Mit dem bejubelten Konzert des Opernkinderorchesters Berlin und Rolando Villazón in der Staatsoper Unter den Linden ist heute der 25. Musikschulkongress des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) in Berlin zu Ende gegangen. 1.500 Teilnehmer nutzten drei Tage lang im bcc Berlin Congress Center das breit gefächerte Kongressprogramm unter dem Motto „Musik teilen – Menschen gewinnen!“ mit über 60 Fortbildungsveranstaltungen, Diskussionsforen und Plenumsvorträgen zu aktuellen musikpädagogischen und bildungspolitischen Themen.

„Die Gesellschaft wäre wahrscheinlich längst kollabiert, wenn wir nicht Musik hören und machen würden“, sagte der international renommierte Soziologieprofessor Hartmut Rosa in seinem Plenumsvortrag „Musik als zentrale Resonanzachse in unserem Leben“. „Musik schafft es wie nichts anderes, eine Resonanzachse zwischen Innerem und Äußerem zu schaffen“, daher habe die umfassende Musikalisierung der Gesellschaft einen Sinn, betonte Rosa. Bezogen auf die vier Achsen der Resonanz – sozial, material, existential sowie die Selbstresonanz des Subjekts, erklärte er: „Musik stiftet eine vertikale Resonanzachse, weil sie meine Seele berührt, und aktiviert alle vier Resonanzachsen. Musik kann leisten, sich berühren zu lassen, ohne die Angst, verletzt zu werden.“ Dabei verwies er auf die Aufgabe jeden Unterrichts, in Kindern etwas „zum Sprechen, zum Klingen zu bringen“, da es nur so zu Resonanz, ansonsten aber zu Entfremdung komme.

Im zweiten Plenumsvortrag sprach der Musikpädagogikprofessor Ulrich Mahlert über „Lebenskunst als Aufgabe von Musikschullehrenden“. „Wichtig ist die ständige Sensibilisierung unserer eigenen Wahrnehmungsmöglichkeiten und bekannte Dinge mit neuen Augen zu sehen“, sagte Mahlert. Dies sei auch eine Empfehlung für das eigene Üben.

„Die Musikschulpädagogen stellen sich höchst engagiert den Veränderungen und neuen Herausforderungen in der Bildungslandschaft. Dazu konnte der Musikschulkongress mit seinem umfangreichen und vielfältigen Fachangebot beitragen“, zog der Bundesvorsitzende des VdM, Ulrich Rademacher, ein Resümee des Kongresses: „In allen Arbeitsgruppen war eine hoch motivierte Mitarbeit der Pädagogen zu spüren. Begeistert hat alle Kongressteilnehmer das hervorragende musikalische Rahmenprogramm, das die Berliner Musikschulen mit zahlreichen exzellenten Beiträgen ihrer Ensembles gestalteten. Der Berliner Musikschulkongress hat Perspektiven für eine zukunftsweisende musikpädagogische Arbeit aufgezeigt“, so Rademacher.                     

Nach der großen musikalische Revue „Berlin bleibt doch Berlin“ zur Eröffnung des Musikschulkongresses und der „Bigband Night“ mit drei preisgekrönten Bigbands Berliner Musikschulen, feierten unter dem Motto „Klingender Alex“ am 18. Mai 2019 alle zwölf Berliner Musikschulen den „Tag der Berliner Musikschulen“ mit einem umfangreichen Programm auf dem Alexanderplatz. „Es war gut, die Leistungsfähigkeit der Berliner Musikschulen ins öffentliche Zentrum Berlins zu tragen“, erklärte Udo Krzyzynski, Koordinator der Berliner Musikschulen zum Musikschulkongress.

Der Musikschulkongress in Berlin wurde veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und den zwölf Berliner Musikschulen. Gefördert wurde der Kongress vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Weitere Informationen zum Musikschulkongress unter www.musikschulkongress.de.

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