Mit einem Gottesdienst in der Düsseldorfer Johanneskirche werden am Sonntag alle Bewerberinnen und Bewerber für den Ehrenamtspreis 2020 der Evangelischen Kirche im Rheinland gewürdigt. Die Predigt hält Präses Manfred Rekowski. Aufgrund der Coronakrise hatte die Jury entschieden, in diesem Jahr auf eine Preisvergabe zu verzichten.

Zahl der Bewerbungen so hoch wie noch nie
Die diesjährige Ausschreibung stand unter dem Motto „Musik macht’s möglich“. Gesucht waren Beispiele gelungener kirchenmusikalischer Arbeit, die von Ehrenamtlichen getragen werden. Mit der Verleihung des Ehrenamtspreises will die rheinische Kirchenleitung sowohl neuartige als auch bewährte Formen ehrenamtlicher Arbeit in Kirche und Diakonie würdigen, fördern und öffentlich vorstellen. Mehr als 110.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich in der rheinischen Kirche. Der Preis ist mit je 1000 Euro für die drei Preisträger dotiert. In diesem Jahr fiel die Zahl der Bewerbungen so hoch aus wie noch nie.

Projekte präsentieren sich auf gesonderter Internetseite
Die Entscheidung, diesmal keine Preise zu vergeben, sei „aus Gründen der Vergleichbarkeit“ gefallen, so Nicole Ganss, landeskirchliche Referentin für das Ehrenamt und Vorsitzende der Jury. „Wir sind sehr traurig darüber, denn die Besuche der Jury in den Gemeinden sind immer sehr inspirierend und gehören zu den erfüllendsten Aufgaben bei der Preisvergabe.“ Durch die Corona-Schutzmaßnahmen gab es viele Einschränkungen im Gemeindeleben, insbesondere im musikalischen Bereich bei Chorproben und Konzerten. Dadurch konnten die Projekte nicht besucht werden. „Auch eine Verschiebung wäre unverhältnismäßig gewesen.“ Alle eingereichten Projekte erhielten das Angebot, ihre Arbeit auf einer gesonderten Internetseite öffentlich zu präsentieren. 31 von ihnen nahmen das Angebot auch an. Die Seite ist ab dem Wochenende unter ehrenamtspreis.ekir.de abrufbar.

Bedeutung von Musik und Ehrenamt seit Beginn der Christenheit bekannt
„Wer die virtuellen Präsentationen anschaut, sieht, wie viel Kreativität, Leben und Ideen in den einzelnen Projekten stecken und wie viele begeisterte und begeisternde Menschen in ihnen mitwirken – zur Freude der Menschen und zur Ehre Gottes“, sagt Helga Siemens-Weibring, nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung und Jurymitglied. Die Bedeutung von Musik und Ehrenamt sei schon seit den Anfängen der Christenheit bekannt. Auch der Reformator Martin Luther habe geschrieben: „Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes; sie vertreibt den Teufel und macht die Menschen fröhlich.“ Helga Siemens-Weibring wird im Gottesdienst am Sonntag die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements übernehmen.

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