Kinder mit schwierigen sozialen Rahmen haben es in dieser Phase des „Homeschooling“ besonders schwer. Viele Gespräche, die die GEW mit Eltern und Lehrer*innen geführt hat, haben ergeben: Digitale Endgeräte fehlen bzw. müssen mit vielen Familienangehörigen geteilt werden. Es gibt keinen ruhigen Raum oder überhaupt nur einen Schreibtischplatz zum Lernen. Eltern und Familienangehörige haben Mühe, den Alltag und das Auskommen zu organisieren und wenig Zeit zur schulischen Unterstützung. In dieser Situation ist keine gute Prüfungsvorbereitung möglich.

„Damit die Schere der sozialen Ungleichheit bei den Schülerinnen und Schülern nicht noch weiter aufgeht bzw. durch den digitalen ‚verpflichteten Fernunterricht‘ (BSB, Behörde für Schule und Berufsbildung) nicht noch vergrößert wird, sind aus Sicht der GEW jetzt zwei Dinge nötig: Wir fordern von der BSB, die anstehenden ESA / MSA Prüfungen abzusagen und durch eine geeignete großzügige Benotung zu ersetzen. Für Kinder mit schwierigen sozialen Rahmenbedingungen ist in der Coronakrise kaum eine gute Prüfungsvorbereitung möglich. Die verbreiteten Gruppenprüfungen würden darüber hinaus die Gesundheit der Kinder unnötigen Risiken aussetzen.

Wir müssen gerade jetzt die Bildungsgerechtigkeit ganz nach vorne stellen“, kommentiert Anja Bensinger-Stolze, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, GEW Hamburg.

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