Der aktuell veröffentlichte Bericht „Die Lage der Natur in Deutschland“ legt schonungslos den schlechten Zustand unserer artenreichen Kulturlandschaft offen. Denn besonders große Defizite gibt es in Natura 2000-Gebieten des Offenlandes. Für den Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) ist diese Erkenntnis nicht neu. „Wir wissen was zu tun ist. Wir gehen die Herausforderungen aber viel zu zögerlich an!“, erklärt DVL-Geschäftsführer Dr. Jürgen Metzner.

Landwirtinnen und Landwirte stehen im Zentrum

Ohne das Engagement und Know-how unserer Landwirtinnen und Landwirte werden wir die Ziele im Naturschutz nicht erreichen. Aber ihre Perspektiven im Naturschutz sind schlecht! Besonders offensichtlich wird das Dilemma im Grünland. Trockenrasen, Hochstaudenfluren oder unsere Flachland-Mähwiesen sind alle in einem schlechten Zustand. „Die Ampel steht hier auf Rot!“ mahnt Metzner. „Ohne eine angepasste Landwirtschaft gibt es kein artenreiches Grünland, ohne gute Naturschutz-Perspektiven für Betriebe gibt es keine angepasste Bewirtschaftung – so einfach ist das!“

Helfen können aus Sicht des DVL vor allem zwei Dinge:

  • Landwirtinnen und Landwirte, die in Schutzgebieten wirtschaften und in hohem Maße gesellschaftliche Leistungen erbringen, müssen bessergestellt werden und langfristige betriebliche Perspektiven bei ihrer Tätigkeit für den Naturschutz erhalten. Der Ausbau der Weidetierhaltung ist dabei ein wichtiger Aspekt. Leider ist die Bewirtschaftung des Schutzgebietsnetzes laut Bericht hoffnungslos unterfinanziert. Die Finanzierungslücke beträgt für Deutschland über 1 Mrd. Euro/Jahr. „Das sind Gelder, die sowohl der Natur als auch den Landwirtinnen und Landwirten fehlen!“, unterstreicht Metzner.
  • Auch fordert der Bericht einen flächendeckenden Ausbau von geeigneten Strukturen für die Maßnahmenumsetzung und empfiehlt hier die Landschaftspflegeverbände, auch in Kombination mit sogenannten Natura 2000-Stationen. Aufbau und Betreuung dieser Institutionen ist Kernaufgabe des DVL. „Wir bieten den Bundesländern unsere Unterstützung an, denn ein Landschaftspflegeverband gründet sich nicht auf Anweisung“, erklärt Metzner. „Von zentraler Bedeutung für eine erfolgreiche Umsetzung ist die regionale Verankerung in der Landwirtschaft, im Naturschutz und in den Kommunen vor Ort. Natura 2000 muss als gemeinsame Aufgabe verstanden werden. Nur so werden wir unsere Ziele erreichen.“
Über Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL)

Der DVL ist der Dachverband der 175 Landschaftspflegeorganisationen in Deutschland (Landschaftspflegeverbände, Landschaftserhaltungsverbände, Lokale Aktionen und Biologische Stationen). Sie arbeiten dabei mit ca. 10.000 landwirtschaftlichen Betrieben für den Naturschutz eng zusammen. Bundesländer wie Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen und zuletzt Hessen unterstützen den Ausbau der Landschaftspflegeorganisationen, um eine bessere Natura-2000-Umsetzung zu erreichen.

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