Die Ernte der Winterkulturen der AGRARIUS AG (ISIN DE000A2BPL90) ist abgeschlossen. Insgesamt wurden 19.260 Tonnen geerntet. Die Planwerte wurden mit einem um 6.589 Tonnen niedrigeren Ertrag deutlich unterschritten. Zum einen ist das schlechte Ernteergebnis auf ungewöhnliche Spätfröste Anfang April zurückzuführen, die nachts bis zu minus 8° C mit sich brachten und sogenannte „taube Ähren“ (Ähren ohne Füllung) zur Folge hatten. Zum anderen war es insgesamt zu trocken. In dem für die Entwicklung der Winterkulturen wichtigen Zeitraum von Mitte März bis Mitte April fielen die Niederschläge auf den tiefsten Wert seit 41 Jahren.

Bei der Wintergerste konnte AGRARIUS zwar mit 8.252 Tonnen insgesamt ein besseres Ergebnis als im Vorjahr erzielen, die Planwerte pro Hektar wurden aber unterschritten. Zugleich fielen die Erträge standortbezogen sehr heterogen aus und der durchschnittliche Ertrag von 6,18 Tonnen je Hektar lag unter dem Vorjahresniveau (Vj. 6,51 Tonnen je Hektar). Die Wintergerstenernte wurde bereits fast vollständig zum geplanten Erlös von 125 EUR/Tonne vermarktet, welcher etwas niedriger als im Vorjahr (128 EUR/Tonne) ausfiel.

Nur etwas mehr als die Hälfte der geplanten Menge hat AGRARIUS beim Winterweizen erzielt. Geerntet wurden 4.738 Tonnen bei einem geringen durchschnittlichen Ertrag von 3,50 Tonnen je Hektar. Die Vermarktung des E-Winterweizens erfolgt in den nächsten Monaten. Die Qualität ist gut und der aktuell erzielbare Verkaufspreis entspricht dem Planpreis.

Der Winterrapsertrag fiel mit 6.270 Tonnen deutlich höher aus als Vorjahr. Allerdings verbesserte sich der durchschnittliche Hektarertrag nur leicht auf 3,09 Tonnen (Vj. 2,66 Tonnen). Die Rapsernte wurde bereits vollständig zu 343 EUR/Tonne und damit zu einem leicht unter den Planungen (345 EUR/Tonne) liegenden Preis vermarktet.

„Das Wetter war uns in diesem Jahr nicht wohlgesonnen“, kommentiert Vorstand Ottmar Lotz die kürzlich ausgewertete Ernte. „Die Niederschlagsmenge im April in unserer Anbauregion lag 88 % unter dem langjährigen Durchschnitt. In der für die Entwicklung der Winterkulturen wichtigen Zeit von Anfang des Jahres bis Ende Mai konnten wir nur 62 % der mehrjährigen durchschnittlichen Niederschläge verzeichnen. Den Kulturen hat damit schlicht Wasser für das Wachstum gefehlt. Vielleicht können wir einen Teil der witterungsbedingten Verluste durch Staatshilfen ausgleichen. Die rumänische Regierung hat Hilfspakete für Landwirtschaftsbetriebe in Aussicht gestellt. Mit heutigem Stand können wir für das Geschäftsjahr 2020 nicht mehr von der Erwirtschaftung eines positiven Konzernergebnisses ausgehen. Die zu erwartenden Handelserlöse – auch bei einer guten Ernte der Sommerkulturen – werden voraussichtlich das schlechte Ergebnis der Winterkulturen nicht ausgleichen. Eine genauere Eingrenzung der Prognose ist wie immer erst nach der Ernte und Vermarktung der Sommerkulturen im Herbst möglich. Aktuell sehen die Bestände von Mais, Soja, und Sonnenblumen gut aus.“ 

Virtuelle Hauptversammlung am 31.08.2020

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