Nachdem die ersten Geschäfte in Österreich nach 4 Wochen Shut-Down wieder öffnen durften zeigt sich eine deutliche Zurückhaltung der Konsumenten. Auch in den Niederlanden, wo die meisten Geschäfte noch geöffnet sind, verzeichnen die GMS Kunden gegenüber dem Vorjahr geringere Umsätze. „Außer bei den Kinderschuhfachgeschäften erleben wir eine deutliche Konsumzurückhaltung“ konstatiert Dr. Karsten Niehus. „Es braucht vermutlich mehr als offene Ladentüren, um die Konsumlust wieder zu befeuern“. Daraus lassen sich auch für Deutschland konkrete Handlungsempfehlungen für die Zeit nach Lockerung des Shut-Down ableiten.

Die erneute Empfehlung der Kölner Verbundgruppe lautet daher, den Endkunden durch Aktionen online und offline anzusprechen. Dies kann allein oder besser in der Werbegemeinschaft geschehen. Vor allem gemeinsam mit anderen kann es gelingen die nötige Kauflust zu erzeugen.

Auch empfiehlt der GMS Verbund eine entsprechend angepasste, schrittweise Personaleinsatzplanung mit Rücksicht auf besonders gefährdete Mitarbeiter. In jedem Fall sollten Mitarbeiter erst nach und nach aus der Kurzarbeit genommen werden und die Mieten weiterhin nur reduziert gezahlt werden. „Wenn die Umsätze bei 50% liegen dürfen auch die Kosten maximal 50% betragen“ so Dr. Karsten Niehus.   

„In den Niederlanden stehen einige unserer Händler allein im Geschäft und können so auch bei reduziertem Umsatz ohne Personal- und Mietkosten Geld verdienen und Ihre Rechnungen bezahlen“, ergänzt Thomas Schulte-Huermann.

Schließlich sollten sich auch Geschäfte, die derzeit keine akuten wirtschaftlichen Probleme haben, auf schwächere Umsätze in den nächsten Monaten einstellen und die angebotenen KfW-Kredite und Zuschüsse beantragen. „Wir stellen noch immer bei einigen unserer Kunden, gerade solchen mit bester Bonität, eine gewisse Zurückhaltung bei der Beantragung von KfW Krediten fest. Dabei ist in den vergangenen 15 Jahren noch keiner unserer Kunden wegen zu viel Kapital in Schieflage geraten. Deshalb gilt unser dringender Rat an jeden Fachhändler, die vom Staat angebotenen, günstigen Liquiditätshilfen zu nutzen“, so Dr. Karsten Niehus.

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