Grafiken zu der Auswertung der Kfz-Rückrufe nach Baugruppen finden Sie unter: https://bit.ly/2DwzqcO

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Dazu gehören kundenspezifische Entwicklungen von Hard- und Software, Smarte Sensorik und Big Data Analytics.

Die maßgeschneiderten Lösungen der GEPA für die Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) und Zustandsüberwachung erhöhen Anlagenverfügbarkeit, die Produkt-/ Prozessqualität und verbessern die Planung von Service- und Wartungszyklen.

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