Der STUBAI ULTRATRAIL entwickelt sich mehr und mehr zur ultimativen Herausforderung in Sachen Trailrunning. Denn spektakulärer, härter und schöner als die dritte Auflage geht’s kaum noch. 65,6 Kilometer lang, 6.027 Höhenmeter im Anstieg, das Ziel auf einer Höhe von 3.150 m auf dem von Schnee und Eis bedeckten Stubaier Gletscher in Tirol, der Start um Mitternacht in der Olympiastadt Innsbruck. Von diesen extremen Herausforderungen und der großen Hitze ließ sich der Spanier Cristofer Clemente (Team Salomon) nicht aufhalten und feierte wie im Vorjahr einen eindrucksvollen Triumph nach starker Solo-Leistung in 9:01:08 Stunden. Bei traumhaften Bedingungen und hochsommerlichen Temperaturen erkämpften sich der Salzburger David Wallmann (9:20:12 Stunden, Salomon Running Team) und Lokalmatador Christian Stern (9:38:00 Stunden) wie 2018 die Plätze zwei und drei. Bei den Frauen dominierte zum zweiten Mal die Schwedin Kristin Berglund (Salomon Running Team Austria) in 10:48:08 Stunden vor der Schweizerin Denise Zimmermann (12:12:30 Stunden) und Sophia Schnabel (Österreich, 13:13:49 Stunden). Insgesamt starteten in diesem Jahr knapp 700 Athleten und Athletinnen gen Stubaier Gletscher. Fazit nach der 3. Auflage des STUBAI ULTRATRAIL: Besonders durch den neuen Streckenabschnitt mit der Verpflegungsstation an der Neuen Regensburger Hütte wurde das Trailrun-Event nochmals aufgewertet.

„Vor dieser traumhaften Kulisse zu gewinnen, ist einfach großartig, Ich habe es wirklich genossen, auch wenn mir der Schlussanstieg hinauf ins Finish alles abverlangt hat. Aber ich war besser trainiert als im Vorjahr, das war auch gut so, denn die Höhe und der Schnee haben mir schon einige Probleme gemacht“, erklärte Clemente im Ziel, wo er von seiner Familie freudig empfangen wurde: „Jetzt möchte ich 2020 natürlich auch das Triple holen.“ Nur wenig später waren dem nur 58 Kilogramm leichten Spanier die Anstrengungen nicht mehr anzusehen, als er dem Zweitplatzierten David Wallmann, der 19:04 Minuten nach Clemente ins Ziel kam, gratulierte. „Ich habe das Optimum herausgeholt und bin unglaublich froh über diesen zweiten Platz, da ich ja bis vor wenigen Tagen nicht wusste, ob ich überhaupt starten würde“, kommentiert der Salzburger seine überraschend starke Leistung. Dabei hatte es lange Zeit gar nicht danach ausgesehen, denn bis zur Verpflegungsstelle 6 an der Neuen Regensburger Hütte lag Wallmann auf Rang drei – noch hinter dem Lokalmatadoren Christian Stern. Auch der war angeschlagen an den Start gegangen und war daher mit seinem dritten Rang mehr als zufrieden. „Ich habe brutal gekämpft, vielleicht bin ich die erste Hälfte etwas zu schnell angegangen. An der Regensburger Hütte ist mir dann die Kraft ausgegangen. Aber dennoch war es ein wunderbarer Lauf, besonders mit dem anspruchsvollen, neuen Streckenabschnitt“, so Stern, der für SV Raiba Stubai antrat.

Dem konnte die Schwedin Kristin Berglund nur zustimmen. Nur vier Wochen nach ihrem Rippenbruch und der damit verbundenen Absage beim „ZUT“ präsentierte sie sich wieder in absoluter Bestform. „Ein wunderbarer Lauf, aber auch wirklich anspruchsvoll. Bei der Hälfte hatte ich kurzfristig mal Probleme, das war eine neue Erfahrung für mich“, gestand die 35-jährige Wahl-Tirolerin, „nach zwei Gels ging es aber wieder.“ Berglund, die im Downhill noch ihre gebrochene Rippe spürte, realisierte die zwölftbeste Gesamtzeit und hatte im Ziel mehr als eine Stunde Vorsprung auf die erste Verfolgerin Denise Zimmermann, die restlos begeistert war: „Einfach genial diese Strecke.“ Dass es am Ende so klar wurde, hatte Berglund unterwegs gar nicht wahrgenommen: „Ich laufe einfach immer meinen Rhythmus – ohne auf die Konkurrenz zu schauen.“ Wie herausfordernd die Strecke war, zeigte sich an den frühen Ausstiegen der beiden Mitfavoritinnen Simona Morbelli (Italien) und Magda Laczak (Polen). Besonders das Aus von ZUT-Siegerin Laczak kam etwas überraschend.

Vieles war neu an diesem 3. STUBAI ULTRATRAIL, der gegenüber dem Vorjahr noch etwas länger, noch etwas härter und noch schöner wurde. Und genau diese Mischung aus extremer sportlicher Herausforderung und dem intensiven Lauferlebnis mit dem Start um Mitternacht spiegelte die Atmosphäre am Start vor dem Landestheater in der Olympiastadt Innsbruck wider. Die Anspannung war förmlich zu spüren, als TVB Obmann Sepp Rettenbacher die 255 Ultra-Athleten*innen pünktlich um 0.00 Uhr in die Nacht hinaus schickte. Zuschauer und Fans hatten die ersten Meter stimmungsvoll mit Fackeln ausgeleuchtet. „Wann läuft man schon mal die ersten Kilometer quasi unter Polizeischutz durch das nächtlich Innsbruck“, scherzte der Salzburger David Wallmann. Nach einem Sturz Anfang Juni hatte sich der Vorjahreszweite die Hand gebrochen und trug bis zwei Tage vor dem Start einen Gips bis zum Ellbogen.

Dafür lief es erstaunlich gut bei ihm. „Die ersten 15 Kilometer sind wir zusammen als Trio gelaufen, ich musste dann aber abreißen lassen. Später bin ich dann auf Christian Stern wieder aufgelaufen. Aber ich bin wirklich froh, dass ich überhaupt starten und dieses schwere Rennen auf Platz zwei beenden konnte. Es hat sich gelohnt, die neue Strecke war einfach phantastisch“, freute sich der 26-Jährige bei seiner Ankunft auf dem in 3.150 m hoch gelegenen Zielplateau vor dem Restaurant Jochdohle. Dass er unter diesen Umständen nicht mit dem 33-jährigen Spanier Cristofer Clemente mithalten konnte, war klar und auch zu erwarten. „Der Cristofer läuft halt in einer anderen Liga“, gratulierte Wallmann dem leichtgewichtigen Athleten von der Kanareninsel La Gomera. Der hatte frühzeitig eine Vorentscheidung gesucht. Bei Kilometer 15 erhöhte er das Tempo und lief von diesem Zeitpunkt die restlichen gut 50 Kilometer als Solist. Beim Anstieg zur knapp 2.400 m hoch gelegenen Starkenburger Hütte bei Rennkilometer 36 konnte Clemente bereits ganz allein den spektakulären Sonnenaufgang genießen. Danach folgte der erste technisch anspruchsvolle Abstieg, ehe der neue Streckenabschnitt mit den Anstiegen zur Milderaunalm und zur Neuen Regensburger Hütte für weitere Höhenmeter sorgte. Spätestens bei Kilometer 48 mussten dann die letzten Reserven mobilisiert werden. Von der Talstation Mutterberg hinauf zum Finish auf dem Stubaier Gletscher waren auf einer Länge von acht Kilometern gewaltige 1.400 HM zu bewältigen – die meisten davon auf Schnee.

Neben dem STUBAI ULTRATRAIL, der Königsdisziplin, gab’s in diesem Jahr zum ersten Mal drei weitere Angebote. Ganz neu war der STUBAI 19K – 18,6 Kilometer lang, 1.998 HM mit Start in Klaus Äuele. Ideal für den Triathleten Johannes Hinterseer. Der Sieger der letztjährigen 35 Kilometer-Distanz gewann in 2:28:15 Stunden ebenso souverän wie im Vorjahr. Auf Rang 2 kam der Brite Andrew Syme (2:36:14 Stunden) vor Dennis Soisch (2:39:40 Stunden, Runnskills.de) ins Ziel. Bei den Frauen ging’s ebenfalls relativ eng zu. In 1:54:53 Stunden siegte Melanie Meyer (Uhldingen-Mühlhofen) vor Madeleine Schwarz (Österreich, 2:01:35 Stunden) und Klára Jakesová (Tschechien, 2:03:17 Stunden).

Der STUBAI 35K mit einer Länge von 35,1 Kilometern und 3.808 HM mit Start in Neustift sah besonders bei den Frauen einen hochspannenden Wettbewerb. Zunächst führte lange Zeit die Triathletin Silvia Felt (Salomon), wurde dann aber von Marie Mühlhuber und Susi Lell (beides Salomon Running Team) überholt. An der Dresdner Hütte bei Kilometer 30 lag dann wieder die erfahrene Triathletin Felt vorn. Und verteidigte souverän ihren Vorsprung bis ins Ziel, das sie nach 6:30:33 Stunden erreichte. Mühlhuber erkämpfte sich Rang zwei (6:35:41 Stunden) vor der Allgäuerin Susi Lell (6:42:49 Stunden).

Bei den Männern gab’s einen österreichischen Dreifachsieg. Philipp Brugger, der Sieger des ersten STUBAI ULTRATRAIL vor zwei Jahren, bevorzugte in diesem Jahr die kürzere Distanz und setzte sich in 5:26:12 Stunden vor Marian Staller (5:57:10 Stunden) und Volker Sauerzapf (6:16:12 Stunden) durch. Natürlich musste Brugger die Frage beantworten, warum er denn nicht die Ultra-Distanz gelaufen sei. Die Antwort war ganz einfach. „Ich bin erst letzte Woche von einer Expedition aus Pakistan zurückgekommen, da wollte ich es nicht übertreiben“, schmunzelte der 27-jährige Innsbrucker.

Der STUBAI 8K ist eine Herausforderung für alle Bergspezialisten. Nach dem Start an der Talstation Mutterberg ging es ohne einen einzigen flachen Meter auf den Punkt genau 8 Kilometer hinauf durch Eis, Schnee und Stein. Innerhalb dieser kurzen Distanz mussten 1.394 HM bewältigt werden. Bei den Herren gelang dies dem Italiener Philipp Plunger in 1:21:09 Stunden am schnellsten. Der Deutsche Bastian Reichart kam in 1:25:57 Stunden auf Rang zwei ein, sein Landsmann Markus Bergler auf Rang drei in 1:31:23 Stunden auf Rang drei. Bei den Frauen war das Ergebnis ebenso eindeutig. Die Deutsche Katharina Schneider schaffte die Strecke in 1:52:38 Stunden und distanzierte damit Franca Kohl (Rottach-Egern, 1:56:48 Stunden) und Marina Bergler (Neumarkt in der Oberpfalz, 2:07:09 Stunden) auf die Plätze zwei und drei.

Alle Ergebnisse gibt es hier: https://www.planb registration.de/stubaiultratrail2019/ergebnisse

Der Termin für 2020 steht bereits: Vom 3. – 4. Juli 2020 heißt es zum vierten Mal „ urban 2 glacier“ im Stubaital.

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