Die Kindernothilfe sieht verheerende Nebenwirkungen der COVID-19-Pandemie auf Millionen Kinder in der Welt zukommen. „Das Corona-Virus hat die Entwicklungs- und Schwellenländer erreicht und wird besonders Mädchen und Jungen hart treffen“, sagt Carsten Montag, Vorstand der Kindernothilfe. Die desolate Gesundheitsversorgung sei das eine Problem. Steigende Armut in den Familien, Hunger, fehlende Lernangebote für die Kinder und eine Zunahme der häuslichen Gewalt seien weitere fatale Folgen, so Montag weiter. „Wenn wir unsere Unterstützung nicht umgehend an die neuen Herausforderungen anpassen, werden mit dem Corona-Virus die Erfolge für die Rechte der Kinder, für die wir uns seit Jahren einsetzen, ernsthaft gefährdet.“

Durch Ausgangsbeschränkungen und Isolation haben viele Eltern ihre Arbeit verloren und Kinder keine Möglichkeit mehr, zur Schule zu gehen. „Es gibt noch keine gesicherten Zahlen über die Zunahme von Gewalt und Frühverheiratung durch die Pandemie. Aber aus Erfahrung durch die Arbeit in Kriegs- und Krisengebieten wissen wir, dass Kinder in diesen Situationen besonderen Schutz benötigen, den sie momentan nicht erhalten“, so Montag.

Um die Projektarbeit rasch an die neuen Herausforderungen anzupassen, stellt die Kindernothilfe zusammen mit den Verbundorganisationen in Österreich, der Schweiz und Luxemburg zusätzlich eine Million Euro für Soforthilfemaßnahmen und zusätzliche Schutzmechanismen für Kinder zur Verfügung. „Wir haben starke und verlässliche Partnerorganisationen in allen Projektländern, um diese Aufgabe zu meistern. Wir brauchen aber auch die Solidarität und Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender und flexible Hilfe von den öffentlichen Gebern“, so Montag.

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